11. August 2019 / 17:28 Uhr

Holstein Kiel gewinnt im DFB-Pokal beim FSV Salmrohr mit 6:0

Holstein Kiel gewinnt im DFB-Pokal beim FSV Salmrohr mit 6:0

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Der Kieler Philipp Sander (li.) und Salmrohrs Nico Toppmöller kämpfen um den Ball.
Der Kieler Philipp Sander (li.) und Salmrohrs Nico Toppmöller kämpfen um den Ball. © Thomas Frey/dpa
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Makana Baku glänzt als dreifacher Torschütze - Kieler Störche erfüllen Pflichtaufgabe

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Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals ohne Probleme, aber auch ohne großen Glanz erledigt. 6:0 (1:0) hieß es am Sonntagnachmittag nach einer deutlichen Steigerung in Halbzeit zwei beim Sechsligisten FSV Salmrohr, dem klassentiefsten Klub der Konkurrenz. Durch den Einzug in die nächste Runde dürfen sich die Störche über eine garantierte Einnahme aus dem Vermarktungspool in Höhe von 526.000 Euro freuen.

Ausgelassene Stimmung vor dem Anpfiff im gut besuchten, aber nicht ausverkauften Salmtalstadion. „Sommer, Sonne, Holstein“ - so lautete das Motto der gut 600 Kieler Schlachtenbummler, die den 650 Kilometer langen Weg auf sich genommen hatten. Verbunden mit dem passenden Dress-Code: Bunte Hawaii-Hemden und Strohhüte – ein nettes Bild trotz des wolkenverhangenen Himmels in der Südeifel. Auf den Rängen flogen Luftmatratze, Gummihai und Schwimmreifen zum Zeichen der guten Laune durch die Luft.

Auf dem Rasen des Rheinland-Ligisten indes regierte aus Störche-Sicht zunächst Tristesse. Zwar hatte Holstein-Cheftrainer Andre Schubert mit drei neuen Startspielern auf den blutleeren Auftritt beim 0:2 in Darmstadt reagiert. Phil Neumann, David Atanga und Makana Baku rückten für Dominik Schmidt, Darko Todorovic und Emmanuel Iyoha ins Team. Philipp Sander vertrat zudem den angeschlagenen Jonas Meffert (Unterschenkelprellung) auf der Sechserposition.

Doch trotz drückender Überlegenheit und Dauerbelagerung des Salmrohrer Strafraums (82 Prozent Ballbesitz in Durchgang eins/11:0 Ecken/7:0 Torchancen) fuhren die Nordlichter bei ihrem Einbahnstraßenfußball 60 Kilometer vom Nürburgring entfernt mit angezogener Handbremse. Und bröckelte der Beton der offensiv über die gesamte Distanz komplett chancenlosen Gastgeber um den wuchtigen Maurermeister und Kapitän Michael Dingels doch einmal, fehlte die nötige Kaltschnäuzigkeit oder die Präzision bei der letzten Aktion.

Immerhin, als sich der FSV Salmrohr das erste Mal mit mehr als zwei Spielern über die gegnerische Mittellinie wagte, nutzten die Störche ihren Freiraum. Endlich war Zug und vor allem Geschwindigkeit im Spiel. Der bis dahin äußerst blasse David Atanga beendete den Konter mit einem Zuspiel auf Makana Baku. Und der Holstein-Flügel netzte vor den Augen seines auf der Tribüne sitzenden Bruders und Mainz-05-Profis Bote Baku zur Holstein-Führung ein (39.). Fast schon der einzige Lichtblick im seit Mitte der ersten Halbzeit grauen Himmel über Salmtal.

Ein Treffer mit befreiender Wirkung? Einer, der die blockierende Furcht vor der Blamage nimmt? Einer, der die Störche bei nunmehr stärkerem Regen und abnehmender Kraft der Amateure in Durchgang zwei zur Leichtigkeit des Favoritendaseins fliegen lässt? In der Tat. Baku (47.) verfehlte noch das Ziel, Janni Serra (49.) und Alexander Mühling (52.) scheiterten am großartig reagierenden Tim Kieren. Bei Jae-Sung Lees Abschluss aus zehn Metern zum 2:0 (54.) war dann aber auch der FSV-Keeper machtlos. Das endgültige Signal zum munteren Scheibenschießen (38:1 Torschüsse), das erneut Baku (76.) mit einem spektakulären Schlenzer zum 5:0 krönte.

Ganz bitter endete der Ausflug an die luxemburgische Grenze für einen Kieler Anhänger. Nach einem Sturz auf der Gästetribüne musste der per Helikopter eingeflogene Notarzt eingreifen, bevor der Fan mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht wurde.

Salmrohr: T. Kieren – Abend (79. Giwer), Dupre, Dingels, Bohr – Toppmöller (67. Littau), Unnerstall – Jarecki, M. Kieren, Pinna (67. Lautwein)– Schädler.

Holstein Kiel: Reimann – Ignjovski, Neumann, Wahl, van den Bergh – Sander – Mühling, Lee (67. Porath) – Baku, Serra (60. Hanslik), Atanga (77. Iyoha).

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe) – Tore: 0:1 Baku (39.), 0:2 Lee (54.), 0:3 Atanga (63.), 0:4 Baku (65.), 0:5 Baku (76.), 0:6 Porath (88.) – Zuschauer: 2500 – Gelbe Karten: Toppmöller, M. Kieren, Bohr/-.

Bilder vom DFB-Pokalspiel zwischen dem FSV Salmrohr und Holstein Kiel.

Der Kieler Trainer Andre Schubert (li.) und sein Salmrohrer Kollege Lars Schäfer begrüßen sich vor dem Spiel. Zur Galerie
Der Kieler Trainer Andre Schubert (li.) und sein Salmrohrer Kollege Lars Schäfer begrüßen sich vor dem Spiel. ©
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