10. September 2019 / 10:21 Uhr

Medien: Ex-Bundesliga-Profi Herzog rastet nach Israel-Pleite aus - Spieler weinen nach Ausbruch

Medien: Ex-Bundesliga-Profi Herzog rastet nach Israel-Pleite aus - Spieler weinen nach Ausbruch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Israels Trainer Andreas Herzog kann die Aufregung nicht verstehen.
Israels Trainer Andreas Herzog kann die Aufregung nicht verstehen. © imago images / DeFodi
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Israels Nationaltrainer Andreas Herzog war nach der EM-Quali-Niederlage in Slowenien (2:3) richtig geladen. Wie israelische Medien berichten, soll der frühere Bundesliga-Profi in der Kabine ausgerastet sein. Einige Spieler sollen deshalb geweint haben.

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In der Kabine der israelischen Nationalmannschaft soll es richtig gekracht haben. Offenbar ist Trainer Andreas Herzog nach der 2:3-Niederlage im EM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien ausgerastet. Seine Spieler seien naiv, würden dumme Fehler machen und würden nie was erreichen, soll Herzog gebrüllt haben.

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Wie israelische Medien berichten, soll der frühere Bundesliga-Spieler von Bayern München und Werder Bremen Flaschen durch die Kabine getreten haben - auch ein Tisch sei beim Wutanfall des Österreichers zu Bruch gegangen. Zudem haben offenbar einige Spieler wie beispielsweise Kapitän Bibras Natcho (Partizan Belgrad) geweint. Herzog schrie angeblich seine Akteure an: "Ihr seid naiv! Ihr werdet nie irgendwas erreichen!"

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Herzog stinksauer im TV-Interview: "Das ist nicht professionell, das macht keinen Spaß"

Auch in einem TV-Interview zeigte sich der israelische Nationaltrainer extrem angefressen. "Wenn du solche Gegentore bekommst, das ist nicht professionell, das macht keinen Spaß", sagte Herzog. Verärgert war er vor allem aufgrund des dritten Gegentreffers, als seine Mannschaft in der 90. Minute den Ball leichtfertig verloren hatte.

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„Wir sind nicht professionell genug. Wenn ich das dritte Gegentor sehe, das ist der Horror. Wir reden immer darüber, wovon wir träumen. Aber wir müssen die entscheidenden Dinge auf dem Platz machen. Und dann machen wir solch dumme Fehler und verlieren. Das ist nicht mehr lustig“, echauffierte sich Herzog im israelischen Fernsehen.

"Wir hätten die Chance gehabt zu gewinnen, und haben am Ende verloren. Wenn wir solche Fehler machen, werden wir uns nicht für die EM qualifizieren. Das ist bitter", sagte der frühe Bundesliga-Profi. Israel steht in der Quali-Gruppe G aktuell hinter Polen, Slowenien und Österreich auf dem vierten Platz. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt aktuell drei Punkte.

Israel hofft seit 1970 auf ein großes Turnier

Israel zeigte gegen Slowenien ein gutes Spiel und führte 2:1. Aber in der 90. Minute sorgte Benjamin Verbić für den Siegtreffer der Gastgeber, was den 103-maligen österreichischen Nationalspieler wohl zur Weißglut trieb. Herzog, der in der Bundesliga mit Werder Bremen deutscher Meister sowie Pokalsieger wurde und mit dem FC Bayern München 1996 den UEFA-Pokalsieg gewann, ist seit 1. August 2018 Nationaltrainer Israels.

Die Israelis, die auf das erste große Turnier seit 1970 hoffen, sind in der Gruppe G Vorletzter. Nur die beiden Gruppen-Ersten holen sich ein EM-Ticket. Nach Angaben israelischer Medien will der Verband trotz der Slowenien-Pleite mit Herzog weiterarbeiten.