04. April 2021 / 21:29 Uhr

Hertha-Trainer Dardai schimpft nach Remis gegen Union Berlin: "Habe meine Mannschaft nicht erkannt"

Hertha-Trainer Dardai schimpft nach Remis gegen Union Berlin: "Habe meine Mannschaft nicht erkannt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Hertha BSC hat im Berlin-Derby eine schwache Leistung abgeliefert. Trainer Pal Dardai ärgert sich.
Hertha BSC hat im Berlin-Derby eine schwache Leistung abgeliefert. Trainer Pal Dardai ärgert sich. © IMAGO/Matthias Koch/dpa/Montage
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Für Pal Dardai lief das Berlin-Derby zwischen Union Berlin und seiner Hertha alles andere als zufriedenstellend ab. Der Coach der "Alten Dame" schimpfte nach Abpfiff aufgrund der schwachen Leistung seines Teams. Vor allem im zweiten Durchgang.

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Zufrieden mit dem Punkt im Derby bei Union Berlin, aber mächtig angefressen wegen des Auftritts seiner Mannschaft: Nach dem 1:1 beim Stadtrivalen hat Hertha-BSC-Coach Pal Dardai bei Sky Dampf abgelassen. Er habe seine "Mannschaft nicht erkannt", sagte der Ungar angesichts der Spielweise seines Teams. Der selbsternannte "Big City Club" hinkt weiter den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher: Nach dem 27. Spieltag hat Hertha als 14. mit 25 Punkten nur zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsrängen und muss sich für den sicheren Ligaverbleib immer noch deutlich steigern.

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Das sieht auch Dardai so. Zwar nehme die Hertha "mit, was wir heute erarbeitet haben", aber in den kommenden Partien müssten die Berliner ein anderes Gesicht zeigen. Gegen Union habe man habe nicht nach vorn verteidigt und keine dynamische Balleroberung gehabt. "Das ganze Spiel müssen wir schnell vergessen", so Dardai. Das 3:0 zuletzt gegen Bayer Leverkusen sei ein befreiender Moment gewesen. "Heute war es wieder gelähmt."

Dardai aufgrund Hertha-Leistung bedient: "War irgendwie wieder Kopfsache"

Robert Andrich (10. Minute) traf für die Gastgeber in Köpenick, Dodi Lukebakio (35./Foulelfmeter) war für Hertha, die erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit aufwachte, erfolgreich. In der Schluss-Dreiviertelstunde belauerten sich beide Teams, ohne wirklich gefährlich zu werden und Glanzpunkte zu setzen. Während die Hertha nicht nur in der Anfangsphase erneut zu passiv war, konnte Union, das zuvor in dieser Spielzeit erst einmal zu Hause verloren hatte, das eigene Offensivspiel nicht mehr so erfolgreich aufziehen. Davon, dass die Hertha mit deutlich größeren Ambitionen als der Stadtrivale in die Saison gestartet war, war nichts zu sehen. Es sei "nicht okay" gewesen, dass seine Spieler in den zweiten 45 Minuten nur hinterher gerannt seien, so Dardai. "Es war irgendwie wieder Kopfsache", haderte der Coach. "Vielleicht muss ich viel reden. Ich habe sie diese Woche in Ruhe gelassen."

Ähnlich sah es Torwart Alexander Schwolow: Der 28-Jährige kam erstmals in der Liga unter Dardai zum Einsatz, weil sich der norwegische Stammtorhüter Rune Jarstein nach einem positiven Coronavirus-Test kurzfristig in Quarantäne befindet. "Die zweite Halbzeit war viel zu wenig. Das wissen wir alle", sagte der Sommer-Neuzugang vom SC Freiburg und machte konditionelle Nachteile seiner Mannschaft aus. In der Vorwärtsbewegung habe die Hertha "fast jeden Ball verloren. Ist ja klar, dass wir dann platt sind", so seine Erklärung. Kapitän Niklas Stark fügte an: Wir haben heute nicht das beste Spiel gemacht. Ganz eindeutig." Der Ex-Nationalspieler richtete den Blick jedoch schon nach vorn: "Den Punkt musst du erstmal holen. Wir gehen positiv in die nächsten Spiele rein."