08. Mai 2022 / 20:12 Uhr

Hinten nachlässig, vorne harmlos: VfL Bückeburg pendelt Richtung Abstieg

Hinten nachlässig, vorne harmlos: VfL Bückeburg pendelt Richtung Abstieg

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Maurice Matz trifft zum zwischenzeitlichen 1:1. © Jörg Bressem
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In der Abstiegsrunde der Landesliga hat der VfL Bückeburg sein Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen verloren. Die Gastgeber präsentierten sich dabei absolut harmlos.

Dass der Klassenerhalt des VfL Bückeburg in dieser Saison am seidenen Faden hängt, dass vielleicht eine Ära zu Ende geht, wurde spätestens gestern bei der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Barsinghausen deutlich. Die Abwehrarbeit des Landesligisten war zu nachlässig und das Angriffsspiel zu belanglos. Weil obendrein noch eine gehörige Portion Pech hinzukam, gab es angesichts dieser Realitäten hinterher bei Zuschauern und Mannschaft lange Gesichter.

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„Solche Stürmer wie Robert Just und Tobias Kienlin haben wir derzeit halt nicht“, stellte VfL-Trainer Torben Brandt hinterher frustriert fest. Er hatte einen ähnlichen Verlauf vor Spielbeginn fast schon erahnt. Doch eigentlich hätte es in der ersten Halbzeit auch anders laufen können, wenn Alex Wagener nach zwei Minuten seine Großchance verwertet hätte und wenn der Lattenkracher des aktiven Julian Steierberg drin gewesen wäre.

Gegentore über die linke Seite

Auf der Gegenseite war Dodzi Julio Kotchi auf der rechten Angriffsseite der Gäste der alles entscheidende Spieler. Er nutzte den Raum, den Michel-David Kümmel ihm bereitwillig überließ zur Vorbereitung der zwei Tore der Gäste von Just (5.) und Kienlin (19.). Zwischendurch fiel ein schöner Ausgleichstreffer des VfL Bückeburg zum zwischenzeitlichen 1:1 durch den umstellten Maurice Matz mit einem Schuss von der Strafraumkante (9.). Mehr passierte beim VfL Bückeburg vorne in der zweiten Halbzeit aber auch nicht mehr.

Das Spiel der Platzherren war zerfahren wie so häufig beim Heimauftritten. Allenfalls beim Foul an Tobias Versick hätte der VfL Bückeburg nochmal ins Spiel kommen können. Schiedsrichter Jonas Meereis verlegte den Tatort aber nach außerhalb des Strafraums - eine Fehlentscheidung, wie Fotos hinterher eindeutig belegten.

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Ansonsten war die Leistung, die der VfL Bückeburg in der zweiten Halbzeit zeigte, äußerst ernüchternd. Barsinghausens Torwart Tim-Liam Freund verbrachte einen unbehelligten Nachmittag in der Frühlingssonne des Jahnstadions. Als dann auch noch Hammed Obisesan in der 69. Minute aus abseitsverdächtiger Position auf 3:1 für den TSV Barsinghausen erhöhte, war das Spiel angesichts der totalen Harmlosigkeit des VfL Bückeburg gelaufen.

„Das ist vielleicht wirklich nur Bezirksliga“, murmelte ein abwandernder Zuschauer vor sich hin und traf damit den Kern. Auch Gästespieler Benjamin Hartmann, der früher für den VfL Bückeburg spielte, fand: „Der Klassenhalt wird ganz schwer hier.“

VfL Bückeburg: Werner, Bartke, Struckmeier (79. Mut), Kümmel (74. Bremer), Matz (75. Rohrbach), Steierberg, Kühn, Evers, Vogt.

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