15. April 2019 / 09:30 Uhr

Holstein Kiel II: Auswärtsschwäche hält auch beim FC St. Pauli II an

Holstein Kiel II: Auswärtsschwäche hält auch beim FC St. Pauli II an

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Holstein-Jungprofi Tobias Fleckstein (links) und die Kieler Störche streckten sich in Norderstedt vergebens: Gastgeber FC St. Pauli (rechts Dario Kovacic) behielt beim 1:0-Erfolg die Oberhand im Duell der Zweitliga-Reserveteams.
Holstein-Jungprofi Tobias Fleckstein (links) und die Kieler Störche streckten sich in Norderstedt vergebens: Gastgeber FC St. Pauli (rechts Dario Kovacic) behielt beim 1:0-Erfolg die Oberhand im Duell der Zweitliga-Reserveteams. © KBS-Picture Kalle Meincke
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In der Fremde geht bei Holstein Kiel II nichts mehr: Die Jungstörche kassierten in der Fußball-Regionalliga Nord bereits die siebte Auswärtsniederlage in Folge. Beim FC St. Pauli II unterlag der Aufsteiger vor 150 Zuschauern im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion mit 0:1.

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Weil U23-Stammtorwart Timon Weiner bei den Zweitligaprofis in Ingolstadt auf der Bank Platz nahm, stand Stefan Rakocevic gegen seinen Ex-Klub zwischen den Pfosten. Und der 20-Jährige hatte sich seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte mit Sicherheit etwas anders vorgestellt. Denn sein fataler Fehlpass im Spielaufbau leitete die KSV-Niederlage ein: Rakocevic spielte Sirlord Conteh in zentraler Position den Ball in den Fuß, der schob nach Doppelpass mit Dario Kovacic überlegt zum 1:0 (19.) ein. „Wir haben in den ersten 25 Minuten kein gutes Spiel gemacht“, bekannte KSV-Coach Ole Werner. Die Kiezkicker verpassten es durch einen Kopfball von Niklas Hoffmann (28.) und einen Distanzschuss des Südkoreaners Seung-Won Lee (29.), die beide knapp das Kieler Tor verfehlten, nachzulegen.

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Fortan herrschte Flaute vor den Toren. „Taktisch haben wir es ordentlich gemacht. Uns fehlt aktuell die individuelle Klasse, um im letzten Drittel torgefährlich zu werden. Zudem werden unseren individuellen Fehler härter bestraft als in der Hinrunde“, konstatierte Werner. Die erste Chance nach der Halbzeit verbuchten erneut die Gastgeber, doch der verdeckte Schluss von Lennart Keßner (48.) zischte am Pfosten vorbei. Die Kieler waren jetzt präsenter, erhöhten ihre offensive Aktivität. Nach 60 Minuten war das Comeback von Philipp Sander nach Pfeifferschem Drüsenfieber beendet. „Er hatte eine lange Pause. Irgendwann wurden halt die Wege länger“, begründete Werner die Auswechslung des Jungprofis. Als Holsteins Tim Schüler aus 20 Metern mit dem starken linken Fuß abzog, musste sich St. Paulis Keeper Korbinian Müller das erste Mal strecken (66.). Kurz darauf war Müller zwar bereits geschlagen, doch ein Hamburger Abwehrspieler kratzte den Kopfball von Tjorve Mohr (86.) von der Torlinie. So blieb es beim 1:0 für den FC St. Pauli.

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Für Holstein II bedeutete die siebte Auswärtsniederlage in Folge das Abrutschen auf Platz acht. „Wir haben erneut relativ wenig zugelassen, aber auch zu wenige eigene Chancen herausgearbeitet. Ich sehe weniger eine echte Auswärtsschwäche als vielmehr das Manko, dass wir in der Rückrunde insgesamt zu wenig Punkte holen“, erklärte Werner, der beim Blick auf das spielfreie Osterwochenende und die dann folgenden restlichen fünf Saisonspiele fordert: „Wir müssen noch den einen oder anderen Punkt holen. Mit 41 Punkten könnte es eng werden. Vor allem dann, wenn auch noch Eintracht Braunschweig aus der Dritten Liga absteigen sollte“, rechnet Werner vor. Bei diesem Szenario wäre der 14. Tabellenplatz der Relegationsplatz. Dort rangiert aktuell der TSV Havelse mit sieben Punkten Rückstand auf die KSV.

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Holstein Kiels Tim Siedschlag (mi.) konnte Dennis Jungk (li.) bereits hinter sich lassen und läuft mit viel Tempo auf Marcel Kohn (re.) zu. Zur Galerie
Holstein Kiels Tim Siedschlag (mi.) konnte Dennis Jungk (li.) bereits hinter sich lassen und läuft mit viel Tempo auf Marcel Kohn (re.) zu. ©
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