04. September 2020 / 12:54 Uhr

Ullrich-Teamkollege Holm ledert gegen neue Generation bei Tour: "Genieße deinen Protein-Erdbeer-Milchshake"

Ullrich-Teamkollege Holm ledert gegen neue Generation bei Tour: "Genieße deinen Protein-Erdbeer-Milchshake"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lieber Kasper, wenn du müde bist und dich unwohl fühlst, ruf mich an, schrieb Ex-Radprofi Brian Holm bei Instagram. Adressiert waren seine Aussagen an Kasper Asgreen.
"Lieber Kasper, wenn du müde bist und dich unwohl fühlst, ruf mich an", schrieb Ex-Radprofi Brian Holm bei Instagram. Adressiert waren seine Aussagen an Kasper Asgreen. © imago images/Ritzau Scanpix
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Der zweimal des Dopings überführte Ex-Radfahrer Brian Holm hat den 25-jährigen Kasper Asgreen bei Instagram öffentlich zurechtgewiesen und gleichzeitig zu einer General-Kritik gegen die neue Fahrer-Generation ausgeholt. Der Däne polterte etwa: "Wir hatten keinen schicken Bus oder einen Hipster-Koch mit Seemann-Tattoos."

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Der Auslöser war ein Instagram-Post - nur logisch, dass auch Brian Holm seine eigenwillige Reaktion ebenfalls über das soziale Netzwerk in die Welt sendete. Nachdem der 25-jährige dänische Fahrer Kasper Asgreen (Deceuninck - Quick Step) sich vor zwei Tagen über eine "sehr harte Etappe" bei der Tour de France mokierte, nahm das der ehemalige Radprofi zum Anlass, um mit der gesamten neuen Fahrer-Generation abzurechnen.

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Holm, der zwischen 1993 und 1997 beim "Team Telekom" zusammen mit dem deutschen Fahrer Jan Ullrich unter Vertrag stand, lederte in Richtung Asgreen: "Lieber Kasper, wenn du müde bist und dich unwohl fühlst, ruf mich an. Ich erzähle dir vom wahren Leben. Gute Fahrt in deinem voll klimatisierten High-Tech-Bus und genieße deinen Protein-Erdbeer-Milchshake. Denk dran, dass Radsport deine Religion ist!“

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Holm stimmte einen Grundtenor an, der die früheren Zeiten im Vergleich zu heute als um einiges härter erscheinen lassen sollte, und die aktuelle Generation junger Fahrer entsprechend als viel zu weich. Er schrieb davon, dass man auf "keinen schicken Bus oder einen Hipster-Koch mit Seemann-Tattoos und einem lustigen Hütchen" hatte zugreifen können - und dass es auch noch keine Pressesprecher gab. "Wir redeten mit unserem Herzen und wenn uns jemand schlug, gratulierten wir nicht hinterher auf dem Scheiß-Facebook", so Holm.



Stattdessen erinnere sich der inzwischen 57-Jährige noch ganz genau daran, wie die Fahrer Henn, Aldag, Heppner und Bölts im Jahr 1996 "das Peloton durch Hitzewellen, Stürme und nasses Kopfsteinpflaster brachten". Wovon der Däne vergaß zu berichten, in diesen guten alten Zeiten, war allerdings: Dass er in seiner Laufbahn zweimal des Dopings überführt worden war.