30. Juli 2020 / 14:15 Uhr

Hohburger SV: Junge und völlig umgekrempelte Truppe

Hohburger SV: Junge und völlig umgekrempelte Truppe

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Der Hohburger SV testet mit neuer Truppe gegen den VfB Kobershain. © Christian Modla
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Nach 13 Jahren ist Schluss in der Kreisliga A: Ein fehlendes Sextett an Leistungsträgern hat einen personellen Umbruch beim Hohburger SV eingeläutet. Das neu formierte Team stürzt sich mit Elan in die Vorbereitung auf das kommende Spieljahr.

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Lossatal. Vielleicht ist es ein wenig übertrieben, von einer neuen Zeitrechnung zu sprechen. Doch der Beginn einer neuen Ära steht dem Hohburger SV im Fußball-Männerbereich auf jeden Fall ins Haus.

Neue Liga, neuer Trainer, neue Spieler, neue Mannschaft. Der den Umbruch einleitende personelle Aderlass war nicht unbeträchtlich, der Fortbestand des Herrenteams stand auf äußerst wackligen Beinen. Guter Rat war teuer. Eventuell eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein bilden oder tatsächlich sogar ganz aufhören? Letztlich entschied man sich fürs eigenständige Weitermachen. Und zwar eine Leistungsebene niedriger in der B-Liga.

Der freiwillige Rückzug aus der A-Klasse - wo die Lossataler zuletzt Elfter wurden - nach 13 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ist also der Haken an der Sache. Oder je nach Betrachtungsweise der Rettungsanker. Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. HSV-Dauerbrenner Sebastian Flucks - welcher als Spieler(Trainer) zahlreiche Schlachten geschlagen hat - stellte sein Amt zur Verfügung. Neben ihm haben auch Christopher Haufe, Kevin Finke und Benjamin Lehne die Schnürsenkel an ihren Töppen gelockert. Obendrein folgten Kapitän Marvin Wittig und Robert Franke dem Lockruf des Kreisoberligisten Bennewitz.

Siege sollen bejubelt werden

Ein plötzlich fehlendes Sextett an Leistungsträgern, für das passender Ersatz nicht so einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden konnte. Daher wurden alle Kräfte mobilisiert und die Lage entspannte sich etwas. Quantitativ sieht es mittlerweile nicht einmal schlecht aus, doch in Sachen Qualität steht dem neuen Coach Heiko Döring ein gewaltiger Berg Arbeit bevor: „Wir haben in der Tat etliche Leute auf dem Zettel. Hoffentlich halten sie alle zur Stange, es gilt sie halt bei Laune zu halten. Eine junge Truppe ist es definitiv, aber eben auch eine völlig umgekrempelte. Es ist mit Sicherheit eine enorm schwere Aufgabe, daraus ein echtes Team zu basteln.“

Trainiert wird bei den Rot-Weißen seit Ende Juni wieder. Die Zeiten - in denen sich zu den Übungseinheiten bis zu 30 Kicker auf dem Waldsportplatz tummelten - sind allerdings vorbei. Döring nimmt es zur Kenntnis, stürzt sich mit Elan in die Vorbereitung auf das kommende Spieljahr und erwartet selbiges von seinen Schützlingen. Etwas getrübt wird des Trainers Vorfreude auf die nächste Saison von der Staffel-Einteilung, mit welcher er vorsichtig ausgedrückt nicht gerade glücklich ist: „Für uns stehen einige mächtig weite Auswärtstouren in die Döbelner Region auf dem Programm. Das habe ich mir definitiv anders vorgestellt.“ Umso wichtiger wäre, wenn es auf den zeitintensiven Rückfahrten etwas zu feiern gäbe. Sprich Siege bejubelt werden könnten.

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Dafür rinnt momentan im Training der Schweiß. Und da beinahe jeder Fußballer Wettkämpfe noch viel lieber mag, soll obendrein das eine oder andere Testspiel absolviert werden. Das erste ist bereits fixiert, am 16. August um 14 Uhr wird mit dem VfB Kobershain ein Kreisklasse-Vertreter aus Nordsachsen an der Jahnstraße empfangen. Eine Begegnung, in der schon einige Mosaiksteinchen zusammen gefügt werden können. Schließlich soll das neue Bild des Hohburger SV so rasch wie möglich Gestalt annehmen. Um in der Kreisliga B-Süd mit seinen zu schrubbenden Kilometern eine ordentliche Rolle zu spielen.