08. Dezember 2020 / 09:00 Uhr

Hoffenheim-Profi Samassekou macht Hass-Botschaften öffentlich – TSG reagiert: "Wir akzeptieren das nicht"

Hoffenheim-Profi Samassekou macht Hass-Botschaften öffentlich – TSG reagiert: "Wir akzeptieren das nicht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hoffenheimer Diadie Samassekou sah sich mit heftigen Beleidigungen auf Instagram konfrontiert.
Der Hoffenheimer Diadie Samassekou sah sich mit heftigen Beleidigungen auf Instagram konfrontiert. © imago images/Thomas Frey/Instagram
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Nach dem Sieg gegen den FC Augsburg sah sich Hoffenheims Mittelfeldspieler Diadie Samassekou heftigen Beleidigungen im Netz ausgesetzt. Er machte die Hass-Botschaft öffentlich, die TSG zeigte sich auf Twitter solidarisch. Nicht zum ersten Mal sah sich ein Spieler der Kraichgauer mit derartiger Hetze konfrontiert.

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Erneut Hetze gegen einen Spieler der TSG Hoffenheim: Die Kraichgauer haben heftige Beleidigungen gegen Diadie Samassekou verurteilt und sich demonstrativ vor den Mittelfeldspieler gestellt. "Leider scheint es mittlerweile üblich, dass Menschen andere im Netz aufs Übelste beschimpfen. Wir akzeptieren das nicht und stehen für Toleranz, Respekt und zu @Diadios", schrieben die Hoffenheimer in der Nacht zum Dienstag nach dem 3:1-Sieg über den FC Augsburg auf Twitter.

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Der 24 Jahre alte Profi aus Mali hatte zuvor öffentlich gemacht, wie er auf Instagram von einem User auf französisch beleidigt worden war. Unterschrieben hatte Samassekou den Screenshot mit der Beleidigung mit den Worten: "Möge Gott den Hass in deinem Herzen besänftigen." Der Verein kommentierte: "Umso mehr Hochachtung vor seiner Reaktion: Vergebung ist der Schlüssel, den Hass aufzubrechen." Samassekou, der vor einem Jahr aus Salzburg kam, gehört in der laufenden Saison zu den Leistungsträgern der TSG.

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Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spieler der TSG Opfer von Hassbotschaften im Netz wird. Erst Anfang November hatte die TSG ihren Neuzugang Ryan Sessegnon gegen rassistische Anfeindungen verteidigen müssen. Der von Tottenham ausgeliehene Engländer hatte ebenfalls auf Instagram auf Hate-Speech reagiert und geschrieben: "Das Verrückteste ist, dass ich nicht einmal mehr überrascht bin“, dazu nannte er die Aussagen "widerlich". Anschließend solidarisierten sich die Hoffenheimer Spieler mit dem beim FC Fulham ausgebildeten Youngster, indem sie beim nächsten Treffer die Fäuste in die Luft reckten.