30. Juni 2020 / 17:36 Uhr

200 Millionen Euro Unterstützung vom Bund: Hilfe für 3. Liga, Basketball, Handball und Co.

200 Millionen Euro Unterstützung vom Bund: Hilfe für 3. Liga, Basketball, Handball und Co.

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hallesche FC und der FC Magdeburg könnten von der Nothilfe des Bundes profitieren. 
Der Hallesche FC und der FC Magdeburg könnten von der Nothilfe des Bundes profitieren.  © Getty Images
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Die Corona-Krise hat den Profisport in eine finanzielle Krise gestürzt. Die Fußballklubs der 3. Liga und die Topligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball erhalten deshalb nun Unterstützung vom Bund. Dadurch sollen ausbleibende Zuschauereinnahmen kompensiert werden. 

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Die Fußball-Drittligisten sowie die Topligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball können dem Start der nächsten Saison etwas entspannter entgegensehen. Sie erhalten vom Bund eine Nothilfe von 200 Millionen Euro. Darauf einigten sich die Arbeitsgruppen der Koalitionsfraktionen am Dienstag, wie der CDU-Politiker Frank Steffel der Deutschen Presse-Agentur sagte.

„Ich habe die große Hoffnung, dass in den meisten Ligen alle Vereine unter schwierigen Bedingungen die kommenden Saison überstehen und wir nicht mit Insolvenzen in der laufenden Spielzeit konfrontiert werden“, sagte der Initiator des Hilfspakets, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll.

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Ausbleibende Zuschauereinnahmen werden erstattet

Die Nothilfe sehe vor, dass die ausbleibenden Zuschauereinnahmen in den Monaten April bis Dezember diesen Jahres mit 80 Prozent der Nettoerlöse nach Abzug der Verkaufsgebühren und Mehrwertsteuer erstattet werden. Maximal könne ein Verein eine Zuwendung von 800 000 Euro erhalten, wenn er zuletzt mehr als eine Million an Zuschauereinnahmen gehabt habe.

Profitieren kann vom Notpaket unerwartet auch die 3. Fußball-Liga der Männer. Ohne diese Hilfe wären unter den Vereinen aus kleineren und mittelgroßen Städten besonders im Osten des Landes - trotz beträchtlicher Gehaltsreduzierungen - erhebliche Insolvenzen zu erwarten, meinte Steffel. Dies sei sehr glaubwürdig gemacht worden. „Es gab aber eine politische Diskussion über die sehr schwierige Kommunikation der 3. Liga, die sich viel miteinander gezankt haben“, sagte Steffel. Ob auch die Frauen-Bundesliga auf diesen Geldtopf zugreifen kann, war zunächst unklar.

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Halle, Magdeburg, Chemnitz, Dresden oder Rostock: "Dann kommen sie nicht mehr auf die Füße"

Die Drittligisten sollten nicht dafür bestraft werden, dass sie sich ungeschickt verhalten hätten. „Wenn in Halle, Magdeburg oder Chemnitz, Dresden oder Rostock die Clubs erstmal weg wären, gilt das Gleiche wie anderswo: Dann kommen sie nicht mehr auf die Füße“, sagte Steffel. Der Bund leiste damit einen wesentlichen Beitrag zur Lizenzierung, weil die Ticketeinnahmen einen relativ großen Anteil bei den Lizenzverfahren einnehmen. Seriös hätte man vielen Vereinen sonst keine Lizenzen für die kommende Saison erteilen können.

„Ich habe die große Hoffnung, dass in den meisten Ligen alle Vereine unter schwierigen Bedingungen die kommende Saison überstehen werden und wir nicht mit Insolvenzen in der laufenden Spielzeit konfrontiert sind“, so Steffel. Ob das Geld ausreichen wird, um die Topligen durch die Corona-Krise zu bringen? Steffel: „Wenn es in der Rückrunde in den Ligen weiterhin massive Einschränkungen bei den Zuschauern geben sollte - wovon ich leider ausgehe -, dann werden wir darüber reden müssen, ob die Mittel erhöht werden müssen.“