08. März 2019 / 06:33 Uhr

Hoeneß kündigt Kritik an Löw und DFB an: "Werde ich noch einige Wochen durchhalten"

Hoeneß kündigt Kritik an Löw und DFB an: "Werde ich noch einige Wochen durchhalten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw steht im Zentrum der Kritik des FC Bayern München.
Bundestrainer Joachim Löw steht im Zentrum der Kritik des FC Bayern München. © imago/Eibner/Sven Simon
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Nach der Ausbootung der Bayern-Stars Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels aus der Nationalmannschaft hat Uli Hoeneß sich zunächst zaghaft geäußert. Der Präsident des FC Bayern München kündigte aber eine grundsätzliche Kritik zu einem späteren Zeitpunkt an.

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Uli Hoeneß kündigt eine ausführliche Reaktion zur umstrittenen Ausbootung der Weltmeister Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels aus der deutschen Nationalmannschaft an - allerdings erst in einiger Zeit. Das erklärte der Präsident des FC Bayern München am Rande des Basketballspiels zwischen dem FCB und Maccabi Tel Aviv (70:77) am Donnerstagabend. „Die richtige Antwort muss ich mir noch überlegen“, sagte Hoeneß gegenüber Telekom Magenta Sport.

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Bisher habe er sich bewusst zurückgehalten, sagte der Bayern-Boss, sonst für deutliche Wortmeldungen bekannt. Dass er sich bislang nicht geäußert hat, rechtfertigt Hoeneß mit den möglicherweise entscheidenden Wochen, die den Bayern in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League bevorstehen. "Das werde ich noch einige Wochen durchhalten, bis unsere wichtigen Spiele vorbei sind. Dann wird es schon mal noch einen Kommentar geben."

Bayern-Chefs prangern "fragwürdige Umstände" an

Zum überraschenden DFB-Aus von Müller, Boateng und Hummels hatte Hoeneß sich bisher lediglich gemeinsam mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geäußert - in einer kurzen Stellungnahme prangerten die Bayern-Chefs "fragwürdige Umstände" bei der Ausbootung an und erklärten: "Dass die Spieler und die Öffentlichkeit rund dreieinhalb Monate später unmittelbar vor richtungsweisenden Spielen des FC Bayern am kommenden Samstag im Titelkampf der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg und wenige Tage vor dem entscheidenden Rückspiel im Achtelfinale der Champions League am kommenden Mittwoch gegen den FC Liverpool informiert wurden, irritiert uns."

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Müller hatte sich zuvor in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet - und Unverständnis über die Entscheidung des Bundestrainers kundgetan. "Je länger ich darüber nachdenke, macht mich die Art und Weise, wie das Ganze abgelaufen ist, einfach sauer. Kein Verständnis habe ich vor allem für die suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung", betonte der 29-Jährige, der in seinen 100 Länderspielen für Deutschland 38 Tore schoss und 2014 wie auch Hummels und Boateng unter Löw Weltmeister wurde. Ähnlich wie Müller äußerte sich am Donnerstag Mats Hummels.

Hoeneß will (noch) nicht "den Stab über Jogi Löw brechen"

Die drei erfahrenen Spieler waren am Dienstag von Bundestrainer Joachim Löw informiert worden, dass sie künftig nicht mehr für die DFB-Auswahl nominiert werden. Alle drei zeigten sich danach überrascht und enttäuscht. Zusammen mit dem Verein kritisierten sie Löws Vorgehen. „Da sind sicherlich einige Dinge nicht so gut gelaufen“, fand Hoeneß, „deswegen können wir aber nicht den Stab über Jogi Löw brechen.“

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