12. Januar 2021 / 09:28 Uhr

Hilfe nach Wildschwein-Problem: Stadt will Plätze der SG Striesen schnell erneuern

Hilfe nach Wildschwein-Problem: Stadt will Plätze der SG Striesen schnell erneuern

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
An der Salzburger Straße wird der Trainingsbetrieb nach Ende der Corona-Pandemie wohl noch eine Weile nur stark eingeschränkt möglich sein.
An der „Salze“ wird der Trainingsbetrieb nach dem Ende der Corona-Pandemie eine Weile weiter nur eingeschränkt möglich sein. © Jochen Leimert
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Der SG Striesen kann aufatmen, denn nach den Verunstaltungen der Sportplätze durch Wildschweine erhält der Verein Unterstützung von der Stadt Dresden. Ein Elektrozaun soll aufgestellt werden und die Rasen repariert werden. Dies bedeutet allerdings auch, dass die Mannschaften ein halbes Jahr woanders unterkommen müssen.

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Dresden. Mehr gute als schlechte Nachrichten gab es am Montag für die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten SG Striesen. Erfreulich war, dass die nicht vollständige Umzäunung des von starken Wildschwein-Schäden betroffenen Nachwuchszentrums an der Salzburger Straße in diesem Jahr geschlossen und die zerwühlten Rasenflächen erneuert werden sollen. Zudem stellt die Stadt als Sofortmaßnahme einen Elektrozaun zur Verfügung.

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Dass die zerstörten Plätze wiederhergestellt werden, löste aber nicht nur Freude aus: Befürchtungen, dass die betroffenen Plätze ein halbes Jahr nicht betreten werden können, bewahrheiteten sich nun. Obendrein machte der für den Flutgraben zuständige Revierjäger in der Nacht zum Montag zwar insgesamt 22 Schwarzkittel im nahen Umkreis aus, doch auf Abschüsse verzichtete der Weidmann wegen schlechter Sichtverhältnisse.

DURCHKLICKEN: So sieht es bei der SG Striesen auf

An der Salzburger Straße wird der Trainingsbetrieb nach Ende der Corona-Pandemie wohl noch eine Weile nur stark eingeschränkt möglich sein. Zur Galerie
An der Salzburger Straße wird der Trainingsbetrieb nach Ende der Corona-Pandemie wohl noch eine Weile nur stark eingeschränkt möglich sein. ©

Vom Sportstättenbetrieb hieß es am Montag, dass die im Herbst begonnene Neueinzäunung des Geländes nicht abgeschlossen werden konnte, weil alle im Haushalt 2020 eingestellten Mittel nur für den ersten Bauabschnitt gereicht hätten. Dem Verein, der das Sportgelände von der Stadt gepachtet hat, wurde zugesichert: „Der Abschluss der Baumaßnahmen erfolgt in diesem Jahr mit neuen Haushaltmitteln.“ Um die aus den umliegenden naturnahen Flächen eindringenden Wildschweine von neuen Besuchen abzuhalten, setzt die Stadt als Sofortmaßnahme nicht nur auf den Abschuss einzelner Tiere und die damit verbundene Vergrämung der restlichen, sondern auch auf die Aufstellung eines Elektrozaunes: „Dieser wurde nach dem aktuellen Schaden schnellstmöglich beschafft und wird diese Woche montiert“, teilte der Eigenbetrieb auf SPORTBUZZER-Anfrage mit.

A-Jugendplatz wird rasch repariert

Sobald es das Wetter zulässt, sollen der ramponierte B-Jugendplatz und der „Acker“ erneuert werden. In der Wiederherstellungsphase muss die SG Striesen aber mit einem Teil ihrer Jugendmannschaften umziehen. Der Eigenbetrieb prüft mögliche Ausweichplätze im gesamten Stadtgebiet mit Priorisierung auf das nähere Umfeld.

Der nur leicht beschädigte Tennenplatz wird rasch gewalzt, kann dann mit dem Platz der A-Jugend (nur am Rand etwas beschädigt) weiter genutzt werden. Der nach einer Überschwemmung 2018 verfaulte und erneuerte A-Platz wurde damals mit Sand und Granulat stabilisiert, Rollrasen verlegt. Dieser Unterbau hielt die Schweine jetzt vom Wühlen ab. Eine derartige Sanierung ist für die nun geschädigten Rasenplätze aber nicht geplant – sie ist zu teuer.