14. August 2018 / 15:58 Uhr

Heung-min Son: Goldmedaille oder Militärdienst

Heung-min Son: Goldmedaille oder Militärdienst

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Heung Min Son droht das vorläufige Karriere-Ende.
Heung Min Son droht das vorläufige Karriere-Ende. © Getty Images
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Fußballer Heung-min Son droht eine unfreiwillige Unterbrechung seiner aktiven Karriere: Sollte der Südkoreaner in Diensten Tottenham Hotspurs nicht die am Wochenende in Indonesien beginnenden Asienspiele gewinnen, wird er zum Militärdienst in seiner Heimat herangezogen.

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Sie sind Heung-min Sons letzte Chance: Am 18. August beginnen in Jakarta (Indonesien) die Asienspiele 2018. Gewinnt Son mit Südkorea nicht Gold, droht ein eklatanter Karriereschaden. Denn: Jeder Südkoreaner muss bis zu seinem 28. Geburtstag einen mindestens 21-monatigen Militärdienst ableisten. Son droht eine lange Karrierepause, nur ein Sieg bei den Asienspielen könnte dem 26-Jährigen den Dienst noch ersparen.

Asienspiele nach WM-Aus letzte Chance

Der Hintergrund: Einzig bei besonderen sportlichen Erfolgen für das eigene Land ist die südkoreanische Regierung bereit, Sportlern eine Ausnahme zu gewähren. Dazu zählen etwa Erfolge bei den Olympischen Spielen, das Erreichen des Achtelfinals bei der Fußball-Weltmeisterschaft oder die Asienspiele. "Sollte die südkoreanische Nationalmannschaft dann die Goldmedaille holen, wären die Spieler vom Dienst befreit", erklärte der Verband. 2002 erreichte Ji-sung Park, bei Manchester United unter Vertrag stehend, mit Südkorea das WM-Halbfinale und konnte sich so vor dem Militärdienst retten. Dieser Zug ist für Son nach dem Ausscheiden Südkoreas in der Gruppenphase der WM in Russland aber bereits abgefahren.

Heung Min Son: Goldmedaille oder Militärdienst

Der letzte Strohhalm: die Asienspiele. Vorausgesetzt, die Tottenham Hotspurs stellen den Stürmer überhaupt für die Spiele frei. Die englische Premier League läuft seit dem vergangenen Wochenende wieder, die Spiele fallen in einen denkbar ungünstigen Zeitraum. Und sollte Südkorea seinen Titel von vor vier Jahren dort nicht wiederholen können, droht Son ohnehin dasselbe Schicksal wie Golfer Sang-moon Bae, der 2015 eingezogen wurde und seine erfolgreiche Karriere (bereits 15 Profititel) unterbrechen musste.

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Anders als die meisten südkoreanischen Kicker hatte Son seinen Wehrdienst nicht vor Beginn seiner eigentlichen Profikarriere abgeleistet, sondern begann seine Karriere in Europa schon mit 16 beim HSV. 135 Bundesliga- und 100 Premier-League-Spiele später könnte die Laufbahn des südkoreanischen Aushängeschildes jetzt vor einer abrupten Unterbrechung stehen.

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