12. Oktober 2019 / 20:44 Uhr

Holger Badstuber attackiert Ex-Schalke-Bosse Heidel und Weinzierl: „Das waren einfach Lügen“

Holger Badstuber attackiert Ex-Schalke-Bosse Heidel und Weinzierl: „Das waren einfach Lügen“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Schalke-Profi Holger Badstuber (r.) hat die ehemaligen S04-Verantwortlichen Christian Heidel und Markus Weinzierl scharf attackiert.
Ex-Schalke-Profi Holger Badstuber (r.) hat die ehemaligen S04-Verantwortlichen Christian Heidel und Markus Weinzierl scharf attackiert. © Getty / imago images
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Der frühere Schalke-Profi Holger Badstuber hat sich den ehemaligen S04-Boss Christian Heidel und Ex-Trainer Markus Weinzierl zur Brust genommen und ihnen Lügen vorgeworfen. Der Verteidiger des VfB Stuttgart schimpfte auch über Weinzierl, der in der Vorsaison die Schwaben nicht vor dem Abstieg retten konnte. 

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Die aktuelle Länderspielpause ist für Nicht-Nationalspieler eine Zeit der Erholsamkeit. Viele Klubs aus der Bundesliga fahren ihren Trainingsbetrieb zurück, manche Profis nutzen die Zeit für einen kurzen Urlaub mit Freunden oder der Familie. Holger Badstuber vom VfB Stuttgart war in einem Fußball-Podcast zu Gast – und teilte in dem knapp vierstündigen Interview mit dem Rasenfunk munter aus.

Vor allem der frühere Schalke-Manager Christian Heidel bekam vom ehemaligen Nationalspieler sein Fett weg. Badstuber, der Januar bis Juni 2017 bei S04 spielte, warf dem inzwischen zurückgetretenen Heidel sogar Lügen vor. Der Anlass für derart drastische Wortmeldungen: Heidels Aussage, man wolle den mittlerweile 30-Jährigen nach dem halben Jahr Leihe nicht fest vom FC Bayern München verpflichten. Badstuber dazu: „Das waren einfach Lügen, dass sie nicht mit mir verlängern wollen. Für mich stand außer Frage, dass ich auf Schalke bleiben will.“

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Holger Badstuber: Vorgehen der Schalke-Führung „unsinnig und link“

Das Vorgehen Heidels, der in einer Pressekonferenz begründet hatte, warum man sich gegen die feste Verpflichtung Badstubers entschied, bezeichnete der Bayer, der seit zwei Jahren für den VfB spielt, als schlechten Stil. Das Vorgehen der S04-Führung nannte Badstuber wörtlich „unsinning“ und „link“ und erklärte: „Zu Schalke zu gehen war im Nachhinein definitiv ein Fehler. Wohlgefühlt habe ich mich dort nicht, der Bruch war zu groß.“ Dabei sollte der Schritt zu den Knappen für den 30-Jährigen eine Befreiung sein – nach vielen Jahren der Verletzungen beim FCB.

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Es wurde ein Fiasko. Badstuber, inzwischen bei Bundesliga-Absteiger Stuttgart in der Innenverteidigung gesetzt (ohne den an Magen-Darm erkrankten Abwehrchef gab es zuletzt die erste Niederlage der Saison), absolvierte zwar zwölf Spiele für Schalke, fehlte unter Trainer Markus Weinzierl aber auch des Öfteren im Schalker Aufgebot. Der damalige S04-Trainer, den Badstuber in der Vorsaison beim VfB wiedertreffen sollte, wurde von Badstuber im Rasenfunk ebenfalls scharf angegriffen.

Stuttgart-Entscheidung pro Weinzierl für Badstuber „völlig unverständlich“

Der Ex-Augsburger habe ihm auf Schalke „etwas vorgegaukelt“, sagte Badstuber. Weinzierl habe gesagt, „er bräuchte meine Passsicherheit und Qualität“, allein deshalb habe er den FC Bayern verlassen. Doch unter Weinzierl fand Badstuber sich häufig nur auf der Ersatzbank wieder – ihm wurden wiederholt Weltmeister Benedikt Höwedes und Matija Nastasic vorgezogen, auch Thilo Kehrer etablierte sich auf Kosten Badstubers in der Startformation von S04.

In Stuttgart trafen Weinzierl und Badstuber im Vorjahr wieder aufeinander – ein Déjà-Vu, auf das Letzterer gern verzichtet hätte. Die Entscheidung der Stuttgarter Bosse (damals Wolfgang Dietrich und Michael Reschke), Weinzierl zu installieren, bezeichnete Badstuber als „völlig unverständlich. (...) Als Weinzierl kam, habe ich zu Mario Gomez gesagt: ‚Das wird eine zähe Saison.‘“ So sollte es kommen, Stuttgart stieg am Saisonende ab. Weinzierl wurde bereits einige Spieltage vor Schluss entlassen.

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Holger Badstuber wird am 13. März 1989 in Memmingen geboren. Die meiste Zeit seiner Karriere verbringt er beim FC Bayern München. Sein riesiges Verletzungspech wirft ihn allerdings immer wieder zurück, eine schwere Verletzung jagt die nächste. Trotzdem ist er in seiner verletzungsfreien Zeit Stammspieler und Leistungsträger, sowohl beim Rekordmeister als auch in der Nationalmannschaft. Für die Bayern tritt er in 177 Spielen auf und erzielt zwei Treffer, im Nationaltrikot steht Badstuber in 31 Partien auf dem Feld. ©

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