25. Februar 2021 / 21:48 Uhr

Hoffenheim nach peinlichem Aus gegen Molde schockiert - Keeper Baumann "fehlen die Worte"

Hoffenheim nach peinlichem Aus gegen Molde schockiert - Keeper Baumann "fehlen die Worte"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Hoffenheim-Spieler um Kapitän Oliver Baumann (l.) sind nach dem Aus in der Europa League bitter enttäuscht.
Die Hoffenheim-Spieler um Kapitän Oliver Baumann (l.) sind nach dem Aus in der Europa League bitter enttäuscht. © IMAGO/Eibner/Jan Huebner (Montage)
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Die TSG Hoffenheim ist nach dem bitteren Aus in der Europa League bedient. Beim 0:2 gegen Molde FK am Donnerstag scheiterte das Team von Sebastian Hoeneß insbesondere an der eigenen Chancenverwertung. Entsprechend sauer reagierten Trainer und Spieler.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat in der Europa League einen der bittersten Momente ihrer Vereinsgeschichte erlebt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß zeigte im Rückspiel gegen Molde FK eine vor allem in der Offensive indisponierte Leistung und verpasste mit dem 0:2 (0:1) den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines internationalen Wettbewerbs. Die Spieler des Bundesligisten reagierten beinahe fassungslos auf das Aus. "Nach den beiden Spielen ist es Wahnsinn, dass du nicht weiter bist“, sagte Torwart Oliver Baumann völlig frustriert. "Mir fehlen die Worte." Es sei "unerklärlich, dass wir ausgeschieden sind. Ich habe das Gefühl, dass es heute nicht sein sollte.“

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Der Außenseiter aus Norwegen konnte seinen Erfolg im leeren Sinsheimer Stadion am Donnerstagabend kaum verstehen. Eirik Ulland Andersen erschreckte die Gastgeber mit dem 1:0 in der 20. Minute und setzte in der Nachspielzeit mit dem 2:0 den Schlusspunkt. Die Hoffenheimer hatten zuvor zahlreiche Chancen wie schon beim 3:3 im Hinspiel im spanischen Villarreal vor einer Woche nicht genutzt. "Es ist totaler Wahnsinn, wenn du so dominant bist, mit gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, und daraus kein Tor erzielst", ärgerte sich auch Mittelfeldmann Florian Grillitsch und schlug damit in die gleiche Kerbe, wie sein Keeper. Zu oft habe "der Abschluss nicht gepasst", weshalb das frühe EL-K.o. umso bitterer war: "Bei allem Respekt für Molde, aber so dürfen wir hier nicht ausscheiden."

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So erlebten die Kraichgauer nach einer ungeschlagenen Vorrunde die erste Europacup-Niederlage in dieser Saison - und das bittere und peinliche Aus gegen ein Team, das nicht nur erstmalig das Achtelfinale der Europa League erreicht hat. Molde verfügte quasi über keine Spielpraxis. Die Liga in Norwegen ist für den Vizemeister seit Ende des vergangenen Jahres beendet - und startet erst wieder im April.

Trainer Hoeneß "tief enttäuscht"

Hoffenheim hat unterdessen mit gegensätzlichen Problemen zu kämpfen: "Wir sind natürlich tief enttäuscht, es fühlt sich sehr, sehr bitter an", sagte Trainer Sebastian Hoeneß und haderte auch mit der hohen Spiel-Frequenz und der Auslastung der Spieler. "Es war das vierte Spiel innerhalb kürzester Zeit ohne große Rotationsmöglichkeiten." Seiner Mannschaft wolle er daher "keinen Vorwurf machen". Die "Art und Weise", wie seine Hoffenheimer die "historische Chance" verpasst haben, sei "sehr bitter", so Hoeneß weiter: "Wir sind über weite Strecken gut aufgetreten, haben aber klare Chancen nicht genutzt. Dafür wurden wir bitter bestraft. Das führt dann zum Ausscheiden."

Der Klub hatte unter ihm erstmals international überwintert. Mit Trainer Julian Nagelsmann war die TSG einst in der Europa League und in der Champions League jeweils nach der Vorrunde ausgeschieden. Bayern-Leihgabe Chris Richards hatte vor der Partie noch kess getönt: "Ich glaube, wir können weiterkommen und sogar die Europa League gewinnen“, sagte der amerikanische Abwehrspieler in einem von den Hoffenheimern verbreiteten Interview. Nun war im Sechzehntelfinale einmal mehr früh im Wettbewerb Endstation.