08. Februar 2020 / 16:40 Uhr

"Hohlbirnen": Schalke-Vorstand Jobst will nach Rassismus-Eklat um Torunarigha jede Strafe akzeptieren

"Hohlbirnen": Schalke-Vorstand Jobst will nach Rassismus-Eklat um Torunarigha jede Strafe akzeptieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Marketing-Vorstand Alexander Jobst gibt ein Update über die Aufklärung des Rassismus-Eklats.
Schalke-Marketing-Vorstand Alexander Jobst gibt ein Update über die Aufklärung des Rassismus-Eklats. © imago images/RHR-Foto/dpa/Montage
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Die Geschehnisse im DFB-Pokal wirken nach. Hertha BSC und der FC Schalke 04 setzen in ihren Bundesliga-Spielen nach dem Rassismus-Eklat um Berlin-Star Jordan Torunarigha Zeichen gegen Rassismus. Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst will nach den Vorfällen im Pokal jede Strafe akzeptieren.

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Der FC Schalke 04 will nach dem Rassismus-Skandal um Berlin-Verteidiger Jordan Torunarigha im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC für "vollumfängliche Aufklärung" sorgen. Das sagte S04-Marketing-Vorstand Alexander Jobst bei Sky. Torunarigha wurde nach eigener Aussage am Dienstag bei der Partie auf Schalke (2:3 n.V.) rassistisch beleidigt. Der Vorfall soll sich in der 84. Minute vor der Schalker Südkurve rund um den Block S5 ereignet haben. Die Schalker Verantwortlichen hatten sich kurz nach den Vorwürfen angesichts der Vorwürfe bestürzt gezeigt und volle Unterstützung zugesagt. Der Klub wertet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit den Behörden das Videomaterial der Pokalpartie aus.

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Laut Jobst konnte bislang noch kein Täter identifiziert werden. "Leider ist aus dem Filmmaterial nicht sehr viel zu ziehen, zumindest keine Person zu identifizieren. Das heißt aber nicht, dass wir dem Spieler und seinen Aussagen keinen Glauben schenken. Im Gegenheil: Wir setzen alles daran, um das vollumfänglich auszuwerten und dann entsprechend zu reagieren", sagte der Schalker. Er wolle jede Strafe akzeptieren: "Wir erwarten kurzfristig vom Kontrollausschuss des DFB eine Mittteilung, eine Strafe, die wir nicht nur akzeptieren wollen, sondern die uns auch bestätigt, unsere Aktivitäten gegen Ausgrenzung und Rassismus weiter fortzufahren."

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In Gelsenkirchen brachten die Anhänger und der Verein vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn mit verschiedenen Aktionen ihr "Engagement für ein vielfältiges und buntes Blau-Weiß" symbolisch zum Ausdruck. Das Motto lautete: „Steht auf, wenn ihr Schalker seid. Steht auf, wenn ihr Menschen seid.“ So wurden auf Anregung der Fan-Szene regenbogenfarbene Eckfahnen als Zeichen gegen Homophobie entworfen. Die Mannschaft betrat den Rasen mit „#stehtauf“-Auflaufshirts, und auf der Kapitänsbinde von Omar Mascarell war ebenfalls dieses Motto zu lesen. Auch im Heimspiel von Hertha BSC gegen Mainz gab es eine Fan-Aktion.

Nach Rassismus-Skandal: Schalke-Vorstand Jobst spricht von "Hohlbirnen"

Für Jobst darf sich ein Vorfall wie am Dienstag nicht wiederholen: "Dass am Dienstag so etwas vorkommt von solchen Hohlbirnen, die in der Gesellschaft mit ihren Aussagen keinen Platz finden, die in einem Fußballstadion keinen Platz finden sollten und die schon gar keine Schalker sind, das darf es in der Zukunft nicht mehr geben", so der Schalke-Vorstand deutlich. "Dazu sind wir Vereine alle aufgerufen, dass das nicht mehr vorkommt."

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