14. Januar 2021 / 10:54 Uhr

Torwart Gelios und Bartels knacken den FC Bayern: Das sind die Pokal-Helden von Holstein Kiel

Torwart Gelios und Bartels knacken den FC Bayern: Das sind die Pokal-Helden von Holstein Kiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Torwart Ioannis Gelios und Elfmeter-Held Fin Bartels sind die DFB-Pokal-Helden von Holstein Kiel. 
Torwart Ioannis Gelios und Elfmeter-Held Fin Bartels sind die DFB-Pokal-Helden von Holstein Kiel.  © imago images/Zink/Getty/Montage
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Der 8:7-Erfolg nach Elfmeterschießen von Holstein Kiel in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern war letztlich vor allem zwei Profis zu verdanken: Torwart Ioannis Gelios und Elfmeter-Held Fin Bartels. Der SPORTBUZZER stellt die beiden vor.

Die Profis von Holstein Kiel konnten ihr Glück am späten Mittwochabend kaum fassen: In der zweiten Runde des DFB-Pokals warfen sie tatsächlich den FC Bayern München aus dem Wettbewerb. Beim 8:7-Erfolg des Zweitligisten nach Elfmeterschießen schwangen sich in einer kämpferisch überragenden und spielerisch mutigen Kieler Elf vor allem zwei Akteure zu den Hauptdarstellern auf: Torwart Ioannis Gelios, der den von Marc Roca geschossenen sechsten Elfmeter der Münchener parierte, und Fin Bartels, der den entscheidenden sechsten Strafstoß für Holstein versenkte. Der SPORTBUZZER nimmt das Duo genauer unter die Lupe.

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Gerade für Bartels muss der Triumph über den Triple-Gewinner der Vorsaison und Rekordpokalsieger etwas Besonderes gewesen sein. Denn der 33-Jährige ist gebürtiger Kieler. Er kehrte erst zu Saisonbeginn vom Bundesligisten Werder Bremen in seine Heimatstadt zurück. Für die Bremer hatte er seit 2014 insgesamt 120 Bundesliga-Spiele (22 Treffer) absolviert. Nach sechs Jahren lief sein Vertrag an der Weser jedoch aus. Für Holstein spielte Bartels schon in der Jugend und wechselte beim damaligen Regionalligisten 2005 auch zu den Senioren. 2007 folgte der Transfer zum damaligen Erstliga-Aufsteiger Hansa Rostock, 2010 ging es weiter zum FC St. Pauli.

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Nun also im Herbst seiner Karriere nach einem starken Auftritt über die rechte offensive Seite der Coup gegen die Bayern - und schloss eine Lücke in seiner Profi-Karriere. Im 13. Spiel gelang ihm ein Sieg gegen den FC Bayern. Weder mit Hansa Rostock, dem FC St. Pauli oder Werder Bremen war dem inzwischen 33-Jährigen ein Erfolgserlebnis gegen die Münchner gelungen. "Schon vor dem Elfmeterschießen haben wir gesagt, wir hauen die Dinger rein, wir können nichts verlieren. Natürlich ist immer Glück dabei, aber das haben wir uns verdient", sagte Bartels nach der Partie in der ARD. Trainer Ole Werner ergänzte: "Eine außerordentliche Leistung meiner Mannschaft. Wir haben von der ersten Sekunde an dran geglaubt und es uns zugetraut." Kein Wunder, dass nach der Pokal-Sensation Party-Stimmung unter den Holstein-Fans herrschte.

Gelios musste sich Stammplatz in Kiel erkämpfen

Dass Bartels im Duell mit FCB-Kapitän Manuel Neuer als sechster Kieler Schütze überhaupt den Deckel drauf machen konnte, war Gelios zu verdanken. Der Kieler Torhüter hatte zuvor den Elfer von Bayerns Roca entschärft, nachdem die ersten fünf Schützen auf beiden Seiten verwandelt hatten. Ob er ein Elfmeterkiller ist? "Das hätte ich niemals gedacht. Umso schöner, dass es heute passiert ist", sagte Gelios, der einst fünf Länderspiele für die griechische U21-Nationalmannschaft absolvierte, am ARD-Mikrofon. Der gebürtige Augsburger, der viele Jahre bei der zweiten Mannschaft des FC Augsburg zwischen den Pfosten stand, kam im Sommer 2019 vom Drittligisten Hansa Rostock zu den Schleswig-Holsteinern.

Im Team von Werner musste sich der 28-Jährige, dessen Vertrag bis 2022 läuft, aber erst durchsetzen. In der vergangenen Saison wurde ihm zunächst Dominik Reimann vorgezogen. In der laufenden Spielzeit machte der Coach dann den neu verpflichteten Thomas Dähne zur Nummer eins. Erst nach dessen Covid-19-Erkrankung erarbeitete sich Gelios kurz nach Saisonbeginn den Status als Stammkeeper. Das Weiterkommen gegen die Bayern dürfte auch für ihn der vorläufige Karriere-Höhepunkt sein. Der Trainer habe dem Team gesagt, "dass, wenn es zum Elfmeterschießen kommt, wir auch eine Möglichkeit haben, weiterzukommen", betonte der Schlussmann. Und diese Möglichkeit nutzten die Kieler in beeindruckender Manier - angeführt von Bartels und Gelios.