18. September 2021 / 09:17 Uhr

Hoher Besuch aus Leipzig: Lok beim FC Eilenburg zu Gast

Hoher Besuch aus Leipzig: Lok beim FC Eilenburg zu Gast

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Eilenburg, 08.08.2020, Ilburg-Stadion, Fußball, Herren, Wernesgrüner Sachsenpokal, Halbfinale, 
FC Eilenburg - 1. FC Lokomotive Leipzig ,   
Im Bild: Tor für Eilenburg, Eilenburger Spieler um Torschütze Adam Fiedler (10, Eilenburg) jubeln nach dem 1:0  , 
Foto: PICTURE POINT / Gabor Krieg , 
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Adam Fiedler (2.v.r.) ist bereits im Pokal ein Treffer gegen Lok Leipzig gelungen. Schafft er es im Ligaspiel auch? © PICTURE POINT / Gabor Krieg
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Fußball-Regionalligist FC Eilenburg bekommt es am Sonntag mit dem 1. FC Lok zu tun. Bereits im Sachsenpokal hatten sich die Eilenburger gegen die Probstheidaer mit 1:0 durchsetzen können.

Eilenburg. Es ist gut ein Jahr her, als der FC Eilenburg im absoluten Freudentaumel war. Damals im August 2020 kickte die Elf von Nico Knaubel noch in der Oberliga und traf im Landespokal-Halbfinale auf den 1. FC Lok Leipzig. Der 1:0-Sieg löste pure Glücksgefühle aus und war einer der Höhepunkte in der jüngeren Vereinsgeschichte. 13 Monate später spielt Eilenburg mit Lok Leipzig in einer Liga und muss sich an fast allen Spieltagen mit Profiklubs messen. Zermürbend?

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Mitnichten, sagte Abwehrchef Toni Majetschak: „Wir haben gewusst, wie schwer es in der Regionalliga für uns werden wird. Die Mannschaft funktioniert und wir nehmen gegen Lok Leipzig am Sonntag eben einen neuen Versuch auf den ersten Sieg.“ Ab 13 Uhr dampft die Loksche im Ilburg-Stadion. Kommt mit ausgeruhten Spielern und viel Frust im Bauch. Wir schreiben nämlich schon den 11. Spieltag in der Regionalliga Nordost, doch Lok hat erst sechs Spiele absolviert und damit ganze vier Spiele weniger als der FC Eilenburg.

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Die Blau-Gelben wurden von diversen Spielabsagen ausgebremst und müssen mittlerweile vier Spiele nachholen. Allesamt weil die Gegner in Corona-Quarantäne waren. Erst Tennis Borussia Berlin, dann der VfB Auerbach, der Chemnitzer FC und zuletzt Energie Cottbus. „Man muss nicht um den heißen Brei herumreden – es geht einen auf den Sack“, sagte ein ernüchterter Lok-Angreifer Djamal Ziane kürzlich im MDR-Interview. Schon vor der letzten Absage hatte Lok-Trainer Almedin Civa beklagt: „Es ist ärgerlich, dass man nicht vorankommt mit den Spielen.“

Konzert der Top-Teams

Die letzte Partie bestritt Lok am 28. August, seitdem muss man zuschauen, wie die Konkurrenz um den Staffelsieg punktet. Auch wenn das Tabellenbild komplett verzerrt ist, liest sich der Stand aus Lok-Sicht fürchterlich: Die Loksche steht nach sechs Spielen mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen bei zehn Punkten, Spitzenreiter BFC Dynamo hat schon 27 Zähler eingesackt. Gewinnt Lok all seine Nachholspiele, wäre man im Konzert der Top-Teams aber wieder dabei. Entsprechend motiviert dürften die Profis aus Probstheida nach Eilenburg reisen. „Eilenburg ist ein sehr unangenehmer Gegner, der nichts zu verlieren hat. Wir werden mit Respekt hinfahren und voll konzentriert am vierten Auswärtssieg arbeiten“, so Civa vor dem Spiel am Sonntag, auf das die Fans hinfiebern. Tickets gibt es am Spieltag, ab 11.30 Uhr öffnen die Tore.

Mitmischen kann dann möglicherweise Adam Fiedler, der Torschütze im Pokal gegen Lok, stand in dieser Saison erst 24 Minuten auf dem Platz, musste gegen Chemie Leipzig früh ausgewechselt werden und kämpfte danach mit muskulären Problemen. In dieser Woche hat er voll trainiert und ist eine Art Hoffnungsträger, denn mit Dennis Kummer (Muskelfaserriss gegen Altglienicke) fällt ein weiterer Offensivspieler mindestens fünf Wochen aus. Und nach seinem Kurz-Comeback in Berlin muss auch Christoph Jackisch wieder pausieren. Gerade von einem Bandscheibenvorfall genesen, hat es den Angreifer jetzt am Knöchel erwischt.