17. Dezember 2017 / 13:22 Uhr

Hinrundenrückblick Teil 1: VfB Lübeck an der Spitze!

Hinrundenrückblick Teil 1: VfB Lübeck an der Spitze!

Clemens Behr
Partystimmung auf der Lohmühle! Die Spieler lassen sich vor der Haupttribüne feiern.
Partystimmung auf der Lohmühle: Die Spieler des VfB feiern den erfolgreichen Saisonauftakt gegen Oldenburg. © objectivo
Anzeige

Von der Saisoneröffnung gegen Oldenburg bis zum Zuschauerrekord gegen Altona

Anzeige
Anzeige

Traumstart, Pokalhorror, Last-Minute-Sieg, Schnoor-Transfer - der Saisonstart des VfB Lübeck hatte es in sich. Alle Highlights im ersten Teil unseres großen Hinrundenrückblicks zum Nachlesen:

1. Spieltag VfB Lübeck – VfB Oldenburg (2:0)

Saisoneröffnung bei sommerlichen Temperaturen auf der Lohmühle, der VfB Oldenburg und TV-Sender Sport1 zu Gast. Die neue Spielzeit in der Regionalliga Nord hätte für den VfB Lübeck wahrlich schlechter beginnen können. Zunächst rieben sich die 310.000 Zuschauer vor den Fernsehgeräten und die 2201 Zuschauer auf der Lohmühle aber die Augen. Die Oldenburger liefen tatsächlich mit neongelben Leibchen auf. Der Schiedsrichter hatte die Trikotfarben der beiden Teams (dunkelgrün und dunkelblau) als zu ähnlich befunden und die Niedersachsen hatten keinen Satz an Ausweichtrikots dabei – peinlich!

Auf dem Feld jedoch war der VfB das auffällige Team: Isitan, Löffler und Hoins brachten Tempo und Überraschungsmomente ins Spiel der Grün-Weißen, die man in der Vorsaison häufig vergeblich suchte. Am Ende des Abends stand ein 2:0-Erfolg für den VfB zu Buche. Highlight des Spiels: Yannick Deichmanns Traumpass auf Gökay Isitan vor dem 1:0, der vielleicht schönste Assist der Saison schon am 1. Spieltag. Nach dem Abpfiff feierten die Spieler vor der Haupttribüne noch gemeinsam mit den Fans „Karneval in Lübeck“. Der Stimmungsblock der VfB-Fans war aus Frust über die Posse um den Ausbau der Pappelkurve in den G6 Block umgezogen.

Zeremonie vor dem Anpfiff zur Regionalliga-Saison 2017/2018. Zur Galerie
Zeremonie vor dem Anpfiff zur Regionalliga-Saison 2017/2018. ©

2. Spieltag: Drochtersen/Assel – VfB Lübeck (3:2)

Mit viel Euphorie im Gepäck reiste der VfB nach dem Traumstart gegen Oldenburg am 2. Spieltag nach Drochtersen, um nach 90 Minuten mit genau so viel Frust wieder nach Lübeck zurückzukehren. Die 2:3 Niederlage war verdient. Darüber konnten auch Daniel Halkes zwischenzeitlicher Ausgleich in der 85. Minute und Landerls Fehlen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nicht hinwegtäuschen. Doch auch der VfB-Coach gestand einige Wochen später: „Die Niederlage in Drochtersen war ein Lernprozess zum richtigen Zeitpunkt.“

3. Spieltag: VfB Lübeck – BSV Rehden 

Fünf Spiele in Folge konnten die Lübecker gegen den „Angstgegner“ Rehden nicht gewinnen. Doch ein Dreier war Pflicht, um einen Fehlstart in die Spielzeit zu verhindern. Und das gelang, wenn auch mit viel Spielglück und einem prächtig aufgelegten Benjamin Gommert nach einer über weite Strecken biederen Leistung. Gary Noel, der wie verwandelt aus der Sommerpause kam („Ich habe sechs Kilo abgenommen.“), brachte den VfB spät auf die Siegerstraße (85.) und Hoins erhöhte mit seinem Debüttor nur drei Minuten später, sodass nach Abpfiff ein schmeichelhaftes 2:0 auf der Anzeigetafel über der Pappelkurve zu lesen war.

