26. Februar 2019 / 17:58 Uhr

Historisch: Deutsche Skispringerinnen holen erstes WM-Gold im Teamwettbewerb

Historisch: Deutsche Skispringerinnen holen erstes WM-Gold im Teamwettbewerb

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Golden Girls: Katharina Althaus, Ramona Straub, Carina Vogt und Juliane Seyfarth (von links)
Golden Girls: Katharina Althaus, Ramona Straub, Carina Vogt und Juliane Seyfarth (von links) © dpa
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Die deutschen Skisprung-Frauen haben etwas Historisches geschafft: Sie gewannen bei der nordischen Ski-WM in Seefeld Gold im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb.

Die deutschen Skisprung-Frauen haben Gesichte geschrieben! Bei der nordischen Ski-WM haben die deutschen Skispringerinnen um Katharina Althaus Gold im Teamwettbewerb gewonnen. Diese Medaille wurde am Dienstag erstmals in der WM-Geschichte ausgesprungen, Deutschland ist der erste Titelträger.

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In der Besetzung Juliane Seyfarth, Ramona Straub, Carina Vogt und Katharina Althaus setzte sich das DSV-Quartett am Dienstag in Seefeld vor Österreich und Norwegen durch.

Deutschland wurde seiner Favoritenrolle vor 3400 Zuschauern an der Toni-Seelos-Schanze gerecht und entschied nach zwei Erfolgen im japanischen Zao und im slowenischen Ljubno auch den dritten Teamwettbewerb in diesem Winter für sich. Für das DSV-Team war es in Seefeld nach Titeln von Markus Eisenbichler, Eric Frenzel, dem Skisprung-Team und den Kombinierern Frenzel und Fabian Rießle schon die fünfte Goldmedaille bei dieser WM. Die Bilanz von Falun 2015 (fünf Titel) und Lahti 2017 (sechs Titel) ist damit schon nach 12 von 22 Wettkämpfen beinahe eingestellt.

Althaus freut sich über Medaillenchance

Für die deutschen Frauen ist es damit die erste Medaille im ersten Wettbewerb bei dieser WM - und dann gleich Gold. Erst vor wenigen Wochen wurde das Teamspringen in den WM-Kalender mit aufgenommen. Ursprünglich war solch ein Wettbewerb nicht geplant, der Skiverband Fis gab dem Bitten der Athletinnen aber nach. "Immerhin dürfen wir Frauen bei der WM im Mannschaftswettbewerb antreten. Wir haben dadurch drei Wettbewerbe mit drei Medaillenchancen", sagte Althaus zuvor im Interview mit dem SPORTBUZZER.

Allerdings: Beim kurzfristig ins WM-Programm genommenen Teamwettbewerb der Skispringerinnen erhalten die Athletinnen deutlich weniger Preisgeld als ihre männlichen Kollegen. Die Weltmeister-Mannschaft im österreichischen Seefeld bekommt lediglich rund 4.400 Euro. Für die deutschen Männer dagegen gab es beim Sieg am Sonntag rund 31.000 Euro für jeden Athleten. Begründet wird das mit der Tradition bei Titelkämpfen.