01. November 2020 / 19:56 Uhr

Offener Schlagabtausch in Berlin: Hertha BSC und Wolfsburg treten auf der Stelle

Offener Schlagabtausch in Berlin: Hertha BSC und Wolfsburg treten auf der Stelle

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schenkten sich nichts: Die beiden Ex-Mainzer Ridle Baku (l.) und Jhon Cordoba.
Schenkten sich nichts: Die beiden Ex-Mainzer Ridle Baku (l.) und Jhon Cordoba. © imago images/Jan Huebner
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Hertha BSC und der VfL Wolfsburg bleiben in der Bundesliga im Mittelmaß gefangen. Während insgesamt überlegene Berliner bereits seit fünf Spielen auf einen Sieg warten, sind die Remis-Könige aus Wolfsburg zwar ungeschlagen. Die fünfte Punkteteilung im sechsten Spiel hilft den Niedersachsen aber nur bedingt weiter.

Der VfL Wolfsburg bleibt in der Bundesliga ungeschlagen - hängt allerdings weiter im Mittelfeld der Tabelle fest. Beim kriselnden Hauptstadt-Klub Hertha BSC erkämpften die Niedersachsen in einem sehenswerten Spiel vor Geisterkulisse im Berliner Olympiastadion ein 1:1 (1:1). Es war bereits das fünfte Unentschieden im sechsten Liga-Spiel dieser Saison für die Gäste, die auf dem zehnten Platz stagnieren. Die ambitionierte und insgesamt überlegene Hertha, die durch Matheus Cunha (6.) früh in Führung gegangen war, dann aber den Ausgleich durch Ridle Baku (21.) hinnehmen musste, ist lediglich Tabellen-14. und wartet mittlerweile seit fünf Spielen auf den zweiten Saisonsieg.

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Hertha-Trainer Bruno Labbadia, der seinen 100. Bundesliga-Sieg als Trainer erneut verpasste, setzte gegen seinen Ex-Klub noch nicht auf Neuzugang Mattéo Guendouzi in der Startformation. Die Leihgabe vom FC Arsenal saß nach auskurierter Corona-Infektion zunächst auf der Bank, wurde erst im Laufe des zweiten Durchgangs eingewechselt. Labbadia brachte die gleiche Anfangs-Elf wie beim 1:2 bei RB Leipzig in der Vorwoche. Bei den Wolfsburgern fehlte Maximilian Arnold, der abreiste, da die Geburt seines Kindes bevorstand. Zudem fiel Kapitän Joshua Guilavogui wegen eines Muskelfaserriss aus. Im Vergleich zum 2:1 gegen Arminia Bielefeld standen Xaver Schlager, Yannick Gerhardt und Josip Brekalo neu in der Startelf.

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Die erste Halbzeit war über weite Strecken ausgeglichen - und dementsprechend auch offensiv abwechslungsreich. Schon in der dritten Minute lag der Ball im Tor der Gastgeber, der frühere Maximilian Philipp hatte nach einem Pfostenschuss von Wout Weghorst aus kurzer Distanz das vermeintliche 1:0 für die Wolfsburger erzielt. Er stand jedoch knapp im Abseits, weshalb der Treffer wieder zurückgenommen wurde. Das erste Tor ließ dennoch nicht lange auf sich warten - es fiel für die Berliner. Dodi Lukebakio dribbelte sich in den VfL-Strafraum, wo er Cunha fand. Der Brasilianer, um dessen Zukunft es gerade in Vertragsverhandlungen geht, rutschte bei seinem Abschluss von der Strafraumkante zwar kurios ab, überwand Wolfsburgs Torwart Koen Casteels aber trotzdem - 1:0 für die Hertha (6.).

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Ridle Baku schießt erstes Tor für Wolfsburg

Die Remis-Könige aus Wolfsburg blieben jedoch ebenso aktiv. Einen Schuss von Brekalo konnte Hertha-Keeper Alexander Schwolow abwehren (17.), der nächste gefährliche Versuch der Niedersachsen war aber drin: Ein toller, kraftvoller Linksschuss von Baku ließ Schwolow diesmal keine Chance - 1:1 (21.). Die nächste brisante Situation resultierte nach einem vermeintlichen Foul von Weghorst an Hertha-Neuzugang Omar Alderete in einem Foulelfmeter, der nach VAR-Eingriff jedoch von Schiedsrichter Martin Petersen zurückgenommen wurde (35.). So ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen.

Auch nach Wiederanpfiff lieferten sich beide Mannschaften ein ansehnliches, intensives Spiel. Cunha probierte es mit einem direkten Freistoß, Casteels hatte aber keine Probleme (50.). Hertha riss die Kontrolle zunehmend an sich: Casteels parierte mit den Füßen stark gegen Lukebakio (53.) und Jhon Cordoba (58.) und hielt in dieser Phase so den Punkt fest. Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner reagierte nun, brachte mit Admir Mehmedi und Joao Victor frisches Offensiv-Personal, das den Gästen wieder etwas mehr Spielkontrolle zusicherte. Die dickste Möglichkeit zur Führung hatte doch Hertha - nach einem Abspielfehler des früheren Herthaners John Anthony Brooks verhinderte dessen Abwehrkollege Maxence Lacroix mit einem überragenden Tackling gegen den einschussbereiten Cordoba ein sicheres Tor (72.). Auf der Gegenseite köpfte Weghorst Zentimeter vorbei (78.). Boyata traf mit seinem Kopfball auf der Gegenseite nur Casteels (84.).