29. Oktober 2018 / 14:08 Uhr

Hitziges Duell zwischen dem TSV Bordesholm und Eutin 08

Hitziges Duell zwischen dem TSV Bordesholm und Eutin 08

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emotionen pur nach Spielende zwischen Eutin und Bordesholm: Der Eutiner Keeper Lennart Weidner (li.) muss zurückgehalten werden, um nicht mit dem Bordesholmer Benedict Klimmek aneinander zu geraten. Es geht um viel für die Teams!
Emotionen pur nach Spielende zwischen Eutin und Bordesholm: Der Eutiner Keeper Lennart Weidner (li.) muss zurückgehalten werden, um nicht mit dem Bordesholmer Benedict Klimmek aneinander zu geraten. Es geht um viel für die Teams! © Reinhard Gusner
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Fußball-Oberliga: Punkt gegen Eutin lässt TSVB vom Hallenmasters träumen – Türkspor verpasst Befreiungsschlag

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PSV Neumünster – TSB Flensburg 0:0

Der PSV hat seinen ersten Punkt an der Stettiner Straße eingefahren. „Wir haben zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Endlich werden wir montags beim Bäcker nicht mehr gefragt, warum wir nur auswärts punkten“, gewann PSV-Coach Thomas Möller dem torlosen Remis ausnahmslos Gutes ab. Dabei hätten beide Teams das intensive Spiel mit viel Zweikämpfen und elf Gelben Karten für sich entscheiden können. Flensburgs Timo Carstensen brachte dabei das Kunststück fertig, einen Querpass von Nicholas Holtze, der parallel zur verwaisten Torlinie rollte, im Tiefflug unter seinem Körper (12.) durchlaufen zu lassen. „Das war Slapstick“, sagte Möller. Seine Elf verzeichnete durch einen Mercan-Freistoß ans Lattenkreuz die beste Chance (32.). In der Nachspielzeit hatten der PSV Glück, dass Philipp Lorenzen einen Sohrweide-Lupfer von der Torlinie köpfen konnte.

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VfB Lübeck II – VfR Neumünster 3:2

Nach sechs Spielen ohne Niederlage verließ der VfR Neumünster den Kunstrasenplatz an der Lohmühle als Verlierer. Veilchen-Coach Jörg Zenker trug das 2:3 mit Fassung: „Wir haben es heute einfach nicht gut genug gemacht.“ Dabei war seine Elf zunächst am Drücker, doch Sabri Nasri (12.) und Tarik Alioua (14.) konnten VfB-Keeper Tom Louis Bleck aus kurzer Distanz nicht überwinden. Zu allem Unglück erzielte dann Neumünsters Thore Möller die Lübecker Führung, als er einen Freistoß von Corvin Bock ins eigene Tor verlängerte (23.). Die Hansestädter zogen fortan ihr gefürchtetes Kurzpassspiel auf. Furkan Kalfa erhöhte mit dem Pausenpfiff auf 2:0. Der ehemalige Lübecker Beytullah Bilgen verkürzte aus der Drehung für den VfR auf 1:2 (61.), aber zwölf Minuten später stellte Jona Vogt per Konter den alten Abstand wieder her. Farouk Salah-Brahim markierte in der Nachspielzeit den 2:3-Endstand, ehe VfR-Verteidiger Hogir Busali fälschlicherweise statt Nasri die Ampelkarte sah.

Ihr seid gefragt!

TSV Schilksee – Weiche Flensburg 08 II 1:3

„Immer wenn wir dran waren, haben wir ein Gegentor kassiert“, haderte Schilksees Coach Daniel Sahre mit der zweiten Niederlage in Folge. Die Spielidee beider Teams ähnelte sich: Gegner kommen lassen und schnell umschalten. Bereits nach vier Minuten konnte sich TSVS-Keeper Nico Ganzel auszeichnen, als er einen abgefälschten Schuss von Sebastian Kiesbye einhändig über die Latte lenkte. Dann hätten die Minuten von Yannick Jakubowski schlagen können. Doch der Schilkseer Stürmer jagte erst einen Dragusha-Querpass in Rückenlage aus acht Metern über das Tor (12.), ehe er nach einem Laufduell aus spitzem Winkel den Pfosten traf (17.). Die Flensburger schlugen im Gegenzug eiskalt zu. Jannik Drews verwertete einen Jungjohann-Diagonalschlag zum 1:0 (19.). Kiesbye legte mit einem Konter-Doppelpack zum 3:0 (73./88.) nach. Andre Volkers gelang nur noch der Ehrentreffer (88.), bevor Mathias Wrzesinski wegen einer verbalen Entgleisung die Rote Karte (90.+3) sah.

Inter Türkspor Kiel – SV Eichede 1:1

Beide Teams blieben in einem intensiven Spiel auf ansprechendem Niveau nichts schuldig. Inter hatte im ersten Abschnitt mehr Torchancen, Driton Gashi, der kaum zu stoppen war (15., 19./Innenpfosten), und Erdogan Cumur (30., 36.) hatten die Führung auf dem Fuß. „Machen wir die rein, endet die Partie wohl anders“, meinte Türkspor-Co-Trainer Steve Frank. Sein Team geriet stattdessen nach einem vermeidbaren Pass in den Fünf-Meter-Raum in Rückstand (49.). Gashi glich jedoch nach einem beherzten Sprint durch einen leicht verunglückten Schuss, der im kurzen Eck einschlug, schnell aus (53.). Danach rückte Inter-Torwart Justus Kaack in den Vordergrund, der gleich zwei Mal rettete (64., 75.), ehe Türkspor gleich drei Chancen zum Sieg vergab (80., 87., 90.+2). „Ein leistungsgerechtes Ergebnis“, erklärte Frank.

TSV Bordesholm – Eutin 08 3:3

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Eine Stunde lang sahen souverän aufspielende Eutiner wie der sichere Sieger aus. Sebastian Witt hatte früh (12.) die Führung erzielt, auch der Ausgleich durch Mika Jöhnck (23.) brachte sie nicht aus dem Konzept. Mit einem raffiniert getretenen Freistoß überraschte Christian Rave den verdutzten Bordesholmer Keeper Patrick Dahmen zur erneuten Gästeführung (26.), die Kevin Hübner in Durchgang zwei gar ausbaute (61.). „Da waren die Bordesholmer mausetot“, sagte 08-Coach Lars Callsen, der zu diesem Zeitpunkt nicht damit rechnete, dass es eine Wende geben würde. „Aber dann haben wir zweimal gepennt und uns die Führung aus der Hand nehmen lassen.“ Malte Lucht (72.) und Benedict Klimmek (77.) trafen zum 3:3. Lucht hatte zwischendurch noch die Latte getroffen (75.), doch auch Eutin hatte in einer spannenden Schlussphase durch Marvin Obenaus (90.) noch die Siegchance. „Offenbar brauchen wir den Druck, um aus uns herauszukommen. Mit dem Spiel ,Alles oder Nichts’ haben wir uns den Punkt verdient“, sagte TSVB-Coach Björn Sörensen.