30. November 2021 / 15:36 Uhr

Hinrunden-Fazit Kreisliga Gifhorn: Aufstieg in Rühen noch kein Thema, Wittingen unzufrieden

Hinrunden-Fazit Kreisliga Gifhorn: Aufstieg in Rühen noch kein Thema, Wittingen unzufrieden

Florian Walter
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Führen die A-Staffel der Kreisliga Gifhorn nach der Hinrunde an: Der SV Rühen (l.) und der SV Groß Oesingen.
Führen die A-Staffel der Kreisliga Gifhorn nach der Hinrunde an: Der SV Rühen (l.) und der SV Groß Oesingen. © Lea Behrens
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Die Hinrunde ist beendet, der Fußball-Kreis Gifhorn befindet sich in der XXL-Winterpause. Zeit für ein Zwischenfazit der 16 Coaches. Los geht's mit Teil eins der Staffel A.

Hinrunde beendet - die Fußball-Kreisliga Gifhorn befindet sich in der Winterpause. Die Trainer der 16 Teams ziehen ein erstes Zwischenfazit und wagen einen Ausblick auf die Rückrunde. Heute Teil eins der Staffel A mit SV Rühen, SV Groß Oesingen, VfL Knesebeck und VfL Wittingen.

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SV Rühen

Die Hinrunde lief für den SV Rühen nahezu perfekt. Ungeschlagen holte sich das Team die Herbstmeisterschaft, steht dazu im Pokal-Viertelfinale. Kein Wunder also, dass Trainer Jörg Jennerich zufrieden ist: „Das Fazit fällt absolut positiv aus. Ich muss ein Lob an das Team aussprechen. Unsere Auftritte waren überzeugend, wir stehen zu Recht dort oben.“ Gründe für den Erfolg gebe es mehrere: „Die Stimmung ist gut, wir haben eine große mannschaftliche Geschlossenheit. Auf dem Feld machen wir es vorn und hinten gut.“ Ist ein Aufstieg nun also Pflicht? Jennerich: „Wir haben noch nicht konkret über den Aufstieg gesprochen“. Die Hinrunden-Leistung zu wiederholen, sei jedenfalls keine leichte Aufgabe: „Da dürften wir dann ja überhaupt keine Schwäche zeigen.“ Die Rückrunde will Rühen weitestgehend mit unverändertem Kader angehen, vielleicht tut sich noch was auf der Zugangsseite. „Es gibt aber noch nichts zu verkünden."

SV Groß Oesingen

Der SV Groß Oesingen überwintert als Tabellenzweiter mit 16 Punkten. Trainer Torben König: „Wir sind voll im Soll, sind absolut zufrieden." Ein Erfolgsrezept sei vor allem die Einstellung seiner Mannschaft gewesen: „Die Trainingsbeteiligung war gut, die Stimmung positiv.“ Ein kleiner Dämpfer sei lediglich das Pokal-Aus beim SV Welat Gifhorn gewesen. „Das hat die Stimmung etwas gekillt, wir wären gern länger dabei gewesen.“ Als eine positive Erscheinung der Hinrunde hebt König Torjäger Sören Seidel heraus, der in der Liga bereits elfmal getroffen hat: „Er hilft uns mit seinen Toren enorm.“ Verbesserungsbedarf sieht der Übungsleiter bei seiner Mannschaft im Defensiv-Verhalten: „Wir haben lediglich einmal zu null gespielt, da kann man ansetzen.“ Das wird allerdings voraussichtlich ohne Neuzugänge geschehen. „Momentan sind keine Zu-, aber auch keine Abgänge geplant."

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VfL Knesebeck

Mit 14 Punkten belegt der VfL Knesebeck nach der Hinserie Platz drei, ist auch im Pokal noch dabei. „Damit sind wir mega zufrieden“, freut sich Co-Trainer Steffen Haven über die gezeigten Leistungen. „Wenn man bedenkt, dass wir vor der Saison einige Abgänge hatten und nun eine junge Mannschaft mit gleich sechs Spielern unter 20 stellen, muss man schon mehr als stolz sein.“ Ausschlaggebend für den Erfolg sei neben einer Spielweise „aus einer sicheren Defensive heraus, bei der wir aber vorn immer für Tore gut sind“, vor allem die Atmosphäre: „Wir haben eine tolle Stimmung und einen großen Zusammenhalt in der Mannschaft. So macht es einfach Spaß." Abgänge im Winter zeichnen sich nicht ab, auf der Zugangsseite vertraut man weiter auf den Nachwuchs: „Joel Reinecke aus der eigenen A-Jugend, der zuletzt auch schon im Training dabei war, nehmen wir dazu“, verrät Haven.

VfL Wittingen

Der VfL Wittingen rangiert mit neun Punkten auf Platz vier der Tabelle. „Um ehrlich zu sein, können wir mit dieser Ausbeute nicht zufrieden sein“, gibt Coach Naim Fetahu zu. Er erklärt: „Wir hatten zu Beginn eine schlechte Phase, das fing schon in der Vorbereitung an." Man habe sich dann aber gesteigert: „Gerade rechtzeitig, sonst hätte es auch schlimmer können." Der Coach, der den Verein nach der Saison verlässt, glaubt fest daran, dass sein Team es besser kann: „Ich kenne meine Mannschaft gut genug, wir können mehr. Richtig schlecht waren wir nur gegen Wesendorf an Spieltag zwei, ansonsten wurden wir von niemandem an die Wand gespielt.“ In der Rückrunde hofft Fetahu auf deutlich mehr Punkte, bleibt aber realistisch: „Nach ganz oben brauchen wir nicht mehr schielen. Und natürlich dürfen wir nicht noch mal so starten, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen.“ Dabei nicht mehr zur Verfügung stehen wird Jannes Grebe, der den Verein verlässt. Zugänge wird es keine geben.