27. September 2020 / 17:25 Uhr

Hoeneß-Elf schockt den FC Bayern: TSG Hoffenheim schlägt Quadruple-Sieger mit 4:1

Hoeneß-Elf schockt den FC Bayern: TSG Hoffenheim schlägt Quadruple-Sieger mit 4:1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erzielt das zwischenzeitliche 2:0 für die TSG: Munas Dabbur (r.) überlupft Manuel Neuer.
Erzielt das zwischenzeitliche 2:0 für die TSG: Munas Dabbur (r.) überlupft Manuel Neuer. © imago images/Jan Huebner
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Der FC Bayern hat nach 32 Spielen erstmals wieder verloren. Am Sonntag schlug die TSG Hoffenheim den Quadruple-Sieger deutlich mit 4:1 und ließ sogar weitere gute Chancen ungenutzt. Sebastian Hoeneß gelang damit ein Erfolg gegen den Ex-Verein.

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Der FC Bayern konnte den Patzer von Borussia Dortmund nicht nutzen und hat bei der TSG Hoffenheim mit 1:4 verloren. Ermin Bicakcic (16.) und Munas Dabbur (24.) schockten den FC Bayern mit zwei Treffern, bevor Joshua Kimmich (36.) mit einem sehenswerten Schlenzer den Anschlusstreffer erzielen konnte. Der FC Bayern war zwar bemüht - die besseren Chancen hatten allerdings die Hoffenheimer, denen durch Andrej Kramaric auch noch das 3:1 (77.) gelang. Der Kroate legte in der Nachspielzeit sogar noch mit einem Elfmeter nach und erhöhte auf 4:1. Damit fügte Hoffenheims Neu-Trainer Sebastian Hoeneß ausgerechnet seinem Ex-Verein die erste Niederlage nach 32 Spielen zu.

Bayern-Trainer Hansi Flick reagierte vor der Partie auf die hohe Belastung seiner Spieler - und den Gewinn des Supercups am Donnerstag gegen den FC Sevilla - und rotierte unter anderem Robert Lewandowski und Leon Goretzka aus der Mannschaft. Dafür starteten Joshua Zirkzee und Corentin Tolisso. Die Bayern fingen trotz der Rotation mit vollem Tempo an - doch waren hinten ungewohnt offen. Für Diskussionen sorgte dann schon nach elf Minuten ein vermeintliches Handspiel von Jerome Boateng (11.). Ihm sprang der Ball an die Hand - allerdings wohl nicht strafwürdig.

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Nur fünf Minuten später klingelte es dann im Kasten von Manuel Neuer, weil Ermin Bicakcic nach einer Ecke im Strafraum am hächsten sprang und zur Führung der Hoffenheimer einköpfte (16.). Der FC Bayern versuchte zu reagieren, wollte aber zu sehr mit dem Kopf durch die Wand und ließ immer wieder Konter der Heimmannschaft zu. So wie in der 24. Minute, als ein Abschlag von Keeper Oliver Baumann über Andrej Kramaric und einem Versehen von Benjamin Pavard bei Munas Dabbur landete, der mit einem sehenswerten Lupfer über Neuer hinweg auf 2:0 stellte.

Auch in der Folge waren die Hoffenheimer brandgefährlich, hatten mehrfach die Chance auf das dritte Tor. Stattdessen gelang dem FC Bayern aber der Anschlusstreffer durch Kimmich, der mit einem schönen Schlenzer über Baumann hinweg das 2:1 erzielte. Besonders bitter für die TSG: Bei der Torentstehung war Bicakcic mit Leroy Sané umgeknickt und musste raus. Kurz vor der Pause konnte zudem Kramaric seine gute Chance nicht nutzen zum dritten Treffer, als er nur die Latte traf. Nach der Pause war zunächst etwas die Luft raus, doch erneut hatten die Hoffenheimer beste Chancen auf das dritte Tor des Tages. Allerdings verzog etwa Dabbur (51.).

Der FC Bayern drückte aber immer intensiver - und kam auch zu guten Chancen. Ein Schuss von Zirkzee konnte gerade noch so von Baumann an die Latte geklärt werden. Danach wechselte Trainer Flick und brachte Leon Goretzka, Robert Lewandowski und Kingsley Coman ins Spiel. Doch die großen Chancen hatten weiterhin die Hoffenheimer. Robert Skov, der in der 39. Minute für den angeschlagenen Bicakcic kam, wurde wunderbar von Kramaric freigespielt, doch scheiterte mit seinem Schuss an Neuer (74.). Wenig später machte es Kramaric besser, als er mit einer starken Annahme und einem noch besseren Schuss nahezu unbedrängt auf 3:1 für die TSG stellte.

Doch damit nicht genug: Hoffenheim blieb weiter im Vorwärtsgang und ließ den Quadruple-Sieger nicht mehr gefährlich vor das eigene Tor kommen, vergab allerdings selbst weiterhin beste Chancen - bis zur Nachspielzeit. Kramaric verwandelte in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter gegen Neuer souverän, nachdem dieser Ihlas Bebou im Strafraum zu Fall brachte. Damit ist die TSG Hoffenheim auch Tabellenführer der Bundesliga.