27. September 2020 / 18:19 Uhr

Hoffenheim-Sportchef Rosen jubelt nach Sieg gegen FC Bayern: "Herausragend" - Sonderlob an Hoeneß

Hoffenheim-Sportchef Rosen jubelt nach Sieg gegen FC Bayern: "Herausragend" - Sonderlob an Hoeneß

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Alexander Rosen ist nach dem 4:1 von Hoffenheim gegen den FC Bayern begeistert. 
Alexander Rosen ist nach dem 4:1 von Hoffenheim gegen den FC Bayern begeistert.  © imago images/Jan Huebner/Montage
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Welch ein Erfolg: DIe TSG Hoffenheim hat sich überraschend deutlich am Sonntag gegen den amtierenden Meister FC Bayern München durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann in Sinsheim mit 4:1. Von Sportchef Alexander Rosen holte sich der Neffe von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß ein Sonderlob ab.

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Paris St.-Germain hat es im Finale der Champions League nicht geschafft, auch Schalke 04 am 1. Bundesliga-Spieltag und der FC Sevilla im Duell um den UEFA-Supercup nicht - dafür die TSG Hoffenheim: Die Mannschaft des im Sommer neu verpflichteten Cheftrainers Sebastian Hoeneß hat als erstes Team im Kalenderjahr 2020 den Quadruple-Sieger FC Bayern München besiegt - und wie! Am Sonntagnachmittag fegte die TSG vor 6030 Zuschauern in der heimischen PreZero-Arena den Rekordmeister mit einem 4:1-Sieg vom Platz. Nach Abpfiff jubelten die Kraichgauer als hätten sie die Meisterschaft gewonnen - dabei hat die TSG am 2. Spieltag zunächst "nur" die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen.

Nach Abpfiff zeigte sich Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen stolz über die Leistung seines Teams: "Ein überragender Nachmittag", bilanzierte der 41-Jährige. "Über allem steht, dass wir eine herausragende Leistung gebracht haben. Wir waren zielstrebig, haben aber "nur" vier Tore gemacht und viele Chancen liegen gelassen." Allerdings merkte Rosen auch an, dass der FC Bayern keine leichte Woche hinter sich hatte. Nur gut 60 Stunden nach dem Sieg im UEFA-Supercup gegen den FC Sevilla zeigte der zuvor seit 32 Spielen ungeschlagene FCB eine müde Vorstellung. Das sah auch der Hoffenheimer Sportchef so: "Der Gegner hatte am Donnerstag 120 Minuten im Supercup", sagte Rosen, der die Leistung seiner Mannschaft allerdings damit nicht schmälern wollte. "Es lag aber an uns, dass wir den Gegner die Belastung sofort haben spüren lassen."

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Neben der Mannschaft lobte Rosen vor allem Trainer Hoeneß. Für den 38 Jahre alten Chefcoach, der vergangene Saison die zweite Mannschaft der Münchner zur Drittliga-Meisterschaft führte, war es das erste Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Der Manager adelte den Neffen von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß: "Sebastian ist ein Fachmann, der akribisch ist, ein super Charakter. Wir sind froh, dass er hier ist", jubelte der TSG-Chef. der vor allem Hoeneß' Auswechslungen lobte: "Er ist mutig – auch gegen die beste Mannschaft Europas. Der Trainer hat mit seinen Einwechslungen auch noch mal einen Impuls gesetzt."

Hoeneß nach Abpfiff bescheiden - Sorge um Abwehrspieler Bicakcic

Hoeneß selbst zeigte sich nach Abpfiff von seiner bescheidenen Seite und trat auf die Euphorie-Bremse: "Mir wäre es lieber gewesen, wir wären Zweiter gewesen", sagte er nach dem Sieg und der damit verbundenen Tabellenführung. "So wird es jetzt ein Thema über die Woche, dabei ist es gar keines für uns. Wir müssen das Spiel gut einordnen und dürfen nicht vergessen, dass die Bayern am Donnerstag ein Spiel über 120 Minuten hatten." Dennoch lobte auch der Sohn von Dieter Hoeneß sein Team: "Es ist alles aufgegangen. So haben wir uns das vorgestellt." Sein Team habe gezeigt, was es kann - zum Leidwesen seines Ex-Klubs.

Dennoch gab es auch einen "Riesen-Wermutstropfen" (Zitat Hoeneß). Hoffenheim rechnet mit einer längeren Ausfallzeit von Abwehrspieler Ermin Bicakcic. Der 30 Jahre alte Bosnier musste kurz vor der Pause mit einer Knieverletzung vom Platz."Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass es eine schlimmere Verletzung ist", so der Coach weiter. Eine genaue Diagnose gab es am Sonntag noch nicht. Den Hoffenheimern fehlt derzeit mit dem verletzten Kapitän Benjamin Hübner ein weiterer Innenverteidiger.