10. Mai 2021 / 19:58 Uhr

Holstein Kiel müht sich zum Pflichtsieg gegen Hannover 96 - Aufstiegsaspirant erobert Platz zwei

Holstein Kiel müht sich zum Pflichtsieg gegen Hannover 96 - Aufstiegsaspirant erobert Platz zwei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Kieler Spieler beglückwünschen Fin Bartels, den Torschützen zum 1:0 gegen Hannover 96.
Die Kieler Spieler beglückwünschen Fin Bartels, den Torschützen zum 1:0 gegen Hannover 96. © IMAGO / Holsteinoffice
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Holstein Kiel hat dank eines 1:0-Erfolgs gegen Hannover 96 in der Zweitliga-Tabelle Greuther Fürth überholt und sich Platz zwei gesichert. Die Mannschaft von Ole Werner feierte den nunmehr fünften Heimsieg in Folge zu Null.

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Vor dem Nachholspiel des 26. Spieltags am Montagabend hatte Ole Werner seine Mannschaft vor den Gefahren gewarnt, die von Hannover 96 ausgehen können. Der Trainer des Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel verwies darauf, dass die Gäste an einem guten Tag extrem unangenehm seien. Und einen solch guten Tag erwischten die Niedersachsen zumindest in der ersten Halbzeit. Denn obwohl es für 96 mit Blick auf die Tabelle um nichts mehr ging, hielt Hannover von Beginn an dagegen, sodass sich Kiel letztendlich zu einem 1:0 (1:0)-Pflichtsieg mühen musste.

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Zum ersten Mal durften die Hausherren in der 18. Minute jubeln. Doch die Freude währte nicht lange, da sich der scheinbare Kopfballtreffer von Jae-Sung Lee als ein Handspiel entpuppte und von Schiedsrichter Manuel Gräfe zurückgepfiffen wurde. Alles in allem bekamen die Zuschauer an den Bildschirmen in der ersten Halbzeit ein recht zerfahrenes Spiel zu sehen. Chancen waren zunächst Mangelware. Nach einer knappen halben Stunde verpasste Hendrik Weydandt nach einem sehenswerten Konter die Gelegenheit, die Abschiedstour seines Trainers Kenan Kocak zu versüßen. Wie am Montag vor der Partie bekanntgegeben wurde, wird Havelse-Trainer Jan Zimmermann in der kommenden Saison das Traineramt bei 96 übernehmen.

Kiel-Routinier Bartels spielt seine geballte Erfahrung aus

Dass kurz vor dem Halbzeitpfiff die Kieler doch noch in den Genuss eines Tores kommen sollten, hatte sich in den Minuten zuvor nicht wirklich abgezeichnet. Fabian Reese flankte vom linken Flügel auf Fin Bartels (44.), der seine geballte Erfahrung ausspielte. Die Gäste-Abwehr hatte den 34-Jährigen völlig vergessen - und dieser nahm die Einladung dankend per Innenrist an. Hannover-Keeper Martin Hansen, der anstelle von Michael Esser das Tor hütete, konnte nichts mehr ausrichten.

In der zweiten Halbzeit waren die "Störche" sichtlich bemüht, den Spagat zwischen Ergebnissicherung und Ausbau der Führung zu meistern. Die erste Chance hatte jedoch Simon Falette (47.), der Kiel-Schlussmann Thomas Dähne prüfte. Auch im Anschluss gelang es der Werner-Elf zunächst nicht, das Heft in die Hand zu nehmen. So streifte ein Fernschuss des eingewechselten Hannoveraners Jaka Bijol (69.) die Latte.

Eine Schrecksekunde gab es in der Schlussphase: Kiels eingewechselter Ahmet Arslan ging in der 82. Minute nach einer unglücklichen Aktion zu Boden und musste behandelt werden. Für den Mittelfeldspieler ging es nicht mehr weiter, er musste wieder ausgewechselt werden. Aufgrund der langen Verhandlungspause ließ Gräfe sieben Minuten nachspielen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Finn Porath (89.) die Chance auf die Entscheidung verpasst, indem er am Außenpfosten gescheitert war.

Holstein Kiel hat Aufstieg selbst in der Hand

Am Ende durfte sich Holstein Kiel über einen enorm wichtigen Pflichtsieg freuen. Mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz belegen die Schleswig-Holsteiner Tabellenplatz zwei - nun mit einem Punkt Vorsprung auf die SpVgg Greuther Fürth, die überholt werden konnte. Kiel hat den Bundesliga-Aufstieg selbst in der Hand: Zwei weitere Erfolge in den noch drei verbleibenden Partien (gegen Regensburg, Karlsruhe und Darmstadt) würden für den direkten Sprung in die Beletage reichen, ein Sieg würde sicher zur Teilnahme an der Relegation berechtigen. Gegen Hannover 96 feierten die Kieler den fünften Zu-Null-Sieg im eigenen Stadion in Folge.