22. April 2018 / 08:41 Uhr

Aus dem Hertha-Kader geworfen: Krasse Trainer-Schelte für Mitchell Weiser

Aus dem Hertha-Kader geworfen: Krasse Trainer-Schelte für Mitchell Weiser

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mitchell Weiser erlebt in Berlin zurzeit keine leichte Zeit.
Mitchell Weiser erlebt in Berlin zurzeit keine leichte Zeit. © Getty
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Hertha-Coach Pal Dardai fand klare Worte, um die momentane Verfassung des ehemaligen Bayern-Stars zu beschreiben - den er an seinem 24. Geburtstag auf die Tribüne verbannte.

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Mitchell Weiser gehört zu den Leistungsträgern von Hertha BSC - eigentlich. Beim klaren Sieg gegen Eintracht Frankfurt (3:0, SPORTBUZZER-Bericht) saß der ehemalige Bayern-Star allerdings nur auf der Tribüne. Und das nicht, weil er verletzt war, sondern weil - zumindest nach Meinung von Trainer Pal Dardai - die Leistungsbereitschaft überhaupt nicht stimmte. Und das, obwohl Weiser sich den Verein am Saisonende quasi aussuchen darf - neben Borussia Dortmund hat auch Bayer 04 Leverkusen Interesse. Trotzdem: Denkzettel für Weiser!

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Dardai nahm vor dem Spiel kein Blatt vor den Mund, zählte den 24-Jährigen öffentlich an. "Bei unserem letzten Gespräch vor sechs Wochen habe ich ihm noch mal angeboten, aus dem Leistungsloch rauszukommen, aber es ist nichts passiert", grollte der Trainer. Weiser und Dardai - es klingt sehr nach Eiszeit! Nach einer Zeit mit weniger Einsätzen (Mitte Februar bis Anfang März) stand Weiser zuletzt zwar wieder in der Startelf, der Erfolg hielt sich aber in engen Grenzen. Das ist Dardai nicht entgangen. Schon in der Vorwoche war er gegen Köln zur Pause ausgewechselt worden, nun überhaupt nicht dabei; und das ausgerechnet an seinem Geburtstag. Ein Schlag ins Gesicht.

"Die Laufbereitschaft stimmt auch nicht"

In Bildern: Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 0:3 (0:0).


Der Frankfurter Trainer Niko Kovac (r.) spricht vor dem Spiel mit seinem Berliner Kollegen Pal Dardai. Zur Galerie
Der Frankfurter Trainer Niko Kovac (r.) spricht vor dem Spiel mit seinem Berliner Kollegen Pal Dardai. © dpa

Doch damit allein nicht genug, denn Dardai hatte nach sechs Wochen Funkstille öffentlich Redebedarf. "Wenn einer immer wieder Stellungsfehler macht, nicht nach vorne hilft. Die Laufbereitschaft stimmt auch nicht", zürnte der Ungar. "Da muss man demjenigen einfach einen Denkzettel geben." Liegt es vielleicht auch daran, dass Weiser in den vergangenen Wochen mehr mit Zukunftsfragen befasst war? Obwohl er in Berlin noch bis 2020 unter Vertrag steht, halten sich Gerüchte über einen Abgang im Sommer. Eine Ausstiegsklausel besagt, dass der U21-Europameister für zwölf Millionen Euro wechseln darf.