06. November 2019 / 13:14 Uhr

Nach "Muschi"-Ausraster: Stuttgart-Profi Badstuber fordert, Mikrofone "weiter hinten aufzustellen"

Nach "Muschi"-Ausraster: Stuttgart-Profi Badstuber fordert, Mikrofone "weiter hinten aufzustellen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfB-Profi Holger Badstuber sah im Spiel gegen Holstein Kiel Gelb-Rot.
VfB-Profi Holger Badstuber sah im Spiel gegen Holstein Kiel Gelb-Rot. © imago images/Sportfoto Rudel
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Stuttgarts Holger Badstuber hat sich nach seiner Entgleisung im Spiel gegen Holstein Kiel gegenüber der Sport Bild dafür ausgesprochen, die Außenmikrofone weiter weg vom Spielfeld zu platzieren. Für ihn gehöre es dazu, "dass man den Gegner verbal auch ein bisschen piesacken will".

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Geht es nach Holger Badstuber vom VfB Stuttgart, sollen Außenmikrofone im Profi-Fußball nicht so nah an den Spielfeldern platziert werden. „Ich möchte auf dem Platz meine Emotionen ausleben können. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die Mikrofone etwas weiter hinten aufzustellen“, sagte der Verteidiger nach seinem Verbal-Ausraster an der Seitenlinie der SportBild in einem Interview.

Als der 30-Jährige vor gut zwei Wochen im Zweitliga-Spiel gegen Holstein Kiel Gelb-Rot gesehen hatte, schimpfte er beim Verlassen des Platzes in Richtung der Schiedsrichter um Benedikt Kempkes: „Ihr seid Muschis geworden, Muschis.“ Aufgrund der Mikrofone konnten die TV-Zuschauer jedes seiner Worte hören.

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Badstuber über Ausraster: Verhalten war "nicht okay"

Kempkes hatte den ehemaligen Bayern-Spieler in der 53. Minute des Feldes verwiesen. Badstuber hatte seinem Gegenspieler vehement am Trikot von Kiels Angreifer Janni Serra gezogen. Die erste Gelbe Karte war in der ersten Hälfte fällig geworden, als Badstuber nach einem Dribbling über den halben Platz den Ball verlor und daraufhin einen Kieler umgegrätscht hatte. 

Sein Verhalten sei „nicht okay“ gewesen, sagte der Ex-Nationalspieler, meinte aber auch: "Auf dem Rasen stehen 22 Spieler plus Schiedsrichter. Dass da manchmal auch Wörter fallen, die man eigentlich nicht hören sollte, war schon immer der Fall."

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Badstuber: "Es gehört dazu, den Gegner verbal zu piesacken"

Normalerweise bleiben diese Dinge dann aber auf dem Platz. "Es gehört zum Spiel, dass man den Gegner verbal auch ein bisschen piesacken will, um ihn aus dem Rhythmus zu bringen", so Badstuber. Aber nach dem Spiel schüttele man sich dann die Hand und zolle sich Respekt. Es sei nicht nur ein Mittel der Verteidiger, sondern auch der Offensivspieler. Und: "Jeder, der mal auf einem Fußballplatz stand, weiß damit umzugehen."

Der ehemalige Nationalspieler warnt vor weiterer Entfremdung auf dem Platz: „Es sollte kein Risiko darstellen, wenn man auf dem Rasen seine Meinung sagt. Die Folge sind Spieler, die ständig die Hand vor dem Mund haben“, meinte er. „Ich möchte nicht immer auf dem Platz daran denken müssen, dass jedes Wort von mir aufgenommen und bewertet wird.“

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