20. Oktober 2019 / 18:35 Uhr

Historische Punkteteilung: Tim Kretschmann rettet dem Oranienburger FC das Remis (mit Galerie)

Historische Punkteteilung: Tim Kretschmann rettet dem Oranienburger FC das Remis (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Großer Jubel beim OFC nach dem späten Ausgleich.
Großer Jubel beim OFC nach dem späten Ausgleich. © Christoph Brandhorst
Anzeige

Brandenburgliga: Der Oranienburger FC Eintracht und der TuS Sachsenhausen trennen sich vor 880 Zuschauern 1:1-Unentschieden.

Anzeige
Anzeige

Oranienburger FC Eintracht – TuS Sachsenhausen 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Machut (70.), 1:1 T. Kretschmann (90.). Zuschauer: 880.

Die Oranienburger Spieler waren noch gar nicht ganz fertig mit dem Jubeln, da pfiff Schiedsrichter Justin Weigt das Stadtderby zwischen dem OFC und dem TuS Sachsenhausen ab. Das war der Schlusspunkt hinter einem über weite Strecken höhepunktarmen Duell der beiden Kreisstadt-Rivalen, das am Sonntag aber in die Derbyhistorie eingehen sollte: Erstmals in der jüngeren Vergangenheit teilten sich beide Mannschaften die Punkte.

Zumindest die Meinungen der Trainer gingen nach der Partie auseinander. „Der Punkt ist mehr als verdient. Eigentlich stand der TuS nur hinten und wollte aus seiner Defensive kommen“, sagte der Oranienburger Coach Enis Djerlek. Sein Gegenüber Marc Flohr sah das ganz anders: „Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben viel mehr Aktionen zum Tor. Das waren vielleicht keine hundertprozentigen Torchancen, aber insgesamt haben wir die deutlich besseren Möglichkeiten.“

In Bildern: Stadtderby: Oranienburger FC und TuS Sachsenhausen teilen die Punkte.

<b>Oranienburger FC Eintracht – TuS Sachsenhausen 1:1 (0:0).</b> Tore: 0:1 Machut (70.), 1:1 T. Kretschmann (90.). Zur Galerie
Oranienburger FC Eintracht – TuS Sachsenhausen 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Machut (70.), 1:1 T. Kretschmann (90.). © Christoph Brandhorst
Anzeige

Dabei waren Torszenen in der ersten Hälfte auf beiden Seiten Mangelware. Die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, wo immer hart, aber jederzeit fair um den Ball gekämpft wurde. Für den OFC hätte Christopher Schulze nach einem weiten Pass von Sanel Begzadic treffen können (10.), auf der anderen Seite landete Georg Machuts Direktabnahme nach Flanke von Andor Müller nur am Außennetz (14.). Viel mehr hatten die beiden Kontrahenten in den ersten 45 Minuten kaum anzubieten. Aus Djerleks Sicht hätte es nach Foul an Marc Markgraf noch einen „klaren Elfmeter“ geben müssen. Doch so ging es torlos in die Kabinen.

Der Derby-Liveticker zum Nachlesen

Nach der Pause nahm das Derby mehr Fahrt auf. Den ersten Abschluss verzeichnete zwar Begzadic für den Gastgeber (55., von Kevin Höpfner noch abgefälscht), doch mehr Druck machte der TuS. „Sachsenhausen hatte in der zweiten Halbzeit gut 25 Minuten. In dieser Phase gehen sie völlig verdient in Führung“, musste auch Tim Kretschmann anerkennen. Erst schoss Andor Müller nach einer Einzelaktion flach vorbei (56.), dann scheiterte Justin Pehl gleich doppelt, als Randy Kretschmann erst auf der Linie klärte und dann OFC-Torwart Sven Roggentin auch den Nachschuss reaktionsschnell parierte (67.). Drei Minuten später war es dann doch soweit: Georg Machut ließ Pascal Eichhorst außen stehen, zog in die Mitte und brachte Sachsenhausen mit einem satten Linksschuss in Front. Ohne Kommentar ging der Torschütze nach seinem ersten Stadtderby vom Platz.

Vielleicht lag es daran, dass es der TuS verpasst hatte, den Deckel auf die Partie zu machen und die Platzherren so noch einmal ihre Chance witterten. „Wir betteln, lassen den Gegner am Leben – das darf uns nicht passieren“, zeigte sich Sachsenhausens Dennis Wulff selbstkritisch. Er fand trotzdem, dass die Mannschaft eine „sehr gute Reaktion auf die letzten Wochen“ gezeigt habe. „Man muss schauen, wie wir dieses Spiel gemacht haben. Das war mit Herz, das war mit Leidenschaft“, konnte auch Marc Flohr der Begegnung noch etwas Positives abgewinnen. Nur ein Happy End gab es für den TuS nicht.

Mehr zur Brandenburgliga

„Wir haben alles probiert, alles nach vorne geworfen“, sagte Enis Djerlek, der seinen Abwehrchef Jerome Malanowski für die letzten Minuten ins Sturmzentrum beordert hatte – mit Erfolg. Ein hoher Ball und der OFC-Kapitän legte per Kopf ab. „Ich gehe nur noch mit der Pieke ran, der geht dann halt auch ein bisschen glücklich rein“, erinnerte sich Torschütze Tim Kretschmann an die Situation, die zum 1:1-Endstand führte. „Er war für mich der beste Mann auf dem Platz, der hat gefightet was das Zeug hält. Toll, dass sich so ein Spieler dann auch mal belohnt“, lobte Djerlek. „Für die Jungs ist das natürlich eine gefühlte Niederlage“, bemerkte Marc Flohr. „Vor der Kulisse wäre ein Sieg sicherlich schöner gewesen“, sagte Dennis Wulff.

Oranienburger FC: Roggentin – R. Kretschmann (76. Moldenhauer), Knaack, T. Kretschmann, Malanowski, F. Schütze (76. Meyer), Eichhorst, Dzeladini (58. Czasch), Markgraf, Schulze, Begzadic.

TuS Sachsenhausen: Demuth – Höpfner, Wulff, Müller, Machut, Groll, Kordecki, Beutke (61. Neves Fraga), Wiesner, Weigt, Pehl (82. Komossa).

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN