01. November 2020 / 10:03 Uhr

Hertha BSC will Negativtrend stoppen - Labbadia vor 100. Trainer-Sieg

Hertha BSC will Negativtrend stoppen - Labbadia vor 100. Trainer-Sieg

dpa
Berlins Trainer Bruno Labbadia braucht mit seiner Hertha ein Erfolgserlebnis gegen den VfL Wolfsburg.
Berlins Trainer Bruno Labbadia braucht mit seiner Hertha ein Erfolgserlebnis gegen den VfL Wolfsburg. © Sven Hoppe/dpa
Anzeige

Macht Bruno Labbadia die glorreichen Sieben komplett? Mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg würde der Trainer von Hertha BSC zu einem illustren Bundesliga-Zirkel gehören. Die Berliner brauchen dringend einen Erfolg, um ihre Negativserie zu beenden.

Anzeige

Hertha BSC will seine Negativserie beenden und nach insgesamt vier Niederlagen den ersten Saison-Heimsieg im Olympiastadion feiern. Gegner VfL Wolfsburg weckt besonders bei Trainer Bruno Labbadia noch besondere Emotionen. Der Coach der Berliner könnte am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen seinen Ex-Club in der Fußball-Bundesliga eine besondere Marke erreichen. Zuschauer sind wegen der Corona-Beschränkungen nicht zugelassen.

Anzeige

PERSONAL: Spielt er oder spielt er nicht? Mattéo Guendouzi brennt nach seiner Last-Minute-Leihe vom FC Arsenal und der überstandenen Corona-Infektion auf sein Debüt im Hertha-Trikot. Labbadia wollte sich bis zuletzt nicht festlegen, ob der 21 Jahre alte Franzose schon bereit ist, seine Rolle im zuletzt so fragilen Mannschaftsgefüge der Hertha zu finden. Nach Verletzungen nicht einsatzbereit sind weiter Jordan Torunarigha und Santiago Ascacibar. Deyovaisio Zeefuik sitzt seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Leipzig-Spiel ab.

Mehr zu Hertha BSC

AUSGANGSLAGE: Noch hat Hertha BSC kein Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Gegen Frankfurt (1:3) und Stuttgart (0:2) gab es zwei Pleiten. Inklusive der guten, aber nutzlosen Auftritte in München (3:4) und Leipzig (1:2) stehen vier Niederlagen zu Buche. Im Vorjahr musste Trainer Ante Covic nach einer solchen Herbst-Serie gehen. Bruno Labbadia steht als aktueller Coach nicht infrage, hofft aber auf drei Punkte: «Die Mannschaft braucht das, es würde uns allen gut tun», sagte der Coach. Kontrahent Wolfsburg hat auch erst ein Saisonspiel gewonnen, ist aber bei vier Unentschieden noch ungeschlagen.

Durch die Relegation in den Europacup

VERGANGENHEIT: 16 Monate war Labbadia Trainer in Wolfsburg. Er führte die Niedersachsen durch die Relegation und dann in den Europacup. Trotzdem folgte die Trennung. Die Chemie mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke stimmte nicht. Dennoch war die Zeit in der VW-Stadt prägend. Labbadia zeigte mit dem Aufschwung aus dem Tabellenkeller Richtung internationale Plätze genau das, was nun auch in Berlin von ihm erwartet wird.

GLORREICHE SIEBEN: Mit einem Erfolg würde Bruno Labbadia seinen 100. Sieg als Bundesliga-Trainer feiern und in einen illustren Kreis einziehen. 100 oder mehr Siege als Trainer und als Spieler schafften vor ihm nur Jürgen Röber, Winfried Schäfer, Friedhelm Funkel, Thomas Schaaf, Felix Magath und Jupp Heynckes.