04. April 2020 / 18:59 Uhr

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp nach Fan-Protesten: "Will das alles gerne vergessen, wenn ..."

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp nach Fan-Protesten: "Will das alles gerne vergessen, wenn ..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist unter Umständen bereit, die Proteste gegen ihn zu vergessen.
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist unter Umständen bereit, die Proteste gegen ihn zu vergessen. © Getty
Anzeige

Rund einen Monat nach den Protesten gegen die Kollektivstrafe und die Schmähungen gegen Dietmar Hopp hat sich der TSG-Mäzen nochmals zu den Vorfällen geäußert.

Anzeige
Anzeige

Nicht einmal einen Monat ist es her, dass Dietmar Hopp und die scharfen Fan-Attacken auf den Mäzen der TSG Hoffenheim die Sport-Schlagzeilen bestimmte. In Zeiten der Corona-Krise sind die Schmähungen des 79-Jährigen und die Proteste der Anhänger gegen die vom DFB ausgesetzte Kollektivbestrafung in den Hintergrund getreten - zumindest der Adressat hat sie nicht vergessen. Im ZDF äußerte Hopp sich erneut deutlich zu den Vorfällen.

Mehr zu den Hopp-Protesten

Hopp zeigte wenig Verständnis für das Vorgehen der Fans. "Mich zum Gesicht des Kommerzes zu machen, ist nicht nachvollziehbar", sagte der TSG-Geldgeber in einem am Samstag verbreiteten Video. Hopp hatte mit seiner Unterstützung den Weg für die Hoffenheimer von der Kreis- bis in die Bundesliga geebnet und auch in der mittlerweile über zehnjährigen Zeit der Kraichgauer in der höchsten deutschen Liga ein stetiger Begleiter und Förderer des Klubs ist.

Dietmar Hopp: Bereit, die Vorfälle zu vergessen

Ende Februar hatten Fans des BVB eine zweijährige Sperre für Auswärtsspiele in Hoffenheim kassiert, weil sie Hopp mehrfach beleidigt hatten. Anschließend war Hopp mehrfach beleidigt worden - aus verschiedenen Fan-Lagern. Am Drastischsten waren die Vorfälle beim Spiel der Hoffenheimer gegen den FC Bayern, als die Partie mehrfach unterbrochen wurde und die Spieler die letzten 13 Minuten das Fußballspielen verweigerten.

"Leider war die Hetze so perfekt inszeniert, dass Ultras vieler Vereine mitgemacht haben", sagte Hopp, der eine Art Friedensangebot machte: "Ich will das alles gerne vergessen, wenn es von nun an Geschichte ist." Ob die Schmähungen gegen den TSG-Mäzen wirklich nachlassen, ist allerdings ungewiss - dafür ist in den vergangenen Jahren eigentlich zu viel passiert.

Die Chronologie im Fall Hopp: So eskalierte der Hass gegen den Hoffenheim-Mäzen

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! Zur Galerie
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! ©

Unmittelbar nach den Vorfällen hatte Hopp ausgeschlossen, sich wegen der Proteste aus dem Fußball zurückzuziehen. "Ich lasse mich von diesen Chaoten in meinem Handeln, weder sportlich noch gesellschaftlich beeinflussen und vertreiben, obwohl mir von Dortmunder Seite am 20. Dezember gewünscht wurde, dass das zurückliegende Weihnachtsfest mein letztes sein möge", sagte der Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim in einem auf der Vereinshomepage veröffentlichten Interview. Gegenüber Sky erklärte er, dass er dem Fußball bis an sein Lebensende treu bleiben werde: "Den Punkt wird es nicht geben, so lange ich lebe!"