25. September 2020 / 23:30 Uhr

Hertha-Torwart Schwolow kritisiert Team nach Pleite gegen Frankfurt: "Fast wie eine Schülermannschaft"

Hertha-Torwart Schwolow kritisiert Team nach Pleite gegen Frankfurt: "Fast wie eine Schülermannschaft"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Keeper Alexander Schwolow hat die Einstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht gefallen.
Hertha-Keeper Alexander Schwolow hat die Einstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht gefallen. © Getty Images/imago images/Jan Huebner/Montage
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Schwacher Heim-Auftakt in die neue Saison: Hertha BSC hat vor allem aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit das erste Heimspiel der Saison klar verloren. Torwart Alexander Schwolow war nach der Pleite gegen Eintracht Frankfurt bedient.

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Als die Hertha-Spieler in die Ostkurve trotteten, riefen ihnen nur noch ein paar Dutzend Fans das bekannte „Ha, Ho, He“ zu. Die anderen der 4000 Zuschauer, die erstmals wieder im Olympiastadion sein duften, suchten schnell und ohne große Emotions-Ausbrüche das Weite. Eine mutige und effektive Eintracht hatte die Fan-Rückkehrer und die Berliner Profis gleichermaßen geschockt. Die Frankfurter siegten zum Auftakt des 2. Spieltages in der Bundesliga in Berlin mit 3:1 (2:0) und überholten in der Tabelle mit vier Punkten den Hauptstadtklub, der drei Zähler hat. Hertha-Torwart Alexander Schwolow störte sich vor allem an der Leistung seines Teams im ersten Durchgang - und fand nach Abpfiff bei DAZN klare Worte.

Schwolow, der im dritten Hertha-Pflichtspiel nach seinem Wechsel vom SC Freiburg seine Gegentore Nummer sieben, acht und neun kassiert hatte, zeigte sich sichtlich genervt von seinen Vorderleuten. "Wir haben die erste Halbzeit verpennt", stellte der 28 Jahre alte Nachfolger von Rune Jarstein als Berliner Stammkeeper fest. So hätten sich die Hertha-Spieler in den Zweikämpfen von den Frankfurtern "abkochen" lassen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Man hat im letzten Spiel gegen Bremen gesehen, was wir können", so Schwolow. Hertha hatte sich nach dem Pokal-Aus bei Eintracht Braunschweig mit einem 4:1-Sieg bei Werder Bremen in der vergangenen Woche zurückgemeldet - doch die Euphorie sollte nicht allzu lange anhalten.

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Vom wiedererlangten Selbstbewusstsein war im ersten Spielabschnitt bei der Hertha nichts zu sehen. Frankfurt hätte zur Pause sogar noch höher führen müssen als "nur" mit 2:0 nach Treffern von André Silva (30. Minute, Foulelfmeter) und Bas Dost (36.). Reihenweise gingen die Zweikampf-Duelle an die Eintracht. Hertha hatte kaum Chancen: "Wir waren fast wie eine Schülermannschaft in der ersten Halbzeit. Das muss man so sagen", fällte Schwolow ein hartes Urteil.

Hertha-Trainer Labbadia: "Das, was wir wollten, hat definitiv gefehlt"

Auch Hertha-Trainer Bruno Labbadia musste "erstmal das Spiel verdauen, ich muss ehrlich sagen, das ist sehr schade", meinte er in Bezug auf die damit gedämpfte Euphorie. Er sah einen "verdienten Sieg" der Eintracht, vor allem in der ersten Halbzeit seien die Hessen besser gewesen. "Das, was wir wollten, vorne aggressiv draufgehen, hat definitiv gefehlt", kritisierte Labbadia, der zwar in der zweiten Hälfte eine Leistungssteigerung gesehen hatte, aber das 0:3 sei wieder "zu billig" gefallen.