28. August 2020 / 14:10 Uhr

Hertha und Union planen zum Bundesliga-Start wohl mit Fans - Auch DFL hofft auf grünes Licht

Hertha und Union planen zum Bundesliga-Start wohl mit Fans - Auch DFL hofft auf grünes Licht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Offenbar könnten doch Fans beim Bundesliga-Start dabei sein.
Offenbar könnten doch Fans beim Bundesliga-Start dabei sein. © Getty Images/imago images/Jörg Halisch (Montage)
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Die Berliner Bundesliga-Klubs Hertha BSC und Union wollen zum Bundesliga-Start offenbar vor bis zu 5000 Zuschauern spielen. Ermöglichen könnte dies ein lokaler Senatsbeschluss. Die DFL kündigt derweil Gespräche mit der Politik an, um die Definition von Großveranstaltungen zu klären. Von einem generellen Fan-Ausschluss zu Saisonbeginn geht man nicht aus.

Die beiden Berliner Bundesliga-Klubs Hertha BSC und Union haben nach dem Bund-Länder-Beschluss über die Zulassung von Großveranstaltungen offenbar weiter Hoffnung auf einen Saisonstart mit zumindest zum Teil gefüllten Rängen. Nach einem Bericht der Bild könnten die beiden Hauptstadtvereine von einer lokalen Senatsverordnung profitieren. Danach seien Großveranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 5000 Besuchern ab dem 1. September genehmigt. Voraussetzung: Das vorgelegte Hygiene-Konzept entspricht den Vorgaben der Gesundheitsämter. Der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) bereits vor dem Restart der vergangenen Spielzeit vorgelegte und inzwischen weiter angepasste Maßnahmenkatalog erhielt aus der Politik bisher stets großen Zuspruch.

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"Im Moment gehen wir davon aus, dass bis Jahresende mit 5000 Teilnehmern geplant werden kann", sagte Herthas Finanz-Chef Ingo Schiller der Bild. Der Klub hat bereits ein eigenes und auf verschiedene Größen von Besucherkontingenten ausgelegtes Konzept ausgearbeitet. Schiller: "Wir sind flexibel und auf alle Eventualitäten vorbereitet." Union kündigte am Freitag sogar an, dass man bereits am 6. September beim Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 5000 Zuschauern plane und verweist in einer Mitteilung auf den ab Anfang des kommenden Monats gültigen Senatsbeschluss.

Union-Testspiel gegen Nürnberg vor Zuschauern

Die Karten für die Partie werden per Losverfahren vergeben. "Im Zuge des Buchungsprozesses ist diesen Hygiene- und Datenschutzhinweisen zuzustimmen", erklärte Union und veröffentliche eine Liste mit entsprechenden Maßnahmen, die vom verpflichtenden Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bis zur "Weitergabe der persönlichen Daten zur infektionsschutzrechtlichen Kontaktnachverfolgung an die Behörden" reichen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Donnerstag darauf verständigt, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollten demnach bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Bundesliga-Klubs hatten sich auf einheitliches Vorgehen verständigt

Die 36 Vereine der DFL hatten sich Anfang August auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. Am Freitag erklärte die DFL - ohne auf die Berliner Pläne einzugehen -, dass man "selbstverständlich bereit" sei, "umgehend mit den zuständigen politischen Stellen verbindliche Gespräche hinsichtlich eines bundeseinheitlichen Verfahrens zur Rückkehr von Fans in die Stadien zu führen".

Weiter hieß es: "Dabei sollten auf Basis von Fakten verantwortungsvolle Stufen-Lösungen je nach Pandemie-Lage vereinbart werden, um im November mit der Umsetzung zu starten, sofern das Infektionsgeschehen dies erlaubt. Unabhängig davon erteilt der Bund-Länder-Beschluss vom gestrigen Tage Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygiene-Regeln möglich sind, offensichtlich keine grundsätzliche Absage. Ob vor diesem Hintergrund Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga als Großveranstaltungen mit – und wenn ja, mit wie vielen – Stadionbesuchern stattfinden können, wäre auf lokaler Ebene zu klären."