02. Januar 2019 / 15:04 Uhr

Hertha BSC: Winterliches Berlin statt sommerliches Trainingslager

Hertha BSC: Winterliches Berlin statt sommerliches Trainingslager

dpa
Der Chef-Coach Pal Dardai ist bester Laune.
Pal Dardai wird die Mannschaft von Hertha BSC am Donnerstag um 10 Uhr zum Trainingsauftakt bitten. © dpa
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Bundesliga: Hertha BSC startet am Donnerstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Bundesliga.

Winterlicher Auftakt statt Flug in die Sonne: Die Profis von Hertha BSC starten an diesem Donnerstag die Vorbereitung auf die Rückrunde - und werden wie schon im Vorjahr Berlin nicht für ein Trainingslager verlassen. Wie sonst nur RB Leipzig, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim aus der Fußball-Bundesliga bleibt das Team von Pal Dardai in der Heimat.

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Rückrundenstart schon am 20. Januar

„Die Wintervorbereitung ist wieder richtig kurz“, sagte der Coach vor der ersten Einheit auf dem Schenkendorffplatz (10 Uhr). „Wenn wir fünf Tage wegfahren würden, würden wir danach zurück nach Berlin kommen und uns beschweren, wie kalt, dunkel und schlecht hier alles wäre.“ Und kühl dürfte es bei erwarteten Temperaturen um den Gefrierpunkt am Donnerstag definitiv werden.

Hertha BSC belegt nach der Hinrunde 2018/19 Platz acht in der Bundesliga - der SPORTBUZZER vergibt das Zwischenzeugnis:

Hertha BSC belegt nach der Hinrunde 2018/19 Platz acht in der Bundesliga - der SPORTBUZZER vergibt das Zwischenzeugnis. Zur Galerie
Hertha BSC belegt nach der Hinrunde 2018/19 Platz acht in der Bundesliga - der SPORTBUZZER vergibt das Zwischenzeugnis. ©

In den zweieinhalb Wochen vor dem Beginn der zweiten Halbserie beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg am 20. Januar haben die Berliner für ein Testturnier zugesagt. Bei der ersten Teilnahme am Telekom Cup am 13. Januar in Düsseldorf geht es über 45 Minuten gegen Borussia Mönchengladbach und Gastgeber Fortuna oder den FC Bayern. „Gegen Nürnberg werden wir gut vorbereitet in die Partie gehen“, verspricht Dardai in einem Interview auf der Vereins-Internetseite.

Hoffen auf die Verletzten

Dafür darf der Ungar auf die Rückkehr einiger zuletzt dauerverletzter Stammkräfte hoffen. Innenverteidiger Karim Rekik stand gemeinsam mit seinem niederländischen Landsmann Javairo Dilrosun schon vor Silvester für individuelle Extraeinheiten auf dem Trainingsplatz. „Ich will einfach noch schneller richtig fit werden“, sagte Rekik, der seit Mitte November mit einem Muskelfaserriss gefehlt hatte, der „Bild“ und „BZ“. „Ich stamme aus einer muslimischen Familie. Es war also nicht schlimm, dass wir nicht so viel Zeit für Weihnachten hatten.“

Sehnlich wird auch die Rückkehr von Marko Grujic beim Hauptstadtclub erwartet. Der Serbe fehlte zum Hinrundenende als ordnende Kraft im Mittelfeld wegen einer Sprunggelenkverletzung. Seine Zwangspause war auch ein Grund, warum Hertha auf Rang acht abrutschte und mit Rückstand auf die Europapokalplätze in die Rückserie startet.

Grujic soll bleiben

Ob Hertha den Leihspieler vom FC Liverpool über Ende Juni hinaus noch für eine weitere Saison gehalten werden kann, dürfte eines der bestimmenden Themen abseits des Platzes werden. „Ich kann nur sagen, dass ich permanent im Austausch bin mit Liverpool. Ich werde jedenfalls alles tun, wenn es soweit ist“, sagte Geschäftsführer Michael Preetz der „Berliner Zeitung“ und dem „Berliner Kurier“. Der Ex-Stürmer ermahnte die Berliner, keine Zufriedenheit in guten Phasen mehr aufkommen zu lassen - setzt aber auf einen weiteren Entwicklungsschritt: „Ich glaube, dass wir in einer guten Ausgangsposition sind, um in der Rückrunde voll durchstarten zu können.“


Dafür fordert Dardai von seinen Spielern die Rückkehr zu den starken spielerischen Ansätzen, die unter anderem zu Heimsiegen über Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern geführt hatten. „Wir müssen den Ball noch häufiger durchstecken, noch präziser passen und flanken“, sagte der 42-Jährige. „Wir haben handlungsschnelle und intelligente Fußballer. Wenn wir diese richtig zusammenstecken, dann funktioniert die Sache." "Wenn wir nochmal 24 Punkte holen, und am Ende bei 48 Punkten stehen, bin ich zufrieden“, nannte Dardai in der „Bild“ seine Wünsche für die Rückrunde des Tabellen-Achten.