18. Juni 2022 / 06:35 Uhr

Hoeneß kritisiert Belastung von DFB-Profis durch Nations League: "Es ist doch Wahnsinn" – Statement zu 50+1

Hoeneß kritisiert Belastung von DFB-Profis durch Nations League: "Es ist doch Wahnsinn" – Statement zu 50+1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht die hohe Belastung der DFB-Profis vor allem durch die Nations League kritisch.
Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht die hohe Belastung der DFB-Profis vor allem durch die Nations League kritisch. © IMAGO/Chai v.d. Laage/Sammy Minkoff (Montage)
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Uli Hoeneß hat sich gegen die Belastung der Nationalmannschaft vor allem durch die Nations League gestellt. "Es ist doch Wahnsinn, die Spieler dermaßen überzubelasten vor einer Saison mit der WM im Winter und Woche für Woche drei Spielen", sagte Hoeneß der Redaktions-Kooperation "G14plus" – und nahm auch zur umstrittenen 50+1-Regelung Stellung.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat den vollen Spielplan der deutschen Nationalmannschaft und dabei vor allem die Nations League kritisiert. "Es ist doch Wahnsinn, die Spieler dermaßen überzubelasten vor einer Saison mit der WM im Winter und Woche für Woche drei Spielen. Vier Länderspiele der Nations League zum Saisonende waren unverantwortlich", sagte der 70-Jährige im Interview der Redaktions-Kooperation G14plus, zu der unter anderen die Neue Osnabrücker Zeitung gehört. "Wie sollen sich physisch kaputte Spieler für einen Wettbewerb ohne Sinn und Zweck motivieren?" Hoeneß forderte ein Umdenken: "Wir müssen aufpassen, das Ganze nicht zu überfrachten. Der Fußball muss auch mal zur Ruhe kommen."

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Der frühere Welt- und Europameister macht sich zudem Sorgen um die Bundesliga, wegen der "Diskrepanz zwischen dem deutschen Fußball, dem französischen mit Ausnahme von Paris Saint-Germain und teilweise dem italienischen gegenüber Ländern, die vor allem arabisches Geld, aber auch amerikanisches in Milliardenhöhe haben", sagt der langjährige Manager und spätere Präsident des deutschen Rekordmeisters. "Wenn die Bundesliga – das gilt nicht für Bayern München – nicht darüber nachdenkt, die 50+1-Regel aufzulösen, werden wir große Probleme haben, international auf Dauer mithalten zu können." Die 50+1-Regelung besagt – vereinfacht ausgedrückt –, dass ein Investor in einem Verein nicht die Stimmenmehrheit übernehmen darf.

Dass seine Bayern ihre Vorherrschaft in der Bundesliga verlieren, sieht Hoeneß nicht. Auf die Äußerung von Borussia Dortmunds Chef Hans-Joachim Watzke, nach zehn Titelgewinnen in Serie könne es in naher Zukunft "zum Einsturz" des Rekordmeisters kommen, reagierte Hoeneß gelassen: "Das hoffen sie seit zehn Jahren. Warum soll es im elften passieren? Dortmund wird aber unser großer Konkurrent bleiben."

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