Viertelfinale im Landespokal: VfB Lübeck – SC Weiche Flensburg (4:6 n.E.)

Nur drei Tage nach dem Sieg gegen Rehden schon wieder ein Heimspiel für Grün-Weiß - Landespokalviertelfinale gegen Weiche Flensburg. Da die Kieler SV Holstein nach dem Aufstieg in Liga 2 nicht mehr für den Landespokal qualifiziert war und Neu-Regionalligist Eutin 08 schon einen Monat früher gegen den Husumer SV die Segel strich, kam es bereits Mitte August zum vorgezogenen „Finale“ im Landespokal. Das Spiel sollte allen Fans im Stadion sämtliche Nerven rauben. Dreimal ging der VfB in Führung, dreimal glichen die Fördekicker aus, um dann im Elfmeterschießen die Oberhand zu behalten. Nur einen Elfer konnten die Gastgeber durch Daniel Halke versenken, doch speziell Nico Löffler zog mit seinem lässig gelupften Schuss über die Querlatte den Zorn aller, die es mit dem VfB hielten, auf sich. Aus der Traum vom DFB-Pokal!

Alle Torschützen und Vorlagengeber des VfB Lübeck

Gary Noel: 13 Tore / 10 Vorlagen. Shakehands! Torjäger Noel ist mit 12 Toren treffsicherster Schütze der Lübecker und mit 23 Punkten der beste Scorer! Zur Galerie
Gary Noel: 13 Tore / 10 Vorlagen. Shakehands! Torjäger Noel ist mit 12 Toren treffsicherster Schütze der Lübecker und mit 23 Punkten der beste Scorer! ©

4. Spieltag: VfL Wolfsburg – VfB Lübeck

Wiedergutmachung war nach dem bitteren Pokalaus gegen Flensburg angesagt. Mit dem VfL Wolfsburg wartete in der Liga das erste Spitzenteam auf den VfB. Wie schon in der Vorwoche gegen Rehden waren die Grün-Weißen mit dem Glück im Bunde: Hinten hielt Gommert, was zu halten und auch eigentlich nicht zu halten war und vorne stand Joker Leon Dippert in der dritten Minute der Nachspielzeit, wo ein Stürmer zu stehen hat und murmelte den Ball irgendwie über die Linie – 1:0. Während die VfB-Bank in kollektiver Freude das Feld stürmte, feierten die mitgereisten VfB-Fans den Last-Minute-Sieg zur Melodie von „Hulapalu“. "Ein perfekter Schlusspunkt", befand Trainer Rolf Landerl.

FUT: Die besten Stürmer

Patrick Kluivert (Icons) - Preis: 725.000 - 1.4 Millionen Coins   Zur Galerie
Patrick Kluivert (Icons) - Preis: 725.000 - 1.4 Millionen Coins   ©

5. Spieltag: VfB Lübeck – Altona 93 

Montagabendspiel, Anstoß unter Flutlicht und 2406 Zuschauer. So gut besucht war ein Ligaspiel des VfB lange nicht mehr. Und auch Fernsehsender Sport1 schien Gefallen an der Lohmühle gefunden zu haben und übertrug das Spiel live. Neu-Sportdirektor Stefan Schnoor ließ im TV-Interview mit Sport1 (natürlich stilecht im Strandkorb) wissen, dass man sich gegen einen Aufstieg nicht wehren würde. Auch die Elf auf dem Platz schien so zu denken. Joshua Gebissa umkurvte nach schönem Steckpass von Gökay Isitan den Altonaer Schlussmann und traf zum 1:0. Der Vorlagengeber legte dann auch für Dippert zum 2:0 auf, der wie schon gegen Wolfsburg als Joker traf. Vier Siege in fünf Spielen, das änderte sich auch nach dem Anschlusstreffer der Hamburger zum 1:2 in der Nachspielzeit nicht mehr, sodass der VfB Ende August tatsächlich von der Tabellenspitze grüßte.