21. Februar 2021 / 18:13 Uhr

Hertha-Trainer Pal Dardai lobt die Krise weg: "Für die Jungs ist das psychologisch schwierig"

Hertha-Trainer Pal Dardai lobt die Krise weg: "Für die Jungs ist das psychologisch schwierig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Trainer Pal Dardai lobt seine Schützlinge trotz des andauernden Negativlaufs.
Hertha-Trainer Pal Dardai lobt seine Schützlinge trotz des andauernden Negativlaufs. © 2021 Getty Images
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Für Hertha BSC gab es auch bei RB Leipzig nichts zu holen. Trainer Pal Dardai reagiert auf die Fortsetzung der Sieglos-Serie gelassen und scheint mit Lob in die Köpfe der Spieler vordringen zu wollen - doch die anstehenden Aufgaben machen wenig Hoffnung.

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Der Blick auf Ergebnis und Tabelle war im ersten Moment so gar nicht mit dem Mienenspiel von Pal Dardai in Einklang zu bringen. Gelassen und fast optimistisch plauderte der Trainer von Hertha BSC nach der 0:3-Niederlage bei RB Leipzig am Sky-Mikrofon. Abstiegssorgen oder Frust waren aus dem Gesicht des Ungarn zu keiner Zeit abzulesen, dabei taugt der 44-Jährige nach Pleiten in der Regel durchaus zum Grantler. Doch Dardai scheint das Problem seiner nun schon seit acht Spielen sieglosen Mannschaft vor allem in den Köpfen ausgemacht zu haben. Also heißt es offenbar: Loben statt Kritisieren, um die Blockaden zu lösen.

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"Für die Jungs ist das psychologisch schwierig", meinte Dardai und gestand: "Natürlich tut die Niederlage weh." Aber der Coach, der den Job vor rund vier Wochen vom entlassenen Bruno Labbadia übernommen hatte, hob hervor, was am Sonntag gut klappte. Er habe "Kampfgeist und Ausstrahlung" gesehen, betonte er: "Mentalität, Zweikampfführung und Leidenschaft waren da." Das Problem? "Wir müssen die Tore machen", meinte der Trainer. Tatsächlich hatte seine Mannschaft phasenweise gut mit dem Champions-League-Teilnehmer, der durch den Sieg bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter FC Bayern heranrückte, mitgehalten. Den Ball in den entscheidenden Momenten über die Linie zu bugsieren, gelang aber nicht. Das tat stattdessen Leipzig.

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"Von der Kontrolle her hat unser Spiel sehr gut ausgesehen", sagte Dardai: "Vom Ergebnis hat es nicht gut ausgesehen." So dümpeln die mit so großen Ambitionen in die Spielzeit gestarteten Berliner im Tabellenkeller herum und ringen nach nur zwei von 24 möglichen Punkten aus den vergangenen Partien zunehmend um Luft. Arminia Bielefeld, das derzeit punktgleich mit der Hertha auf dem Relegationsplatz liegt, befindet sich sogar leicht im Vorteil. Schließlich haben die Ostwestfalen noch das Nachholspiel am 10. März gegen Werder Bremen in der Hinterhand.



Und die Berliner? "Irgendetwas stimmt nicht", gab Dardai zu: "Das lässt sich nur mit Arbeit lösen." Oder wie es Abwehrspieler Lukas Klünter ausdrückte: "Wir müssen jedes Spiel angehen, als wäre es das letzte. Es wird nicht einfacher, das ist klar." Zwölf Spiele bleiben noch, um aus einer desolaten zumindest noch eine schlechte Saison zu machen. Die unmittelbar anstehenden Aufgaben geben allerdings wenig Anlass zur Hoffnung. Mit der Ausnahme des Spiels gegen den FC Augsburg warten in den kommenden fünf Partien ausschließlich Gegner aus den Top-8 der Bundesliga.