02. Dezember 2018 / 17:02 Uhr

"Hochverdienter dreckiger Sieg": Havelser A-Junioren gewinnen erstes Heimspiel

"Hochverdienter dreckiger Sieg": Havelser A-Junioren gewinnen erstes Heimspiel

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Endlich die Erlösung: Havelses Phil Sarrasch (links) und Cem Teifel feiern ihren Sieg.
Endlich die Erlösung: Havelses Phil Sarrasch (links) und Cem Teifel feiern ihren Sieg. © Christian Hanke
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Es geht doch: Die A-Junioren des TSV Havelse haben ihren ersten Heimsieg gegen den FC Carl Zeiß Jena eingefahren. Die Bundesligisten siegten gegen den direkten Konkurrenten knapp und gehen mit nur drei Punkten Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause.

Endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis. Endlich wieder Jubel. Der Freudenschrei nach dem Abpfiff dürfte weit über das Stadionrund hinaus zu hören gewesen sein. Die abstiegsbedrohten A-Junioren des TSV Havelse haben das so eminent wichtige Spiel gegen den direkten Konkurrenten FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 (2:1) gewonnen – und sind jetzt punktemäßig gleichauf.

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Von wegen verflixte 13: Just am 13. Spieltag holte der Bundesliga-Aufsteiger somit – nach langem Anlauf - den zweiten Saisonsieg. Obendrein den ersten Heimdreier. „Es geht doch noch“, sagte Trainer Stefan Gehrke erleichtert und attestierte seiner Elf, allen voran Cem Teifel, eine überragende kämpferische Leistung.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord/Nordost zwischen den A-Junioren des TSV Havelse und des FC Carl Zeiss Jena

Jenas Torhüter Niels Ellenfeld klärt vor den Havelsern Michael Trautmann und Robin Benecke. Zur Galerie
Jenas Torhüter Niels Ellenfeld klärt vor den Havelsern Michael Trautmann und Robin Benecke. ©

Havelse-Führung nach zehn Minuten

Die erste Chance des Spiels verzeichnete Fynn Lakenmacher, der nach einem Konter gut von Teifel in Szene gesetzt wurde - in letzter Sekunde funkte ein Jenaer Abwehrspieler dazwischen. Kurz darauf parierte Gäste-Keeper Nils Ellenfeld einen Kopfball von Robin Benecke in klasse Manier. Ein schlechter Rückpass brachte den Carl-Zeiss Schlussmann in die Bredouille, die Havelser setzten energisch nach, und Phil Sarrasch schob das Leder schließlich über die Linie (10.).

Der erlösende Führungstreffer wirkte beflügelnd. Weiter ging es im Angriffsmodus. Die von Teifel hereingebrachte Ecke beförderte Michael Trautmann zum 2:0 ins Netz (21.). Luca van Eupen, der starke Libero Trautmann und Sarrasch hätten in der Folge nachlegen können, ließen jedoch ihre Möglichkeiten ungenutzt. Unmittelbar vor der Pause verkürzte FC-Akteur Finn Modler wie aus dem Nichts (45.+3.).

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Sechs Nachschüsse verfehlen Jenas Tor

„Statt mit einem deutlichen Vorsprung und einem guten Gefühl in die Kabine zu gehen, mussten wir plötzlich Böses befürchten“, formulierte Gehrke, dessen Team nichtsdestotrotz ordentlich in die zweite Hälfte startete. Jenas Julius Jurke sah Gelb-Rot (55.). Kurioserweise gerieten die Havelser danach aus dem Tritt. „Da ging nicht mehr viel. Von einem ruhigen und strukturierten Spielaufbau waren wir weit entfernt. Allerdings haben wir gut verteidigt“, schilderte Gehrke.

Im Anschluss an eine Ecke hätte letztlich doch noch das 3:1 fallen müssen, jeder durfte mal, aber alle sechs Nachschüsse verfehlten das Ziel. „Ein hochverdienter dreckiger Sieg“, konstatierte Gehrke, „der Anschluss ist hergestellt.“ Dank des Dreiers beträgt der Abstand auf den Niendorfer TSV – sprich den ersten Nichtabstiegsplatz – nur noch drei Zähler.