28. November 2019 / 14:47 Uhr

Hinrundenfinale: SC Hemmingen-Westerfeld zu Gast bei der SpVgg Bad Pyrmont

Hinrundenfinale: SC Hemmingen-Westerfeld zu Gast bei der SpVgg Bad Pyrmont

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hemmingen feiert das zwischenzeitige 2:1durch Aron Gebreslasie beim Spiel gegen den VfL Bückeburg.
Hemmingen feiert das zwischenzeitige 2:1durch Aron Gebreslasie beim Spiel gegen den VfL Bückeburg. © Dennis Michelmann
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Das passt zur bislang doch etwas verkorksten Saison des SC Hemmingen-Westerfeld: Am Grünen Tische wurde das 3:1-Heimspiel gegen den VfL Bückeburg in eine 0:5-Niederlage umgewertet. Schuld war ein Wechselfehler der Hemminger. Gegen die SpVgg Bad Pyrmont soll die Hinrunde dennoch versöhnlich beendet werden.

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Wechselfehler kostet den letzten Heimsieg

Weil der Landesligist beim Heimspiel am 10. November gegen den VfL Bückeburg kurz vor Schluss den A-Jugendlichen Marvin Sierk eingewechselt hat, ist jetzt am grünen Tisch der 3:1-Sieg in eine 0:5-Niederlage umgewertet worden. Denn der SC-Youngster hatte am Vormittag desselben Tages bereits eine Halbzeit in der U19 mitgemischt – und genau das verbieten die Statuten.

Semir Zan: "Klar unser Fehler gewesen"

„Das war klar unser Fehler“, räumt Coach Semir Zan ein. „Die Personaldecke war so dünn, dass wir uns Unterstützung von den A-Junioren besorgt haben. Allerdings hatten wir diese Regelung nicht auf dem Schirm.“ Dieser Fauxpas sei umso ärgerlich, weil man damals ja bereits 3:1 geführt habe und nur noch sechs Minuten zu spielen gewesen seien. „Letztlich zeigt das, dass wir alle unseren Beitrag dazu geleistet haben, dass wir bisher eine arg durchwachsene Saison spielen.“

Hemminger Coach möchte Hinrunde versöhnlich beenden

In der Auswärtspartie am Sonnabend (16 Uhr) bei der SpVgg Bad Pyrmont hofft der Hemminger Coach dennoch auf eine gute Leistung und möglichst drei Punkte. „Damit könnten wir das erste Halbjahr versöhnlich beenden und mit etwas Rückenwind in die Winterpause und die anstehenden Gespräche gehen.“ Denn eines sei klar, betont der ehrgeizige Trainer: „Wir haben noch zwölf Spiele, liegen immer noch nur vier Punkte hinter Platz drei und wollen am Ende so weit oben wie möglich stehen.“

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Tabellenposition der SpVgg trügt

In Bad Pyrmont rechnet Zan mit einem intensiven, harten und engen Match. „Wir sollten uns nicht davon beeinflussen lassen, dass die Bad Pyrmonter derzeit Vorletzter sind.“ Zum einen hätten die Kicker aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont vier Partien weniger absolviert als das eigene Team, „zum anderen verfügen die schon über Qualität und vor allem enorm Erfahrung, wenn alle Mann an Bord sind – und sie spielen zu Hause“.

Viele Stammkräfte fehlen

„Die sind in der Lage, jedes Team der Liga zu schlagen.“ Außerdem fehlten in der eigenen Mannschaften ja etliche Stammkräfte: Außer Emmanouil Skountridakis, Can Tuna, Sebastian Baar, Steven Melz, Fabian Klein und Tim Hansmeier stehen in Bad Pyrmont auch Metehan Kayhan und Mahir Bingöl (beide im Urlaub) nicht zur Verfügung. „Wir laufen also auch nicht in voller Montur auf.“

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Naturgrün als schlechtes Omen?

Entscheidend werde sein, die speziellen Gegebenheiten – tiefer, vielleicht unebener Boden, schlechtes Wetter, harter, rustikaler Gegner – von der ersten Minute an voll anzunehmen. „Gefragt sind in erster Linie die kämpferischen Tugenden. Zunächst einmal müssen wir willens sein, Fußball zu arbeiten – erst danach kommt eventuell das Spielerische“, so Zan.

Dass die letzten Auftritte auf Naturgrün beim OSV (1:4) und in Eldagsen (1:3) in die Hose gingen und die Spiele auf der heimischen „Kunststoffwiese“ gegen den VfL Bückeburg (3:1) und den TuS Sulingen (1:0) gewonnen wurden, lässt Zan nicht als schlechtes Omen gelten;

„Fußball ist ja eigentlich ein Rasen- und nicht ein Kunstrasensport. Also müssen die Jungs damit umgehen können.“