11. Dezember 2020 / 23:33 Uhr

Holland-Duell: Wolfsburgs Weghorst siegt und ist heiß auf die Bayern

Holland-Duell: Wolfsburgs Weghorst siegt und ist heiß auf die Bayern

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburgs Wout Weghorst jubelte gegen Frankfurt doppelt.
Wolfsburgs Wout Weghorst jubelte gegen Frankfurt doppelt. © Roland Hermstein
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Wolfsburgs Wout Weghorst gegen Frankfurts Bas Dost - das VfL-Spiel gegen die Eintracht war auch das Duell der Holland-Knipser. Der Sieg ging beim 2:1 knapp an Weghorst, der sich jetzt auf die Bayern freut.

Wolfsburg gegen Frankfurt – es war auch das Duell der Holland-Torjäger Wout Weghorst (VfL) und Bas Dost (Eintracht). Beide trafen beim 2:1 der Wolfsburger in der Fußball-Bundesliga, Ex-VfLer Dost jedoch nur einmal, Weghorst dagegen schnürte einen Doppelpack und gewann so dieses Knipser-Aufeinandertreffen.

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Die entscheidende Szene: Kluger Pass von Xaver Schlager kurz vorm Ende in die Tiefe zu Weghorst, der einen klugen Laufweg nimmt – und dann mit rechts hinein ins Glück. Weghorst war hinterher beim Interview mit DAZN ein bisschen sprachlos. „Das war ein super Ball von Xaver, ich schieße ihn einfach...“ Dann stockte die Stimme ein wenig. Trotz seiner beiden Treffer war der Torjäger, der unglaublich ehrgeizig ist, nicht ganz zufrieden mit sich selbst. „Das war nicht mein bestes Spiel in den letzten Wochen.“ Und trotzdem traf er. Doppelt. Zunächst einmal per Elfmeter. Den letzten hatte der 28-Jährige beim Sieg gegen 1899 Hoffenheim noch verschossen.

<b>Koen Casteels</b>: Der Wolfsburger Schlussmann und Kapitän agierte bei den wenigen Offensivaktionen der Frankfurter souverän, beim Elfmeter machtlos.
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Koen Casteels: Der Wolfsburger Schlussmann und Kapitän agierte bei den wenigen Offensivaktionen der Frankfurter souverän, beim Elfmeter machtlos. - Note: 3 ©

Diesmal traf er, nachdem der VfL zurückgelegen hatte. „Wenn du den letzten Elfmeter verschossen hast, musst du ruhig bleiben. Das war wichtig für mich.“ Er blieb ruhig, verwandelte sicher. Weghorst: „Und dann haben wir als Mannschaft klar für den Sieg gespielt.“ So wie er sich das wünscht. Denn nach dem Remis im letzten Auswärtsspiel in Köln (2:2) hatte der Niederländer, der nun neun Tore auf seinem Konto hat und den vergangenen fünf Spielen sieben Tore geschossen hat, noch Kritik geäußert, weil die Partie nicht gewonnen wurde. Wolfsburg sei noch keine Spitzenmannschaft, sagte er da. Vergessen, vorbei. „Wenn es läuft, dann läuft’s“, meinte Wolfsburgs Nummer 9 nun bestens gelaunt.

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Nach dem Spiel gab’s zwischen Weghorst und Dost einen kurzen Plausch. Dann kam auch noch Maximilian Arnold dazu, der mit Dost 2015 mit Wolfsburg den Pokal gewann. Dost traf bei seiner Rückkehr, darüber freute er sich, aber er lobte auch den VfL – und Weghorst: „Das letzte Tor – das macht Wout überragend, er schießt den Ball super rein. In Wolfsburg kann man verlieren, aber weh tut es trotzdem.“

Nicht nur Dost lobte Weghorst, auch Ridle Baku (diesmal nicht hinten rechts, sondern vorn rechts eingesetzt) weiß, was die Wolfsburger an Weghorst haben. „Wir haben vorn mit Wout einen Super-Torjäger, er hilft uns, in den entscheidenden Phasen, Tore zu machen – er hat uns zum Sieg geführt.“

Der VfL hat – natürlich auch wegen der vielen Weghorst-Treffer – in dieser Saison noch kein Spiel verloren. Am Mittwoch reisen die Wolfsburger nun zum Triple-Sieger Bayern München. Da konnte der VfL in seiner Erstliga-Historie noch nie gewinnen. Weghorst hat richtig Bock auf dieses Spiel. „Geil“, sagte er grinsend. „Wir fahren ungeschlagen nach München, wir freuen uns richtig auf dieses Spiel.“ Auf das Spiel „bei einer Spitzenmannschaft“. Leicht werde man es den Bayern nicht machen. Der Doppelpacker: „Wir sind eine sehr unangenehme Mannschaft für den Gegner. Wie sagt man so schön: Auf geht’s!“