25. Mai 2022 / 22:57 Uhr

Historischer Erfolg für José Mourinho: AS Rom erster Conference-League-Sieger der Geschichte

Historischer Erfolg für José Mourinho: AS Rom erster Conference-League-Sieger der Geschichte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
José Mourinho gewinnt mit AS Rom die Europa Conference League.
José Mourinho gewinnt mit AS Rom die Europa Conference League. © IMAGO/NurPhoto/Gribaudi/Imagephoto (Montage)
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Die AS Rom hat sich zum ersten Sieger der in dieser Saison neu eingeführten Conference League gekrönt. Im Endspiel des drittklassigen UEFA-Wettbewerbs in Tirana gegen Feyenoord Rotterdam setzte sich die Mannschaft von Trainer José Mourinho knapp durch. Auch Mourinho schrieb Geschichte.

Historischer Erfolg für die AS Rom und ihren Star-Trainer José Mourinho: Am Mittwochabend hat die Roma die in dieser Saison erstmalig ausgetragene UEFA Europa Conference League gewonnen. Im Endspiel vor 21.690  Fans im albanischen Tirana setzte sich die Mourinho-Elf dank eines Treffers von Nicolo Zaniolo (32. Minute) gegen Feyenoord Rotterdam mit 1:0 (1:0) durch. Nach druckvollem Start in die Partie mit fein herausgespieltem Treffer mussten die Italiener eine furiose offensive Phase der Niederländer nach dem Seitenwechsel überstehen, um sich mit dem Titel zu krönen.

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Für Mourinho, der die Roma erst zu Saisonbeginn übernahm, ist sein 34. Karriere-Titel als Cheftrainer ein ganz besonderer: Nach seinen Champions-League-Triumphen mit dem FC Porto und Inter Mailand sowie den Siegen im UEFA-Cup mit Porto und im Nachfolger-Wettbewerb Europa League mit Manchester United ist Mourinho durch den Titelgewinn in der Conference League der erste Trainer der Geschichte, der auf allen drei Ebenen europäischer Wettbewerbe erfolgreich war. Zudem bewahrte Mourinho seine makellose Finalbilanz und gewann auch sein fünftes Europacup-Endspiel.

AS Rom gewinnt ersten europäischen Titel seit 1961

Und auch die Roma darf sich über Zuwachs im Trophäenschrank freuen: Ein Sieg im Messepokal 1961 war der bislang einzige internationale Erfolg. Danach stand die Roma noch in den Endspielen 1983 im Landesmeister- und 1991 im UEFA-Cup, verlor aber beide Duelle. Umso euphorischer fiel nun der Jubel der Fans und Spieler über Titelgewinn im neuen drittklassigen UEFA-Wettbewerb aus, der einen fixen Platz in der Europa League bedeutet. Für diese hatte sich die Roma als Tabellen-Sechster der Serie A aber bereits über die Liga qualifiziert.

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Rotterdam, das in der Gruppenphase den einzigen deutschen Conference-League-Teilnehmer Union Berlin hinter sich ließ, muss dagegen weiter auf den ersten internationalen Titel seit 2002 warten, als die Niederländer überraschend Borussia Dortmund im UEFA-Cup-Finale bezwangen.

Mourinho-Team geht mit erster gelungener Offensiv-Aktion in Führung

Angetrieben von tausenden Fans hatten die Römer in Tirana in Hälfte eins mehr vom Spiel. Mit typischer Mourinho-Taktik setzte der Sechste der Serie A auf Kontrolle aus einer gesicherten Defensive. Weil Feyenoord offensiv auch nur wenig zustande brachte, verlief die erste Hälfte lange ereignislos. Einzig das frühe Aus für den verletzten Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan bei den Römern bewegte die Gemüter. Mit der ersten gelungenen Offensiv-Aktion ging die Roma dann in Führung. Rotterdams Gernot Trauner unterschätzte Gianluca Mancinis hohes Zuspiel, der lauernde Zaniolo schob überlegt ein.

Wie verwandelt kam Feyenoord aus der Kabine. Zunächst landete ein Abwehrversuch von Mancini nach einer Ecke der Niederländer am eigenen Pfosten, dann parierte Roms Keeper Rui Patricio den Nachschuss von Guus Til (47.). Drei Minuten später lenkte der Schlussmann den strammen Schuss von Tyrell Malacia gerade noch an die Latte. Nur mit Mühe und Glück überstand Mourinhos Team diese Phase, selten konnten die Römer für Entlastung sorgen. Doch Feyenoord nutzte seine Gelegenheiten zum Ausgleich nicht und stand am Ende mit leeren Händen da.