13. Juni 2020 / 08:58 Uhr

Hohe Einbußen beim TV-Geld: Bundesliga-Klubs müssen auf 150 Millionen Euro verzichten

Hohe Einbußen beim TV-Geld: Bundesliga-Klubs müssen auf 150 Millionen Euro verzichten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wettbewerber um die TV-Rechte der Bundesliga: Amazon Prime, Magenta Sport, Sky und DAZN. Wer erhält den Zuschlag?
Weniger Geld von den TV-Anstalten: Die TV reduziert die Beträge an die Klubs. © imago images/Montage/Frank Hoermann
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Die Klubs der 1. und 2. Bundesliga müssen in der kommenden Saison insgesamt mit 150 Millionen Euro weniger TV-Geldern planen. Das geht aus einem DFL-Brief an die Vereine hervor, der dem "Kicker" vorliegt.

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Die Coronavirus-Pandemie hat für die Klubs der 1. und 2. Bundesliga auch in der kommenden Saison finanzielle Folgen! Das geht aus einem Schreiben der DFL an die 36 Profiklubs hervor, das dem Kicker vorliegt. Demnach werden die TV-Erlöse in der nächsten Saison um 150 Millionen Euro sinken. Statt 1,35 Milliarden Euro soll die Liga "nur" noch 1,2 Milliarden Euro durch die nationalen Übertragungsrechte einnehmen.

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Die Reduzierung der Einnahmen liegt laut des Schreibens auch daran, dass mit Eurosport ein TV-Partner den Vertrag aufgekündigt hat und nicht bezahlen will. Dies habe auch schon Auswirkungen auf die aktuelle Saison. Zuletzt wurden zwar bereits 51 Millionen Euro unter den 36 Klubs aufgeteilt, weitere 200 Millionen Euro stehen aber noch aus. Diese Gelder sollen fließen, wenn die Saison komplett ausgetragen wurde.

DFL bekommt weniger Geld von TV-Partnern

Zudem gibt es in den nächsten Tagen sieben Millionen Euro aus den internationen Vermarktungserlösen für die Klubs. Insgesamt drohen aber auch hier 60 Millionen Euro weniger Einnahmen, weil im Zuge der Pandemie mehrere Partner nicht gezahlt haben sollen.

Zudem weist die DFL in ihrem Schreiben darauf hin, dass die Klubs weiter Rücklagen bilden sollen. Es sei zu klären, „ob für unterjährig eintretende Entwicklungen eine Risikovorsorge zu bilden ist sowie ggf. weitere Kosten für evtl. notwendige Konzepte (wie das Hygienekonzept) zur Sicherung des Spielbetriebs für Bundesliga und 2. Bundesliga zu berücksichtigen sind", zitiert der Kicker aus dem Schreiben. Zudem wird darauf hingewiesen, dass "vereinzelte Klubs" ihre Budgetplanungen für die kommende Saison noch nicht reduziert hätten.

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Inzwischen läuft das Wettbieten der Medienunternehmen um die wertvollen Bundesliga-Rechte. Die Auktion wurde wegen der Corona-Krise um sechs Wochen verschoben - und soll der Liga und ihren Klubs trotzdem von 2021 an noch mehr Milliarden in die Kassen spülen. Dem Pay-TV-Sender Sky könnte nach dem Verlust der Champions-League-Rechte die nächste Schlappe drohen. Mehrere Anbieter haben bereits ihr Interesse für die zum Verkauf stehenden Bundesliga-Pakete signalisiert. Dass nun zwei Einzel-Pakete (eines in Besitz von Sky, eines teilen sich mindestens bis Saisonende Amazon und DAZN) zusammengelegt wurden, könnte für noch mehr Spannung sorgen.