23. Januar 2021 / 20:24 Uhr

Hertha-Horror nach klarer Pleite gegen Werder Bremen immer schlimmer – Druck auf Trainer Labbadia wächst

Hertha-Horror nach klarer Pleite gegen Werder Bremen immer schlimmer – Druck auf Trainer Labbadia wächst

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC verliert auch gegen Werder Bremen. Berlin-Trainer Bruno Labbadia (kleines Bild) gerät immer mehr unter Druck.
Hertha BSC verliert auch gegen Werder Bremen. Berlin-Trainer Bruno Labbadia (kleines Bild) gerät immer mehr unter Druck. © Getty Images
Anzeige

Hertha BSC hat die nächste klare Pleite kassiert: Gegen Werder Bremen verloren die ambitionierten Berliner 1:4. Der Druck auf Trainer Bruno Labbadia dürfte weiter zunehmen. Auch Manager Michael Preetz steht in der Kritik.

Anzeige

Hertha BSC rauscht ungebremst immer tiefer in die Krise. Die Berliner verloren am Samstagabend mit 1:4 (1:2) gegen Werder Bremen und könnten im Falle eines Kölner Sieges am Sonntag bei der TSG Hoffenheim auf den 15. Tabellenplatz abstürzen. Auch für Trainer Bruno Labbadia und den bei den Fans stark in die Kritik geratenen Manager Michael Preetz dürfte die Luft angesichts nur eines Sieges aus den vergangenen acht Bundesliga-Spielen immer dünner werden. Werder pirscht sich durch den Dreier derweil an das gesicherte Mittelfeld des Klassements heran. Die Tore für die Bremer gelangen Davie Selke (10.), Ömer Toprak (29.), Leonardo Bttencourt (57.) und Josh Sargent (77.). Für die Berliner traf einzig Jhon Cordoba (45.+2).

Anzeige

Für die Hertha stand die Partie von Anfang an unter keinem guten Stern. Schon vor dem Anpfiff hatten sich rund 250 Fans vor dem Olympiastadion versammelt, um den Rücktritt von Preetz und der Klubführung um Präsident Werner Gegenbauer zu fordern. Preetz selbst gestand dann unmittelbar von Beginn des Spiels ein, dass die Mannschaft keine Einheit bilde und auch Labbadia verdeutlichte mit einer harten Personalentscheidung, dass als Leistungsträger eingeplante Profis derzeit keine Hilfe sind. So strich er Stürmer Dodi Lukebakio aus dem Kader und lieferte eine deutliche Begründung.

Hertha BSC in Noten: Die Einzelkritik zum 1:4 gegen Werder Bremen

Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Hertha BSC in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Hertha BSC in der Einzelkritik. ©

"Es war in dieser Saison zu viel – dass er die Dinge nicht umgesetzt hat und das Potenzial nicht umgesetzt hat. Wir waren überhaupt nicht zufrieden mit Köln, aber auch mit der Einwechslung gegen Hoffenheim. Die Trainingsleistung hat auch danach nicht gestimmt. Man muss die Leute auch mal aufwecken", meinte der Coach bei Sky. Die Botschaft schien das Team allerdings nicht wirklich erreicht zu haben. Einmal mehr startete der Hauptstadtklub mit wenig zwingende und zuweilen nachlässigen Aktionen in eine Begegnung. Der frühe Rückstand war die beinahe logische Folge. Maximilian Mittelstädt foulte Romano Schmid im Strafraum und ausgerechnet Hertha-Leihgabe Selke verwandelte den fälligen Elfmeter sicher.

Hertha suchte nach einer Antwort und schien sie tatsächlich schnell gefunden zu haben. Jean-Manuel Mbom bracht Matheus Cunha zu Fall – und auch die Berliner durften sich vom Punkt versuchen. Cunha trat selbst an und erledigte die Aufgabe eher kläglich. Wie schon Krzysztof Piatek unter der Woche beim 0:3 gegen die TSG Hoffenheim verschoss der Brasilianer den Strafstoß, Werder-Keeper Jiri Pavlenka parierte (22.) Passend zur aktuellen Situation der Hertha dauert es im Anschluss nicht lang, bis stattdessen die Bremer trafen. Nahezu unbedrängt versenkte Toprak den Ball im Anschluss an eine Ecke zum zweiten Werder-Tor im Netz.


Mehr vom SPORTBUZZER

Die Gäste konzentrierten sich danach verstärkt auf die Defensive, die Berliner vermochten es trotz spürbarem Engagement kaum, für Unruhe in der Werder-Hintermannschaft zu sorgen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sendete Labbadias Mannschaft dann aber doch noch ein klares Lebenszeichen. Nach starker Flanke von Peter Pekarik traf Cordoba und sorgte dafür, dass die Hertha doch noch mit ein wenig Hoffnung in der Kabine verschwinden konnte.

Mit Wiederbeginn mühten sich die Platzherren weiter, für Zählbares zu sorgen. Die Treffer gelangen jedoch Werder. Auf Zuspiel von Maximilian Eggestein schoss Bittencourt wie aus dem Nichts das 3:1 für die Gäste. Sargent setzte schließlich mit einem platzierten Rechtsschuss den Schlusspunkt.