02. Mai 2021 / 06:09 Uhr

Kiel muss nach Pokal-Pleite beim BVB eingestehen: "Klar die Grenzen aufgezeigt" – Fokus auf den Aufstieg

Kiel muss nach Pokal-Pleite beim BVB eingestehen: "Klar die Grenzen aufgezeigt" – Fokus auf den Aufstieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Holstein Kiel kann nach dem verpassten Pokalfinale nun alle Kraft auf den Aufstiegskampf legen.
Holstein Kiel kann nach dem verpassten Pokalfinale nun alle Kraft auf den Aufstiegskampf legen. © IMAGO/Poolfoto (Montage)
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Im Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund hat Holstein Kiel "klar die Grenzen aufgezeigt" bekommen, wie auch Trainer Ole Werner im Nachhinein eingestehen musste. Für die Störche allerdings keine Katastrophe: Das größere Ziel soll mit dem Aufstieg in die Bundesliga immer noch erreicht werden.

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Die Hoffnungen waren groß: Nachdem man in der 2. Runde schon den großen FC Bayern, den Top-Favoriten auf den Titel, ausgeschaltet hatte, wollte Holstein Kiel am Samstagabend im Pokal-Halbfinale auch Borussia Dortmund ärgern. Doch Pustekuchen: Die Störche von Trainer Ole Werner hatten beim BVB keine Chance, das Spiel war bereits mit dem Halbzeit- und späteren Endstand von 0:5 entschieden. Und so gestand sich auch Werner nach der Partie bei der ARD ein: "Ich denke schon, dass uns ganz klar die Grenzen aufgezeigt wurde, da muss man nicht groß drumherum reden."

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Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend: "Wir haben eigentlich vernünftige erste zehn, zwölf Minuten gespielt", befand auch der Störche-Trainer. "Aber mit dem 0:1 hat es uns an Zutrauen gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, die Zweikämpfe so zu führen, wie man sie dann führen muss in so einem Pokalspiel." Die Macht-Demonstration der Gastgeber konnte auch die beste Defensive der 2. Liga dann nicht mehr verhindern. "Wenn du zur Halbzeit 0:5 zurückliegst, obwohl du dir hier so viel vorgenommen hast, dann ist das einfach extrem ernüchternd", stellte Routinier Fin Bartels klar.

Kiel will zurück nach Dortmund – als Bundesligist

Für die Störche ist der Rückschlag jedoch nicht allzu groß. Das eigentliche Saison-Ziel ist nämlich klar: Der erste Bundesliga-Aufstieg der Klub-Geschichte soll her. Es gehe jetzt darum, "alles daran zu setzen, dass wir vielleicht nächstes Jahr dann in der Liga nochmal wiederkommen dürfen", erklärte Werner aus dem Bundesliga-Tempel in Dortmund. Er glaubt nicht, dass das Debakel gegen den Liga-Oberen bleibende Spuren hinterlassen wird: "Ich glaube, dass das zwei unterschiedliche Wettbewerbe sind. Dass wir ganz gut einordnen können gegen wen wir hier heute gespielt haben", sagte er.



Sechs Spiele müssen die Nordlichter in der 2. Liga noch absolvieren, nachdem sie zuletzt zwei Mal in Corona-Quarantäne mussten – drei Spiele mehr als die Aufstiegs-Konkurrenz aus Bochum, Fürth oder Hamburg. Und die Kieler haben es in ihren drei Nachholspielen noch selbst in der Hand, am HSV und an Fürth vorbeizuziehen und einen direkten Aufstiegsrang zu erobern. Zwei Zähler Vorsprung hat der HSV auf dem Relegationsplatz, sieben Punkte vor Kiel steht Fürth auf Platz zwei. Als erste Etappe soll am Dienstag (18.30 Uhr, Sky) der SV Sandhausen besiegt werden. Und Routinier Bartels appellierte nach der Pleite vom Samstag noch einmal an seine Kollegen: "Wir müssen uns schütteln, müssen versuchen ab morgen, übermorgen das wieder aus den Knochen und Köpfen zu kriegen und dann haben wir immer noch ne geile Saison gespielt und ein großes Ziel vor Augen."