05. Oktober 2018 / 07:11 Uhr

Hitzfeld über die Bayern-Krise: "Jeder hat mit sich selbst zu kämpfen"

Hitzfeld über die Bayern-Krise: "Jeder hat mit sich selbst zu kämpfen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ottmar Hitzfeld (rechts) hat sich zur Formkrise der Bayern geäußert.
Ottmar Hitzfeld (rechts) hat sich zur Formkrise der Bayern geäußert. © imago/Team 2
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Trainer-Urgestein Ottmar Hitzfeld hat sich zur Krise der Bayern geäußert. Der 69-Jährige sieht eine Verunsicherung in der Mannschaft von Trainer Niko Kovac.

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Ottmar Hitzfeld hat das anhaltende Leistungstief des FC Bayern analysiert. Im Interview mit Sport1 sagte der ehemalige Trainer der Münchner: "Die Mannschaft ist verunsichert, wenn sie auf Ungewohntes trifft. Und die Top-Stars sind auch nur Menschen, die Gefühle haben. Bei ihnen ist derzeit aber eine gewisse Verunsicherung da. Jeder hat aktuell ein bisschen mit sich selbst zu kämpfen."

Seit nun wettbewerbsübergreifend drei Spielen ist der deutsche Rekordmeister ohne Sieg. Zuletzt setzte es ein dürftiges 1:1 im Champions-League-Heimspiel gegen Ajax Amsterdam. Hitzfeld analysiert: "Bei einer Spitzenmannschaft ist das immer möglich, weil sie ein sensibles Gebilde ist. Bayern München ist wie ein Ferrari-Motor. Da muss jedes Schräubchen passen. Wenn dann irgendwo was fehlt, kann das Große und Ganze nicht funktionieren."

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Der FC Bayern kann auch gegen Ajax Amsterdam nicht überzeugen. Patrick Strasser hat für den SPORTBUZZER die Noten der Münchner zusammengestellt. ©

In den letzten Spielen fehlte im Bayern-Spiel häufig die Kreativität. Für Hitzfeld hat die Krise auch etwas mit dem psychologischen Aspekt zu tun: "Sobald der eine negative Rolle spielt, kommen die Pässe nicht mehr hundertprozentig an. Und wenn das Timing nicht stimmt, kommt auch kein Spielfluss auf. Ich glaube aber nicht, dass es mit der Kreativität zu tun hat."

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Der ehemalige Coach des Rekordmeisters hat einen Lösungsansatz für die Münchner: "In so einer Situation brauchen die Spieler auch die Unterstützung vom Trainer und keine Kritik. Sie wissen genau, dass sie zurzeit nicht so gut spielen und auf dem Level sind, auf dem man sein könnte."

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Angesprochen auf mögliche Kritik an Trainer Kovac sagt Hitzfeld: "Nein, da passiert sicher nichts. Kovac wird nicht in Frage gestellt. Aus meiner Sicht gibt es auch keinen Ansatz von Kritik an ihm. Bayern hat jetzt zwar geschwächelt und auch in Berlin verloren. Das kann aber passieren." Gegen Borussia Mönchengladbach hat der FCB am Samstag die Chance, sich mit einem Sieg aus der Krise zu schießen.

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