26. Februar 2021 / 17:56 Uhr

Die höchsten Gipfel erlaufen: Horizontale Bergbesteigung beim „Seven Summits Lauf“

Die höchsten Gipfel erlaufen: Horizontale Bergbesteigung beim „Seven Summits Lauf“

Simon Ecker
Leipziger Volkszeitung
Peter (li.) und Steffen Kiefer: Die Initiatoren des „Seven Summits Laufs“.
Peter (li.) und Steffen Kiefer: Die Initiatoren des „Seven Summits Laufs“. © Privat
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Reiseveranstalter wie die Leipziger „AT Reisen“ haben angesichts der Corona-Situation schwer zu kämpfen. Untätig bleiben will Geschäftsführer Peter Kiefer dennoch nicht – und startet ab Mitte März eine Lauf-Serie, die für alle offen ist. Die höchsten Berge der sieben Kontinente müssen dabei als Laufdistanz absolviert werden.

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Leipzig. Einmal auf den höchsten Gipfeln der Erde zu stehen, ist der Traum vieler Bergsteigerinnen und Bergsteiger. Durch die Corona-Pandemie sind solche Projekte momentan allerdings kaum möglich. Darunter leiden auch Reiseveranstalter wie das Leipziger Unternehmen „AT Reisen“, das sich auf derartige Angebote spezialisiert hat.

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Läufe können an beliebigem Ort absolviert werden

Um trotzdem im Gespräch und mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben, veranstaltet Geschäftsführer Peter Kiefer nun den „Seven Summits Lauf“ (dt. Sieben Gipfel). Innerhalb von rund zwei Monaten können Interessierte immer im Zwei-Wochen-Rhythmus die höchsten Berge der sieben Kontinente bezwingen – und zwar horizontal statt vertikal. Heißt: Die Höhe des jeweiligen Berges muss als Laufdistanz zurückgelegt werden. Für alle Lauf-Enthusiasten bietet sich damit kurz nach dem Leipziger Brückenlauf, der noch bis zum 28. Februar läuft, die nächste Möglichkeit zu sportlicher Betätigung.

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Los geht der „Seven Summits Lauf“ am Wochenende vom 13./14. März mit der „Besteigung“ der Carstensz-Pyramide, dem mit 4884 Metern höchsten Berg Ozeaniens. Mit jedem Lauf wird die Distanz länger, beim Finale am 29./30. Mai wartet schließlich der 8849 Meter hohe Mount Everest. Das Besondere: Die Läufe können an jedem beliebigen Ort absolviert werden, müssen lediglich mit einer beliebigen Lauf-App aufgezeichnet und Laufzeit sowie Laufbild anschließend an den Veranstalter geschickt werden. Interessierte können sich aussuchen, zu welchen und wie vielen Läufen sie sich anmelden. Die Teilnahmegebühr pro Lauf beträgt fünf Euro. Für jeden absolvierten Lauf gibt es eine Urkunde mit dem Namen des „bezwungenen Berges“. „Die kann man sich auch schön an die Wand hängen“, verspricht Kiefer.

Als Wettbewerb, wer die schnellste Zeit schafft, ist das Lauf-Event nicht gedacht. „Es soll eine Veranstaltung für alle werden, ohne Leistungsdruck“, erklärt Kiefer, der auf rege Teilnahme von Privatpersonen, Sportvereinen und Unternehmen hofft. Ein Team des Judoclubs Leipzigs konnte er bereits zum Mitmachen animieren. Auch der Österreicher Christian Stangl, der schon auf den 21 höchsten Bergen der Welt stand, soll mitlaufen. Ebenso am Start sind Kiefer selbst, seine Kinder sowie Mitinitiator und Bruder Steffen. Mit Interviews, Geschichten und Blogbeiträgen zu den jeweiligen Bergen will Kiefer darüber hinaus auch rund um die Läufe ein buntes Online-Programm auf die Beine stellen. Auch er selbst hat übrigens einiges zu erzählen, stand er doch schon 21 Mal auf dem Gipfel des Kilimanjaro.

Info: Anmeldung unter https://www.at-reisen.de/events/seven-summits-lauf/