02. Oktober 2022 / 17:28 Uhr

Hertha tritt trotz Mini-Serie auf der Stelle – Proteste gegen Windhorst bei Hoffenheim-Partie

Hertha tritt trotz Mini-Serie auf der Stelle – Proteste gegen Windhorst bei Hoffenheim-Partie

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC ist gegen Hoffenheim nicht über ein Remis hinausgekommen. Die Fans protestierten gegen Investor Lars Windhorst.
Hertha BSC ist gegen Hoffenheim nicht über ein Remis hinausgekommen. Die Fans protestierten gegen Investor Lars Windhorst. © IMAGO/Eibner/Fotostand (Montage)
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Hertha BSC wirkt in der Bundesliga zunehmend stabiler – kommt nach einem Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim in der Tabelle aber nicht recht vom Fleck. Am Rande der Partie machen die Berliner Fans ihrem Frust über Investor Lars Windhorst Luft. 

Hertha BSC tritt in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Die Berliner blieben beim 1:1 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim zwar zum vierten Mal in Serie ungeschlagen, warten nun aber auch schon seit drei Partien auf einen Sieg und stecken weiter im unteren Drittel der Tabelle fest, Für die fünftplatzierten Gäste sieht es im Klassement derweil weitaus besser aus. Mit einem Erfolg in der Hauptstadt hätten die Kraichgauer ihre Position allerdings noch weiter optimieren und auf Rang drei klettern können. Andrej Kramaric, der sein 200. Spiel in Deutschlands höchster Spielklasse bestritt, schien mit seinem Führungstreffer die Basis für diesen Sprung zu legen (25.). Dodi Lukebakio besorgte jedoch noch vor der Pause den Ausgleich für die Platzherren (37.).

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Dass sich die Hertha unabhängig von der sportlichen Lage in keiner normalen Situation befinden, wurde schon vor dem Anpfiff am Sonntagnachmittag klar. Die Fans machten ihrem Unmut um die neuerliche Debatte um Investor Lars Windhorst und dessen angebliche Verstrickungen in eine etwaige Kampagne gegen Ex-Präsident Werner Gegenbauer deutlich Luft. Auch wenn der Geldgeber die Vorwürfe bestreitet, scheint das Tischtuch zwischen den Anhängern und Windhorst zerschnitten.

 "Schmutzkampagnen, Detektive und Millionen werden es nicht beenden, Hertha BSC bleibt fest in unseren Händen", stand auf einem mehrteiligen Spruchband, das vor dem Spiel in der Kurve hochgehalten wurde. Nach dem Beginn der Partie folgte ein weiteres Banner mit der klaren Aufforderung in großen Lettern: "Windhorst raus aus unserem Verein." Geschäftsführer Fredi Bobic zeigte sich von der neuerlichen Unruhe derweil genervt. "Da reagiere ich gar nicht drauf". meinte der Manager zu dem Wirbel um den Investor bei DAZN.

Zum Sportlichen: Beide Mannschaften drückten in der Anfangsphase aufs Tempo und rangen früh um die Kontrolle im Spiel. Hertha hatte durch den noch immer torlosen Sommer-Zugang Wilfried Kanga den ersten Abschluss, der Schuss des Stürmers flog jedoch über den TSG-Kasten (8.). Auch Lukebakio hatte mit einem Versuch nach gut einer Viertelstunde keinen Erfolg (16.). In der Folge kam dann auch Hoffenheim zu ersten Möglichkeiten. Kramaric zielte zu ungenau (19.), Munas Dabbur scheiterte an Hertha-Schlussmann Oliver Christensen (21.). Kurz darauf zappelte der Ball im Berliner Netz. Kramaric spritzte in einen Schuss von Ozan Kabak und gab der Kugel die entscheidende Richtungsänderung.

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Die Gastgeber brauchten etwas Zeit, um sich von dem Rückstand zu erholen - ehe die TSG die Hertha zurück ins Spiel holte. Ein Querschläger des bedrängten Angelino landete bei Chidera Ejuke, der Lukebakio in Szene setzte. Dieser entwischte der Hoffenheimer Abwehr und schloss erfolgreich ab. Der Ausgleich schien den Berlinern wieder mehr Sicherheit zu verleihen, die letzte große Chance vor der Pause hatte allerdings die TSG. Zunächst knallte Kramaric den Ball an die Latte, der Abpraller landete bei Grischa Prömel, dessen Schuss von Marc Oliver Kempf gerade noch vor der Linie geklärt werden konnte (45.). Im zweiten Durchgang blieb die Partie kampfbetont mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Ejuku (48.) und Lukebakio (56.) vergaben für die Hertha, Christoph Baumgartner (75.) für Hoffenheim

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