15. Februar 2022 / 07:46 Uhr

"Hochkritische Tabellensituation": Für 96 geht es weiter ums Überleben

"Hochkritische Tabellensituation": Für 96 geht es weiter ums Überleben

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Keine Entwarnung in Sicht:
96-Trainer Christoph Dabrowski kämpft weiter um den Klassenerhalt.
Keine Entwarnung in Sicht: 96-Trainer Christoph Dabrowski kämpft weiter um den Klassenerhalt. © Florian Petrow
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Das 2:2-Unentschieden gegen den SV Darmstadt 98 kann Hannover 96 durchaus als Achtungserfolg werten. Der Relegationsplatz rückt trotzdem näher, die Konkurrenz schläft nicht. "Wir müssen jetzt Spiele gewinnen", fordert Martin Kind.

Wenn sie bei Hannover 96 nur sicher wüssten, dass der Trainer Recht be­hält. „Wir werden unser Ziel erreichen, das ist der Klassenerhalt“, verspricht Christoph Dabrowski. Fraglich ist nur, wie das 2:2 am vergangenen Sonntag gegen Darmstadt dabei einzuordnen ist. Sportchef Marcus Mann zeigt sich zwar „mit unserer Leistung absolut zufrieden, aber leider haben wir uns nicht mit drei Punkten belohnt“. Das sei auch in der Kabine zu spüren gewesen. Mann hat „der Mannschaft angemerkt, dass sie sich sehr geärgert hat. Die Spieler hätten gern zwei Punkte mehr gehabt.“

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Dann hätte auch der 96-Chef entspannter auf die Tabelle schauen können bei der morgendlichen Zeitungslektüre. „Hochkritisch“ schätzt Martin Kind die Situation ein. Zwei Punkte sind es nurmehr bis zum Relegationsplatz 16, vorher waren es vier.

Das sind die Reaktionen nach dem Heimspiel von Hannover 96 gegen den SV Darmstadt 98:

Christoph Dabrowski, 96-Trainer: Ich habe ein sehr rassiges, ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Nach dem Rückschlag habe ich eine Mannschaft gesehen, die Chancen kreiert hat. Wir müssen mit dem Teilerfolg leben. Die Jungs sind sehr enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte mitnehmen. Mich ärgert ein bisschen die Elfmetersituation von Maxi Beier, heute guckt sich der Videoschiri das nicht mal an. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die mit sehr viel Energie gespielt hat.  Zur Galerie
Christoph Dabrowski, 96-Trainer: "Ich habe ein sehr rassiges, ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Nach dem Rückschlag habe ich eine Mannschaft gesehen, die Chancen kreiert hat. Wir müssen mit dem Teilerfolg leben. Die Jungs sind sehr enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte mitnehmen. Mich ärgert ein bisschen die Elfmetersituation von Maxi Beier, heute guckt sich der Videoschiri das nicht mal an. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die mit sehr viel Energie gespielt hat."  ©

Relegationsgegner könnte Eintracht Braunschweig heißen

Das heißt: Nach nur ei­nem Spiel könnte 96 auf den Rang rutschen, der am Saisonende zwei Abstiegsendspiele gegen den Dritten der 3. Liga zur Folge hat. Das könnte Braunschweig werden – aber auf dieses Duell mit dieser Bedeutungsschwere dürften sie zumindest bei 96 gut verzichten können.

„Die Tabelle ist noch mal näher zusammengerückt“, sagt Mann, „aber es hat sich nichts geändert. Wir müssen auf uns schauen, die Leistung wiederholen, und dann können wir auch gegen den neuen Tabellenführer ge­win­nen.“ Darmstadt war vor dem Spiel Spitzenreiter, jetzt ist es St. Pauli. Auf dem Kiez tritt 96 am Sonntag an.

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96 macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten

Frühzeitige Entwarnung ist wohl nicht in Sicht, weil 96 zu wenig Beute macht – das bleibt das Problem. 0:0 gegen Dresden, 1:3 in Heidenheim und 2:2 gegen Darmstadt – zwei Punkte aus den letzten drei Spielen sind zu wenig.

Der Sportchef rechnet dabei so: In Heidenheim könne man verlieren. „Aus den Heimspielen gegen Dresden und Darmstadt wä­ren vier Punkte verdient gewesen.“ Es wurden nur zwei. Mit Unentschieden kommt 96 nun mal nicht vom Fleck. „Wir müssen jetzt Spiele gewinnen“, fordert Kind.

"Wird wohl bis zum Schluss gehen"

Die Torchancen dazu hatte 96 ja auch. „Der Sieg wäre verdient gewesen, wir hatten die gefährlicheren Situationen“, meint Mann. Aus Chancen Tore zu ma­chen, das fällt 96 schwer, trotz der zwei Treffer. So werde „es wohl bis zum Schluss gehen“, rechnet Kind mit dramatischen Wo­­chen für 96.

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