14. Januar 2023 / 09:26 Uhr

Historische "Blamage": Italienische Presse zerlegt Juventus nach Klatsche im Serie-A-Topspiel

Historische "Blamage": Italienische Presse zerlegt Juventus nach Klatsche im Serie-A-Topspiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Juventus Turin kassierte im Serie-A-Spitzenspiel eine empfindliche Pleite.
Juventus Turin kassierte im Serie-A-Spitzenspiel eine empfindliche Pleite. © Getty (Montage)
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Juventus Turin bekam am Freitagabend im Serie-A-Topspiel von Spitzenreiter SSC Neapel deutlich die Grenzen aufgezeigt. Die italienische Presse spricht von einer historischen "Blamage" der "Alten Dame", die dadurch den Anschluss an Platz eins verlor.

Italiens Rekordmeister Juventus Turin hat im Spitzenspiel der Serie A beim SSC Neapel eine historische Pleite kassiert. Die Turiner verloren am Freitagabend auswärts mit 1:5 (1:2) - das war die höchste Pflichtspielniederlage der stolzen "Alten Dame" seit knapp 30 Jahren. "Juve, die nächste Blamage", titelte Turins Tageszeitung Tuttosport am Samstag und deklarierte die Pleite als empfindliche "Ohrfeige". Zwischen Juve und Tabellenführer Neapel klaffe "ein Abgrund". La Repubblica sprach von einem "peinlichen" Auftreten mancher Spieler.

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Napoli dagegen baute seine Führung in der Meisterschaft aus und hat nun schon zehn Punkte Vorsprung auf Juventus. In der süditalienischen Hafenstadt dürfen die Tifosi immer mehr vom ersten Meistertitel seit 1990 und der Ära von Diego Maradona träumen. Die Gazzetta dello Sport schwärmte vom "Hurrikan Napoli", der über Juventus hinwegfegte. Die "Alte Dame" habe indes einen historischen "Zusammenbruch" erlebt und eine "Lektion" erteilt bekommen.

Torjäger Victor Osimhen (14./65. Minute), Khvicha Kvaratskhelia (39.), Amir Rrahmani (55.) und Eljif Elmas (72.) trafen für die Gastgeber. Der georgische Offensivspieler Kvaratskhelia, der in Anlehnung an Neapels Fußball-Heiligen Maradona von manchen schon Kvaradona gerufen wird - bereitete zudem drei Treffer vor. Tausende Tifosi feierten in der quirligen Stadt am Fuße des Vesuvs die ganze Nacht durch.

Nur Di Maria trifft für Juventus

Juventus dagegen muss einen herben Dämpfer verdauen, nachdem sich das Team nach einem schwachen Saisonstart zuletzt mit acht Meisterschaftssiegen in Serie wieder in die Spitzenregion der Tabelle vorgekämpft hatte. Der Treffer des argentinischen Weltmeisters Angel Di Maria (42.) reichte gegen entfesselte Neapolitaner nicht. Fünf Gegentore in der Serie A hatte Juventus letztmals im Mai 1993 kassiert, damals gab es gegen Pescara ebenfalls ein 1:5 - kurioserweise war der jetzige Juve-Coach Massimiliano Allegri damals einer der Torschützen für Pescara. Die erneute Klatsche habe "alte Wunden aufgerissen", so La Repubblica.

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Darüber hinaus steckt der Verein aus Norditalien wegen des Vorwurfs der Bilanzfälschung und Marktmanipulation weiter tief in der Bredouille - die Staatsanwaltschaft und die italienische Sportgerichtsbarkeit ermitteln. Juve drohen hohe Geldstrafen, Punktabzüge oder sogar der Ausschluss aus Wettbewerben.

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