25. März 2019 / 14:21 Uhr

Hohe Meisterdichte bei Orientierungslauf durch Roßwein

Hohe Meisterdichte bei Orientierungslauf durch Roßwein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reinhard In der Stroth ist einstiger DDR-Meister im Orientierungslauf. Am Sonnabend rannte er durch Roßwein. Foto: Sven Bartsch
Reinhard In der Stroth ist einstiger DDR-Meister im Orientierungslauf. Am Sonnabend rannte er durch Roßwein. © Sven Bartsch
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Viele "Altmeister" sind beim Orientierungslauf in der Muldestadt an den Start gegangen. Im Zickzack navigierten sich 270 Teilnehmer mit Karte und Kompass auf unbekannten und unterschiedlichen Routen in Richtung Ziel.

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Rosswein. Die Studenten waren zurück in Roßwein. Wenn auch nur für ein paar Stunden. Denn die Abteilung Orientierungslauf des Universitätssportvereins (USV) der TU Dresden hatte in der Muldestadt einen Wettkampf ausgetragen.

Mehrfache Deutsche Meisterin in Rosswein am Start

Endlich mal einem Weltmeister die Hand schütteln. Oder einer deutschen Meisterin. Was im Fußball eher schwierig wird, war am Sonnabend in Roßwein bei den Orientierungsläufern problemlos möglich. Paula Starke zum Beispiel ist mehrfache deutsche Meisterin im Orientierungslauf. Auch sie lief am Sonnabend durch Roßwein. „Die Stadt ist prima geeignet. Hier gibt es Steigungen und verwinkelte Gassen. Da ist das Laufen physisch sehr anstrengend“, sagt Pia Schoffer von der Rennleitung des USV. Dank Vereinsmitglied Karsten Lehman aus Etzdorf war der Verein auf Roßwein als Austragungsort gekommen. Über 30 Vereine aus ganz Deutschland hatten Starter geschickt, insgesamt liefen 270 Leute. Nicht nur in Roßwein, sondern auch im Zellwald bei Siebenlehn, wo es unter anderem einen Nachtlauf zu absolvieren galt.

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270 Frauen und Männer gingen in Roßwein auf unterschiedlichen Routen an den Start. Zur Galerie
270 Frauen und Männer gingen in Roßwein auf unterschiedlichen Routen an den Start. © Sven Bartsch
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In Roßwein gab es insgesamt neun unterschiedliche Routen zu absolvieren. Diese sind den Läufern natürlich vorher unbekannt. Sie navigieren mit Karte und Kompass. Ein Chip misst die Zeit und muss außerdem an jedem Kontrollpunkt ausgecheckt werden. So zeigt sich, ob die Strecke vorschriftsmäßig abgelaufen wurde. Eine führte zum Beispiel im Zickzack durch die Stadt. Straßennamen enthält die Karte der Läufer nicht. Da muss man sicher oft anhalten, die Karte und Kompass hervorziehen, um auf der Bahn zu bleiben? „Braucht man nicht“, sagt Paula Starke. „Normalerweise klappt das im Laufen.“ Die Karte tragen die Sportler zusammengefaltet in einer leicht zugänglichen Tasche der Sportbekleidung

Hohe Meisterdichte

Die Meisterdichte war recht hoch unter den Läufern. Reinhard In der Stroth zum Beispiel ist DDR-Meister. 1979 holte er den Titel für seinen Verein Dynamo-Nord Karl-Marx-Stadt. Zwei Jahre zuvor gewann Helmut Conrad den Titel, der für die Hochschulsportgemeinschaft (HSG) der TU Dresden an den Start gegangen war. Die HSG ist der Vorgängerverein des USV. „Die DDR-Meister habe ich gar nicht gezählt“, sagte Helmut Conrad, der am Wochenende auch in Roßwein war. Stolz ist er auf seine Seniorenweltmeistertitel. Sechs Stück sind es. Im kommenden Jahr läuft der 78-Jährige in Riga um den Titel.

Hilfe bei der Austragung des Wettkampfes fand der USV bei den Sportfreunden des Roßweiner SV, die ihre Halle an der Stadtbadstraße zur Verfügung stellten. Und sehr angenehm überrascht war Pia Schoffer vom Bürgermeister Veit Lindner, der die Sportler herzlich begrüßte und willkommen hieß. „Das ist nicht in allen Kleinstädten so.“

Dirk Wurzel

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