02. Juli 2020 / 13:46 Uhr

Märchenprinz und Tormaschine : Das ist die Top-Elf von Hilger Wirtz von Ellmendorff

Märchenprinz und Tormaschine : Das ist die Top-Elf von Hilger Wirtz von Ellmendorff

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gut gemacht Jungs: Es ist eine prominent besetzte Auswahl, die da bei Hilger Wirtz von Ellmendorff zusammengekommen ist.
Gut gemacht Jungs: Es ist eine prominent besetzte Auswahl, die da bei Hilger Wirtz von Ellmendorff zusammengekommen ist. © Debbie Jayne Kinsey
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Hilger Wirtz von Elmendorff, fast drei Jahrzehnte Trainer zahlreicher namhafter Klubs in der Region, stellt in der SPORTBUZZER-Serie "Große Nummern im kleinen Fußball" seine persönliche Top-Elf vor.

Welcher Torwart war der beste, welcher Stürmer hatte einen genialen Torriecher? Dieses Mal ist Hilger Wirtz von Elmendorff mit seiner Top-Elf an der Reihe. Der 55-Jährige hat mit dem SC Langenhagen, SV Arminia Hannover, SV Ramlingen/Ehlershausen und OSV Hannover zahlreiche namhafte Klubs trainiert. „Ich mache das jetzt seit 27 Jahren, da hätte ich locker drei Mannschaften zusammenstellen können“, sagt Wirtz von Elmendorff.

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Michael Jürgen (Tor): Unglaublich lange Arme und super Reflexe. Er hat mich schon als 18-Jähriger überzeugt und ist gleich Stammkeeper geworden. Sein einziges Manko: Wenn er im Tor stand, habe ich meinen Spielern verboten, Rückpässe zu spielen. Mit dem Fuß war das eher Oliver-Kahn-Niveau. Hat seinen Weg gemacht und ist jetzt Torwarttrainer bei der Werder-Reserve.

Frank Weber (Abwehr): Ein Spieler mit starker Physis und Zweikampfstärke, ein echter Terrier. Nur wenn er über die Mittellinie ging, hat er Sachen versucht, von denen nur er wusste, was das sollte.

So sehen die Abschlusstabellen für die Mannschaften aus der Region Hannover nach Anwendung des Quotienten aus

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Marco Hansmann (Abwehr): Hat die linke Seite komplett mit seiner unglaublichen Energie beackert. Beeindruckte mit seinem Durchsetzungsvermögen und hat nie aufgegeben.

Jörg Brüning (Abwehr): Technisch ganz stark, musste nie Foul spielen, was einen guten Abwehrspieler auszeichnet. Ein absoluter Teamplayer mit einem hohem Maß an sozialer Kompetenz.

Niklas Tasky (Abwehr): War als junger Spieler beim SC Langenhagen der Shootingstar. Wenn er spielte, brauchte man sich keine Sorgen zu machen, dass hinten was passiert.


Marco Schwabe (Mittelfeld): Hat sich im Laufe der Jahre zum echten Anführer entwickelt. Er war einer der Spieler, die man lieber bei sich im Team hat. Nur wenn wir um den Maschsee gelaufen sind, mussten wir auf ihn warten. Waren wohl doch ein paar Zigaretten zu viel.

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Bruno Akrapovic (Mittelfeld): Kam zum Ende seiner Karriere mit 38 Jahren zu Arminia. Hat mit der Kugel am Fuß unglaubliche Sachen gemacht und keinen Ball abgegeben. Ein absolutes Vorbild, hat sich auf nichts ausgeruht.

Georg Schwarz (Mittelfeld): Der große Allrounder. Super Kopfballspiel, unglaubliche Ausdauer, treffsicher vor dem Tor: Er konnte alles. Musste leider zu früh mit dem Leistungssport aufhören.

Markus Erdmann (Sturm): Tormaschine mit perfektem Abschluss: Egal, ob mit rechts oder links, der Ball war fast immer drin. Er ist der einzige Spieler, den ich kenne, bei dem der Ball gepfiffen hat, wenn er an einem vorbeigeflogen ist.

Celles Moussa Doumbouyas Dribblingversuch scheitert, da Christopher Marre (re) gut verteidigt. Helge Heider (li) sicherte seinen Teamkollegen ab.
Celles Moussa Doumbouyas Dribblingversuch scheitert, da Christopher Marre (re) gut verteidigt. Helge Heider (li) sicherte seinen Teamkollegen ab. © Priesemann

Moussa Doumbouya (Sturm): Ist vor drei Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen und schreibt gerade mit seinem Vertrag bei Hannover 96 ein kleines Fußballmärchen. Ein Spieler mit überragenden Anlagen. Ich wünsche ihm, dass er seinen Weg geht.

Jürgen Mosert (Sturm): Mit ihm durfte ich zwei Jahre zusammenspielen – es war ein Genuss. Ein ganz feiner Fußballer, der auf engstem Raum die unglaublichsten Sachen gemacht hat. Einfach fantastisch.