11. Februar 2020 / 14:00 Uhr

Hertha-Profi Marko Grujic nach Rücktritt von Jürgen Klinsmann: "Wir sind verwirrt"

Hertha-Profi Marko Grujic nach Rücktritt von Jürgen Klinsmann: "Wir sind verwirrt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marko Grujic (l.) gibt nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann (r.) einen Einblick in das Seelenleben der Hertha-Profis
Marko Grujic (l.) gibt nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann (r.) einen Einblick in das Seelenleben der Hertha-Profis © imago images/Matthias Koch
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Mit großer Verwunderung und Unglauben hat die Mannschaft von Hertha BSC auf den Rücktritt von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann reagiert. Marko Grujic sprach von einer "seltsamen Nachricht."

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Die Profis von Hertha BSC haben mit Verwunderung und Unglauben auf den überraschenden Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann reagiert. "Wir haben uns im Meeting-Raum getroffen und dachten, dass wir das Spiel gegen Mainz analysieren", erklärte Mittelfeldspieler Marko Grujic die Abläufe am Dienstagmorgen: "Wir sind nach dieser seltsamen Nachrichten verwirrt. Es gab keine Anzeichen dafür. Wir sind sehr traurig." Gründe für seinen Entschluss habe Klinsmann dem Team gegenüber nicht genannt. Grujic wirkte bei seinen Ausführungen niedergeschlagen. Ob dies für weitere Teile des Team gilt und ob die Einfluss auf die Leistung im nächsten Bundesliga-Spiel am Samstag beim SC Paderborn haben wird, muss abgewartet werden.

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Nationalspieler Niklas Stark sagte am Dienstag lediglich: "Es ist alles viel zu frisch." Flügelstürmer Javairo Dilrosun sagte der Bild: "Das ist ein großer Verlust für uns. Ich habe sehr gern mit ihm zusammengearbeitet, er war eine große Persönlichkeit. Jetzt herrscht hier natürlich Chaos im Klub. Wir müssen Samstag unbedingt gewinnen, damit es ruhiger wird." Für Abwehrspieler Dedryck Boyata war Klinsmanns Abgang "ein großer Schock".

Manager Michael Preetz kalt erwischt

Kalt erwischt wurde von der Nachricht auch Geschäftsführer Michael Preetz, der von Klinsmann erst nach Investor Lars Windhorst über den Entschluss in Kenntnis gesetzt worden war. "Wir sind von dieser Entwicklung am Morgen überrascht worden. Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen. Über die weiteren Entwicklungen werden wir zu gegebener Zeit informieren", erklärte der Manager auf der Vereins-Homepage.

Weiter heißt es dort, dass der bisherige Klinsmann-Assistent Alexander Nouri und das aktuelle Trainer-Team "zunächst einmal" das Training der Mannschaft übernehmen werden. Wer die Mannschaft nach dem Klinsmann-Abgang beim anstehenden Bundesliga-Spiel in Paderborn betreuen wird, blieb offen. Nouri verfügt allerdings bereits über Erfahrung in verantwortlicher Position. Von 2016 bis 2017 war er Cheftrainer bei Werder Bremen.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©
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Klinsmann hatte seinen Abgang am Dienstagmorgen via Facebook verkündet und dabei vereinsinterne Spannungen angedeutet. "Als Cheftrainer benötige ich (...) für diese Aufgabe, die noch nicht erledigt ist, auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden", hieß es in seinem Post. Seinen Posten als Aufsichtsratsmitglied der Berliner will der 55-Jährige jedoch weiter wahrnehmen.

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